Reichsbahndirektion Wien
ZeittafelErrichtungen – Bezeichnungen – Auflösungen

01.07.1884
 

Errichtung einer "Eisenbahn-Betriebsdirection Wien" bei gleichzeitiger Unterstellung der "Kaiserlich-Königlichen Generaldirection der Österreichischen Staatsbahnen" in Wien

     
01.06.1920
 

Gliederung der Staatsbahndirektion (StBD) Wien Nordost

Heizhausleitungen     • Stadlau
   – Nebenstelle Marchegg

• Wien Nord
• Wien Ost

   – Nebenstelle Bruck a.d.Leitha

• Wien Nordwest

   – Nebenstelle Zellerndorf
 
Werkstätten   Lok- und Wagenwerkstätte Floridsdorf, Jedlesee und Simmering


Gliederung der Staatsbahndirektion (StBD) Wien West

Heizhausleitungen   • Hainfeld
• Hütteldorf-Hacking
   – Nebenstelle Heiligenstadt

• Wien I (Wien West)

   – Nebenstelle St. Pölten

• Wien II (Wien FJB)

   – Nebenstelle Gmünd
   – Nebenstelle Krems
   – Nebenstelle Sigmundsherberg
 
Werkstätten   St. Pölten und Wien West

     
01.04.1921
  Firmierung der beiden Bundesbahndirektionen in Wien:
BBD Wien Nordost in Wien 2, Nordbahnstraße 50 und BBD Wien West in Wien 15, Mariahilfstraße 132
03.1932
  Zusammenlegung der beiden Bundesbahndirektionen (BBD) Wien Nordost und Wien West zur BBD Wien
   
17.03.1938
  Übernahme der Bundesbahndirektion (BBD) Wien durch die Deutsche Reichsbahn und Firmierung fortan als
"Reichsbahndirektion Wien" (RBD Wien) infolge des Anschlusses Österreichs an das Deutsche Reich vom 15.03.1938
1938
 

Gründung einer "Geschäftsführenden Direktion für das Werkstättenwesen (GDW) Wien" –
zuständig für die Hauptwerkstätten (HW) bzw. Eisenbahn-Ausbesserungswerke (EAW) folgender Direktionen:

 Reichsbahndirektionen
 Eisenbahn-Ausbesserungswerk (EAW) bzw. Hauptwerkstätte (HW)
 
Linz
  Linz
 
Villach
  Knittelfeld, Simmering
 
Wien
  Floridsdorf, Gmünd (Waldviertel), St.Pölten-Wörth

20.05.1938
  Einrichtung der Obersten Bauleitung der Reichsautobahnen in Wien
21.08.1938
  Übernahme der Strecke St. Pölten – Amstetten einschl. und Pöchlarn – Kienberg-Gaming einschl. von der RBD Linz
27.08.1938
  Errichtung eines Reichsbahn-Abnahmeamtes 10 in Wien – Unterstellung der Abwicklungsstelle Österreich
01.10.1938
 

Übernahme zahlreicher Strecken von der RBD Villach:

  • Mürzzuschlag – Reichsgrenze bei Spielfeld-Straß,
  • Spielfeld-Straß – Radkersburg,
  • Graz Hbf – Reichsgrenze bei Mogersdorf,
  • Fehring – Fürstenfeld,
  • Fürstenfeld – Hartberg,
  • Bierbaum – Neudau i. St.,
  • Hartberg – Fiedberg – Aspang,
  • Friedberg – Reichsgrenze bei Rechnitz,
  • Oberwarth – Oberschützen und
  • Güssing – Strem (Reichsgrenze)
10.10.1938
  Übernahme von 267 Strecken-km des Sudetenlandes von der Československé státní dráhy (ČSD)
15.10.1938
  Umbenennung des Bf St. Pölten Staatsbahnhof in St. Pölten Hbf
01.12.1938
  Übernahme des Bf Amstetten von der RBD Linz
23.12.1938
  Neugliederung des Maschinendienstes:
An Stelle der Heizhaus- bzw. Zugförderungsleitungen werden die Maschinenämter (MA) – die Bezeichnung der Heizhäuser und Zugförderungsstellen wurde nun einheitlich auf "Bahnbetriebswerk" (Bw) geändert
01.02.1939
  Unterstellung des Reichsbahn-Abnahmeamtes 10 in Wien dem Reichszentralamt (RZA) Berlin
04.01.1940
  Umbezeichnung des RBA Eisenberg in Bruck (Leitha) in RBA Bruck (Leitha)
01.03.1940
  Verlegung der Obersten Bauleitung für Elektrifizierungen zur RBD Linz nach Salzburg
10.06.1940
  Umzug des RBA Bad Fischau nach Wiener Neustadt und Umbenennung in RBA Wiener Neustadt 2 – das bisherige RBA erhält die Bezeichnung RBA Wiener Neustadt 1
21.10.1940
  Verlegung des RBA Zwettl nach Sigmundsherberg bei gleichzeitiger Umbenennung
17.12.1940
  Umzeichnung des RAW Wörth in RAW St.Pölten-Wörth
01.01.1941
  Auflösung des RBA Hollabrunn,
Übernahme der Lokalbahnen Schwarzenau – Waidhofen und Waidhofen – Zlabings
     
