| Bahnbetriebswerk (Annaberg-) Buchholz (Sa) Zeittafel: Bauliche Anlagen – Bezeichnungen – Beheimatungen |
| 01.02.1866 | Inbetriebnahme einer kleinen Lokstation in Annaberg im Zuge der Eröffnung der seit 1862 im Bau befindlichen
Zschopautalbahn von Flöha über Wilischthal über Wolkenstein und Wiesa nach Annaberg |
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| An baulischen Anlagen ist ein viergleisiges rechteckiges Heizhaus mit jeweils vier Ständen für die Lokomotiv- und Wagenunterhaltung, eine ca. 100 m entfernt liegende Drehscheibe, Kohlenbanseb eine am anderen Bahnhofsende liegende Wasserstation, sowie die üblichen Behandlungsanlagen errichtet worden |
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| Der anfängliche Maschinenpark besteht aus zwei in Annaberg stationierten Dampflokomotiven der Bauart Meyer namens " Raschau" und "Crottendorf" von der sächs. Maschinenfabrk vormals Richard Hartmann AG in Chemnitz, der später die "Annaberg", "Augustusburg", "Buchholz", "Scharfenwiese", "Waldkirchen", "Wolkenstein" und "Flöha" nachfolgen werden |
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| 1871 | Die Lokomotiven den sächs. Gattung V namens "Bärenstein" und "Fichtelberg" treffen in Annaberg ein | |||||||||||||||||||||||||
| 1872 | Anlieferung der "Greifenstein" und "Katzenstein" | |||||||||||||||||||||||||
| 01.08.1872 | Die Verlängerung der Strecke Annaberg in das böhmische Weipert wird eröffnet | |||||||||||||||||||||||||
| 1877 | Verkauf der "Bärenstein", "Fichtelberg", "Greifenstein" und "Katzenstein" übe rdie Lieferfirma Hartmann nach Rumänien | |||||||||||||||||||||||||
| 18978 | Erstmalige Beheimatung von Lokomtiven der Gattung V T, der späteren Baureihe 892, in der Lokstation Annaberg | |||||||||||||||||||||||||
| 01.12.1889 | Mit der feierlichen Eröffnung der Strecke Buchholz – Schwarzenberg wird Annaberg ein regional bedeutender Eisenbahnknotenpunkt | |||||||||||||||||||||||||
| 01.07.1892 | Die II 609 "Werdau" und VII T 1455 "Tanna" werden im Erzgebirge heimisch | |||||||||||||||||||||||||
| 1897 | Erste Lokomotiven der Gattung IV T, spätere Baureihe 713, werden der Lokstation Annaberg zugeteilt | |||||||||||||||||||||||||
| um 1900 | Die Gattung VIII I wird in Annaberg heimisch | |||||||||||||||||||||||||
| 24.07.1903 | An der Haltestelle Buchholz-Königstraße ereignet sich der erste größere Bahnunfall mit fünf tödlich verletzten Reisenden | |||||||||||||||||||||||||
| 1904 | Erste Lokomotiven der Gattung III b sind bis 1914 vom heimischen Annaberg aus im Einsatz | |||||||||||||||||||||||||
| 1905 | Baubeginn einer neuen Bahnanlage zur Behandlung von Lokomotiven im benachbarten Buchholz (Sachsen) anstelle der zu klein ge- wordenen Lokstation in Annaberg, die an dieser Stelle nicht mehr erweiterungsfähig ist |
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| 1906 | Der Bf Annaberg wird in Bf Annaberg unterer Bahnhof umbenannt | |||||||||||||||||||||||||
| 01.10.1907 | Inbetriebnahme der neuen Lokomotivstation in Buchholz (Sachsen) | |||||||||||||||||||||||||
| Zu den baulichen Anlagen gehört ein 16-ständiger Rechteckschuppen, eine ø 18 m Drehscheibe, ein Kohlenbansen, eine Wassertstation mit zwei Wasserkränen, ein Verwaltungsgebäude, eine Lokleitung, ein Öllager und einbeschränkte Anzahl an abstellgleisen |
