Beschreibung der Baureihe 517 / 817 – ehem. ETA / ESA 176 DB
Akkumulator Trieb- und zugehörige Steuerwagen für den Nebenbahndienst
Konstruktion Einsatz Beheimatungen Hersteller / Abn. Techn. Daten Bildergalerie


Für den den Nebenbahn- und Eilzugdienst benötigte die Deutsche Bundesbahn zu Beginn der fünfziger Jahre einen neuen Akkumulator-Triebwagen. Auf Initiative von Dr. Gerhard Wilke, langjährigrer Dezernent für elektrische Triebwagen beim BZA München, entwickelte die DB seit 1949 gemeinsam mit den Firmen Wgmann, AEG und AFA (heute Varta) einen Akkumulator-Triebwagen nach neuen Baugrundsätzen auf zwei Drehgestellen.Im April/Mai 1952 lieferte Wegmann nunächst zwei Prototypen mit den Bezeichnungen ETA 176 001 und 002. Der ETA 176 001 erhielt seine elektrische Ausrüstung von SSW, als Fahrmotoren kamen solche der Berliner S-Bahn zum Einbau. Die elektrische Ausrüstung des ETA 176 002 leferte dei AEG. Er wurde mit zwei leichten schnellaufenden Fahrmotoren ausgestattet.

Die Batterien stammten, wie auch bei den folgenden Fahrzeugen von der Akkumulatoren-Fabrik (AFA) in Hagen (Westf).
Nach zufriedenstellenden Probefahrten in Oberbayern konnten beide Triebwagen im Bw Limburg (Lahn) beheimatet und in den Plandienst übernommen werden.

Den beiden Vorausfahrzeugen folgten in den Jahren 1953 und 1954 sechs weitere Triebwagen. Wegmann in Kassel (003-005) und WMD in Donauwörth (006-008) zeichneten sich für den mechanischen Teil, während Schaltbau den elektrischer Teil und SSW die Fahrmotoren übernahmen. Die Triebwagen ETA 176 003 bis 008 hatten eine leicht geänderten Frontpartie erhalten. Erst von 1954 bis 1958 kamen die dazugehörigen Steuerwagen ESA 176 001 bis 008, von den Waggon- und Maschinenfabriken Esslingen und WMD gebaut, hinzu.
Zum 01.01.1968 erhielten die ETA 176 die neuen Betriebsnummern 517 001 bis 008; die ESA 176 wurden als 817 601 bis 608 in das neue Nummernschema eingereiht.

Auf Grund der Entscheidung, die Akkumulator-Triebwagen nicht im Eilzugdienst, sondern vornehmlich im Nahverkehr einzusetzen, unterblieb eine weitere Beschaffung der im wagenbaulichen Teil aufwendig instandzuhaltenden ETA 176.
Für die geplante Großserienbeschaffung von Akku-Triebwagen für den Nahverkehr waren die ETA 176 mit einem Beschaffungspreis von 190.000,- € zu teuer. Die weitere Beschaffung dieser sehr formschönen »Limburger Zigarren«, wie sie liebevoll genannt wurden, erfolgte zu Gunsten der sehr schlicht gehaltenen, im Inneren, wie auch äußerlich Nachfolge-Serie ETA 150. Der Preisunterschied lag bei etwa 55.000,- € pro Fahrzeug.