01.04.1941
 

Gliederung der RBD Wien – Direktionsnummer 31 und 32
Direktionssitz am Schwarzenbergplatz 3, Wien

Reichsbahn-Betriebsämter (RBA)
  Bruck (Leitha), Cilli, Gmünd (Waldviertel), Graz, Hartberg, Krems (Donau), Lundenburg,
Marburg (Drau) 1, Mistelbach (Zaya) , Mürzzuschlag, St. Pölten 1+2, Sigmundsherberg,
Wien 1-6, Wiener Neustadt 1+2, Wiener Neustadt 2 und Znaim
Reichsbahn-Maschinenämter (RMA)
  Graz, Mürzzuschlag und Wien 1-5
Reichsbahn-Verkehrsämter (RVA)
  Graz, Lundenburg und Wien 1-4
Neubauämter (NA)
  Lichtenwald, St. Pölten, Wien 1-3
Vermessungsamt
  Wien
Verkehrskontrollen (VK)
  Wien I+II

Unterstellungen der Maschinenämter (RMA)
Graz
  • Bw Aspang ² [Ap] 122
• Bw Fehring
² [Fe] 76
• Bw Graz ² ³ [Grz] 1048
   – Lokbf Radlersburg

• Bw Marburg (Drau)
² ³ [Mbg] 912
   – Lokbf Pragerhof

• Bw Steinbrück ² [Stk] 404
   – Lokbf Lichtenwald
   – Lokbf Rohitsch
   – Lokbf Silli
 
Mürzzuschlag
  • Bw Glognitz ² [Gl] 304
• Bw Mürzzuschlag ² [Mzu] 682

• Bw Wiener Neustadt Hbf ² [N] 607
 
Wien 1
  • Bw Hütteldorf-Hacking ² [Hf] 445
• Bw St.Pölten Hbf
² [Pt] 297
   – Lokbf Pöchlarn

Bw St.Pölten A.B. ² [Ptab] 209     [Schmalspur-Bw]

   – Lokbf Mariazell
   – Lokbf Obergrafendorf


• Bw
Wien West [W 1] 1040      mit Bahnbetriebswagenwerk Wien West [Bww W 1] 429
 
Wien 2
  Bw Gmünd (Waldviertel) ² ³ [Gm] 336     [teilweise Schmalspur]
• Bw Krems (Donau)
² [Krm] 219
• Bw Schwarzenau
² ³ [Schz] 111
   – Lokbf Raabs

• Bw
Siegmundsherberg ² [Sg] 185
• Bw Wien Franz-Josephs-Bahn
(FJB) [W 2] 735  mit Bahnbetriebswagenwerk Heiligenstadt [Bww Heig] 368
 
Wien 3
  • Bw Bruck (Leitha) Hbf ² [Brk] 284
• Bw Michelbach Hbf
² [Mtb] 204
   – Lokbf Zistersforf

• Bw Stadlau
² [Std] 368
   – Lokbf Engelhartstetten
   – Lokbf Marchegg

• Bw Wien Ost ² [W 3] 952
 
Wien 4
  • Bw Großschwechat ² [Gt] 202
• Bw Lundenburg
² ³ [Lbu] 832
• Bw Straßhof ² [Stf] 351
• Bw Wien Nord ² [W 4] 1510
• Bw Znaim ² ³ [Zm] 188
   – Lokbf Grusbach-Schöngrafenau
 