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| Der Lokstation Buchholz (Sachs) ist fortan der seit 1889 betriebene Lokbf Schlettau mit seinem vierständigen Heizhaus, Kohlenbansen, Wasserstation und zwei Wasserkränen unterstellt, der die Maschinen der Crottendorfer Strecke beherbergt |
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| 1919 | Als Reparationsleistung muss die Bwst Nordschleswigsche Weiche einige Lokomotiven an Belgien und Frankreich abgeben | |||||||||||||||||||||||||
| 1921 | Ein kurzes Gastspiel geben die Lokomotiven der Gattung V, spätere Baureihe 5382, in Buchholz ab | |||||||||||||||||||||||||
| bis 1922 | Ausmusterung der letzen Lokomotiven der Gattung VIII I | |||||||||||||||||||||||||
| 1922 | Beheimatung der preuß. T 8, 89 024 (LHB 460/1907) und 89 033 (Hanomag 4861/1907) | |||||||||||||||||||||||||
| 12.1922 | Die erste preuß. G 10 in Forn von 57 3127 (Borsig 11419/1922) wird in Buchholz beheimatet | |||||||||||||||||||||||||
| 15.04.1923 | Die Geburtsstunde Die Lokomotivstation Buchholz (Sa.) wird zum selbständigen Bahnbetriebswerk erhoben – der Lokomotivbetriebsdienst einschließlich der Bahnhofsschlosserei gehen von diesem Tage an vom Bahnhof auf die neue Dienststelle über im Zuge der seit 01.04.1920 begonnen Ver- waltungsreformen der deutschen Bahnen und der Demobilmachung des deutschen Heeres – beheimatet werden ca. 30 Dampflokomotiven der preuß. Gattungen G 5, G 7, G 8, G 10 und T 8, die 1925 in die Baureihen 54, 55, 5516, 5710 und 890 umgezeichnet werden sollten |
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| 1925 | Erstmalige Beheimatung von Lokomotiven der preuß. Gattung T 93, die Baureihe 913 im Erzgebirgischen Bw für die Ablösung von den Lokomotiven der sächs. Gattungen IV T und V T, sowie der preuß. G 4 |
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| 30.09.1925 | Bei einem weiteren großen Unfall stürzt die X I HT N°2103, spätere 94 2079 auf der Strecke Zwönitz – Scheibenberg mit zwei Güterwagen einen 12 m hohen Bahndamm hinab – die anschließenden Bergungsarbeiten werden acht Tage andauern |
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| 31.10.1925 | Triebfahrzeugbestand
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| 1927 | Bau einer modernen Werkstatt mit Achssenke, Schmiede und Dreherei an der Längsseite des Lokschuppen | |||||||||||||||||||||||||
| 1928 | Errichtung von sieben Häuser mit 28 Wohnungen in Cunersdorf für das Bw-Personal, wodurch nun alle benötigten Beschäftigten bei einem evtl. Hilfszugeinsatz innerhalb von 30 Minuten vor Ort sein können |
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| 03.1928 | Erstmalige Beheimtung der sächs. Rollwagen, Gattung XII H2, die 38 308 (Hartmann 4504/1922) vom Bw Chemnitz Hbf | |||||||||||||||||||||||||
| 1929 | Das Bw Buchholz (Sachs) wird Hilfszugstation und stationiert einen ständig einsatzbereiten Hilfszug, bestehend aus einem Manschafts- und |
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| 20.02.1931 | Mit der fabrikneuen 86 019 (Schichau 3184/1931) erscheint die erste Einheitslokomotive ihrer Art und wird in der Folgezeit mit weiteren ange- lieferten Lokomotiven die Baureihe 55 ablösen |