Wien 5
  • Bw Hainfeld ² [Ha] 125
   – Lokbf Türmitz

Bw Puchberg (a Schneeberg)
² [Pu] 62    [teilweise Schmalspur]
   – Lokbf Bad Fischau

• Bw Wien Süd
[W 5] 1001       mit Bahnbetriebswagenwerk Wien Süd [Bww Wsü] 596
• Bw
Wittmannsdor f ² [Wit] 132
   – Lokbf Blumau-Neuritzhof

Kraftwagenbetriebswerk Wien [Kbw W] 286
     
²    Bw mit zusätzlicher Wagenausbesserung
³    Bw hat zusätzlich Kraftwagen zugeteilt
50  Zahl der Gefolgschaft
[ ]  abgekürzte Bezeichnung
kursiv   Angaben für Schmalspur

     
01.08.1941
  Teilung des RAW Floridsdorf in RAW Floridsdorf Lokwerk und RAW Floridsdorf Wagenwerk,
Unterstellung der WAbt. Intzendorf und WAbt.Nordwestbf dem RAW Floridsdorf Wagenwerk
10.1941
  Umbenennung des Bf Bratelsbrunn in Bf Bratelsbrunn-Untertannowitz, Bf Gars-Thunau in Bf Gars (Kamp) und Moosbierbaum-Heiligeneich Pulverfabrik in Bf Moosbierbaum-Heiligeneich Fabrik
11.1941
  Umbenennung des Bf Nicolsdorf in Bf Nikolsdorf und Wiener Neustadt Anschlußb in Wiener Neustadt Schleppbf
03.07.1944
  Umbenennung des Bf Gänserndorf Hbf in Bf Gänserndorf und Bf Gänserndorf Lokalb in Bf Gänserndorf Lagerhaus
     
12.1944
 

Gliederung einer geschäftsführenden Direktion für das Werkstättenwesen, nunmehr – GDW 10Wien
Zuständig für die Reichsbahn-Ausbesserungswerke (RAW) folgender Direktionen:

 Reichsbahndirektionen
 Reichsbahn-Ausbesserungswerke (RAW) und Werkabteilungen (WAbt)
 
Linz
  Linz
 
Villach
  Knittelfeld und Simmering
 
Wien
  Floridsdorf Lokwerk, Floridsdorf Wagenwerk, Gmünd, Marburg (Drau), St.Pölten und St.Pölten-Wörth, sowie
die WAbt Ober-Grafendorf und WAbt Pettau

19.04.1945
  Mit Zustimmung der sowjetischen Besatzungsmacht von den in Wien verbliebenen Bediensteten der ehemaligen RBD Wien:
Gründung einer neuen „Eisenbahndirektion Wien“ und Übertragung der Leitung der Eisenbahnen in den von Sowjettruppen besetzten Gebieten, die vorerst der sowjet. Besatzungsmacht unterstellt ist
Rückgabe an die Österreichische Staatsbahn (ÖStB)
01.11.1945
  Errichtung einer Generaldirektion Wien für die einheitliche Organisation im gesamten Staatsgebiet.
Per Behördenüberleitungsgesetz vom 27.07.1945:
Untergeordnet dem "Staatsamt für Industrie, Handel und Gewerbe" und Unterstellung der vier wiedereingerichteten Staatsbahndirektionen Innsbruck, Linz, Villach und Wien



  Streckenelektrifizierungen
 
Jahr
Datum
Streckenname
Streckenverlauf
Länge
1941
11.01.
Pressburgerbahn Berg – Staatsgrenze nächst Berg (– Petržalka/Engerau)
0,2
km

 Die Elektrifizierungsdaten sind gelegentlich widersprüchlich, da zwischen "Fahrleitung unter Spannung setzen",
 der ersten Probefahrt und dem ersten planmäßgen Betrieb oftmals nicht unterschieden wurde.
 In der Regel ist hier das Datum des ersten planmäßigen elektrischen Betriebes angegeben.



  Direktoren und Präsidenten der Eisenbahnverwaltung  
 
Zeitraum
Name
Bemerkungen
1938
1945
  Rudolf Töpfer  
     
     
Wn
  bahnamtliches Bezeichnungskürzel gemäß RVM – Erlass 2 Oavs vom 12.07.1938


Deutsche Direktionen
Direktionen besetzter Gebiete
Bahnbetriebswerke
Quellenangaben