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| ab 1934 | Die Dieseltraktion hält Einzug Die ersten elf fabrikneuen Kleinlokomotiven werden für den Bahnhofsverschub an der Strecke Weipert – Flöha angeliefert |
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| 1935 | Der Lokbahnhof Grünstädtel wird vom Bw Zwickau (Sachs) übernommen | |||||||||||||||||||||||||
| 31.10.1935 | Triebfahrzeugbestand
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| 01.01.1937 | Der Lokbahnhöfe Oberrittersgrün und Kurort Oberwiesenthal werden vom Bw Zwickau (Sachs) übernommen | |||||||||||||||||||||||||
| 09.12.1938 | Mit der 64 364 (Jung 5586/1935) erhält das Bw Buchholz (Sachs) seinen ersten "Bubikopf" zugeteilt, die bereit am 21.05.1939 dem Bw Zittau weiter gereicht werde sollte |
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| 01.04.1941 | Der Personalbestand im Bw Buchholz beträgt 180 Köpfe | |||||||||||||||||||||||||
| 08.1941 | Erneut werden Einheitslokomotiven der Baureihe 64 im obererzgebirgischen Bw heimisch, die 64 194, 197 und 404 | |||||||||||||||||||||||||
| 24.02.1942 | Die 75 518 (Hartmann 3580/1912) ist die erste Lokomotive ihrer Art in den Buchholzer Bestandslisten | |||||||||||||||||||||||||
| 20.04.1945 | Schwere Schäden auf den Bahnhof Buchholz mit drei Toten und mehreren Schwerverletzten durch amerik. Luftangriffe | |||||||||||||||||||||||||
| ab 05.1945 | Abtransport von Gleisen, Werkzeugmschinen und anderen Reparationsgüter in die Sowjetunion | |||||||||||||||||||||||||
| 26.07.1945 | Triebfahrzeugbestand
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| 01.08.1945 | Mit SMAD-Befehl N° 8 wird das Bw Buchholz (Sachs) wieder an die deutschen Eisenbahn übergeben | |||||||||||||||||||||||||
| 26.05.1946 | Die Lokbahnhöfe Eppendorf, Jöhstadt, Thum und Wolkenstein werden vom Bw Chemnitz-Hilbersdorf übernommen | |||||||||||||||||||||||||
| ab 1947 | Für den Abbau von Urangestein werden die drei Zentren des Uranbergbaus um Aue, Schwarzenberg und Annaberg-Buchholz zu Sperrzonen erklärt, die nur für berechtigte Personen Zutritt erlauben. Fortan werden in den Personenzügen Passkontrollen durch die Besatzungsmacht durchgeführt. Mit dem Uranabbau steigt das Verkehrsaufkommen insbesondere im Güterverkehr sehr stark an |
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| 05.1947 | Die erste preuß. G 12 in Form der Cottbusser 58 1766 (Hanomag 9213/1920) triff in Buchholz ein, weitere werden später folgen | |||||||||||||||||||||||||
| 10.12.1948 | Offizieller Zusammenschluss von Annaberg und Buchholz (Sachs) zur neuen Stadtgemeinde Annaberg-Buchholz | |||||||||||||||||||||||||
| 01.02.1949 | Der unterstellte Lokbahnhof Thum wird nun selbständiges Bahnbetriebswerk | |||||||||||||||||||||||||
| 01.04.1949 | Abgabe des Lokbf Oberrittersgrün, Ortmannsdorf und Schönheide Mitte zum neu erhobenen Bw Kirchberg (Sachs) | |||||||||||||||||||||||||
| 28.05.1949 | Auflösung der Hilfszugstation und Verlegung des Hilfszug zum Bw Aue | |||||||||||||||||||||||||
| 31.07.1950 | Schließung des Lokbf Schlettau (Erzgeb) vom Bw Annaberg-Buchholz | |||||||||||||||||||||||||
| 05.1951 | Das Bw Buchholz (Sachs) firmiert fortan als Annaberg-Buchholz (a. Q. 01.09.1949) | |||||||||||||||||||||||||
| 31.10.1952 | Triebfahrzeugbestand
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| 01.08.1953 | Die Lokbahnhöfe Jöhstadt und Wolkenstein werden an das Bw Thum abgegeben | |||||||||||||||||||||||||
| 01.06.1959 | Abgabe des Lokbahnhof Kurort Oberwiesenthal zum Bw Thum | |||||||||||||||||||||||||
| 31.07.1959 | Triebfahrzeugbestand
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| 1960 | Vereinigung der Annaberger Bahnhöfe (inkl. Bahnhof Sehma) zum Komplexbahnhof Annaberg-Buchholz Süd – Leitung im Bahnhof Süd, Mit der Abgabe der 38 308 zum Bw Karl-Marx-Stadt endet die Ära des sächs. Rollwagen im Bw Annaberg-Buchholz |
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| 1964 | Abgabe der letzten letzten Lokomotiven der sächs. XIV HT | |||||||||||||||||||||||||
| 31.12.1966 | Triebfahrzeugbestand
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| 01.01.1967 | Das Ende der Selbständigkeit Umwandlung des Bw Annaberg-Buchholz mit der Est Oberwiesenthal zur Triebfahrzeug-Einsatzstelle (TE) des neuen Groß-Bw Aue (Sachs), Abgabe aller verbliebenen Triebfahrzeuge an das neue Mutter-Bw |
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| 1969 | Wiedereinsatz von Lokomotiven in der TE Annaberg-Buchholz, die 1970 durch Lokomotiven der Baureihe 50 abgelöst werden | |||||||||||||||||||||||||
| 01.1974 | Zwei Auer Rangierlokmotiven der Baureihe 106 (513 und 520) werden von der TE Annaberg-Buchholz aus eingesetzt | |||||||||||||||||||||||||
| 1977 | Ende der Dampflokomotiv-Ära in Annaberg-Buchholz | |||||||||||||||||||||||||
| Die Ölkriese zu Beginn der 1980er Jahre führte zu zahlreichen Abstellungen von Diesellokomotiven und eine Renaissance der Dampflokomotiven der Baureihe 5035 und 86 in der Einsatzstelle Annaberg-Buchholz |
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| 23.05.1982 | Die einen Status als historisches Triebfahrzeug der DR besitzende 86 001 kommt von der TE Annaberg-Buchholz als Erste auf der Stichstrecke Schlettau – Crottendorf zum Einsatz, ihr werden später die 86 333 und 501 folgen |
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| 26.05.1988 | Letzter planmäßiger Einsatz der 86 001 von der Eisatzstelle aus | |||||||||||||||||||||||||
| 01.01.1994 | Mit der Auflösung des Bw Aue (Sachs) endet auch die Geschichte der Einsatzstelle Annaberg-Buchholz | |||||||||||||||||||||||||
| Die nicht mehr genutzeten Gleise sind nun der Natur überlassen und die Gebäude verfallen zusehends | ||||||||||||||||||||||||||
| 2001 | Beginn des Abriss der Güterabfertigung und der Gleisanlagen in Annaberg Unterer Bahnhof und Demontage aller Gleise bis auf Gleis 23-26 in Annaberg-Buchholz Süd |
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| 2009 | Abriss der Lokleitung | |||||||||||||||||||||||||
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| Bu | bahnamtliches Bezeichnungskürzel 1925 | |||||||||||||||||||||||||
| Bz | bahnamtliches Bezeichnungskürzel 1932 | |||||||||||||||||||||||||
| Bu | bahnamtliches Bezeichnungskürzel 1939 | |||||||||||||||||||||||||
| Bw Bu | bahnamtliches Bezeichnungskürzel 1941 | |||||||||||||||||||||||||
| Abo | bahnamtliches Bezeichnungskürzel 1949 | |||||||||||||||||||||||||
Bu |
bahnamtliches Bezeichnungskürzel in der RBD Zwickau vom 22.05.1945 |
| Bahnbetriebswerke | RBD Zwickau | Rbd Dresden | Quellenangaben |