Bahnbetriebswerk Frankfurt (Main) 1
Zeittafel:  Bauliche Anlagen – Bezeichnungen – Beheimatungen

26.09.1839   Inbetriebnahme eine Remise für Lokomotiven und Wagen an der Gallusanlage am westlichen Stadtrand von Frankfurt am Main im Zuge
der Eröffnung des ersten Teilabschnitt Frankfurt Taunusbahnhof – Höchst am Main der Taunusbahn
15.11.1846   Inbetriebnahme einer Remise für Lokomotiven und Wagen in unmittelbarer Nähe südlich zum Taunusbahnhof im Zuge der Eröffnung der
Main-Neckar-Bahn von Frankfurt Mainspitze nach Heidelberg am 27.07.1846
10.03.1850   Inbetriebnahme einer Remise für Lokomotiven und Wagen nördlich der Taunus-Bahn-Anlagen im Zuge der Eröffnung des Teilabschnitt
Frankfurt Main-Weser-Bahnhof – Friedberg der Main-Weser-Bahn
01.08.1868   Verstaatlichung der Main-Weser-Eisenbahn-Gesellschaft mit Übergang in den Besitz des preuß. Staates
10.12.1871  

Auf grund der steigenden unzulänglichkeit der drei nebeneinanderliegenden "Westbahnhöfe" und deren Betriebsanlagen, werden durch
das Berliner Handelsministerium Grundstücke gekauft zum Bau eines neuen gemeinsam zu betreibenen Kopfbahnhof mit folgenden Anlagen:

  • Locomotivschuppen für 62 Stände mit Kohlenhof – späteres Bw Ffm 1,
  • Güterwagen-Hebevorrichtung mit Ferntriebanlage,
  • Ringlocomotivschuppen mit 14 Ständen auf dem Verschubbahnhof – späteres Bw Ffm 2,
  • Locomotivschuppen der Hessischen Ludwigsbahn – späteres Bw Ffm 3,
  • Werkstätte für Locomotiv- und Personenwagenausbesserung – Vorläufer des Aw Nied,
  • Werkstätte für die Güterwagenausbesserung an der Idsteiner Straße – späteres Raw Frankfurt
     
03.05.1872   Verstaatlichung der Taunus Eisenbahn-Gesellschaft mit Übergang in den Besitz des preuß. Staates
18.08.1888   Eröffnung des neuen anfangs 18-gleisigen Frankfurter Centralbahnhof
     
10.09.1889   Die Geburtsstunde
Inbetriebnahme des neuen "Werkstätten-Bahnhof" mit Hauptwerkstätte und Betriebswerkmeisterei an der Camberger Straße für die
Wartung der im Fernverkehr eingesetzten Dampflokomotiven und Reisezugwagen, bestehend aus einem rechteckigen, fernrohrartigen
Lokomotivschuppen für insg. 62 Stände (im östlichen Schuppen 18 Stände für die Lokomotiven der Main-Neckar-Bahn, im mittleren
Schuppen 24 Stände und im westlichen Schuppenteil 20 Stände für die Preuß. Staatsbahn), zwei ø 12,5 m Dampf-Schiebebühnen
und Kohlenhof mit sechs Einfahr- und vier seitlichen Zufahrtsgleisen, sowie ein westl. Ausfahrgleis zur dahinterliegende Hauptwerkstätte
1902   Erstmalige Beheimatung von Lokomotiven der Gattung P 7
1905   Erweiterung des Betriebsmagazin am nördlichen Rand des Bw Ffm 1
1906   Verlängerung der westlichen Schiebebühne auf 17,7 m mit elektrischen Antrieb, Ausbau der östlichen Schiebebühne zugunsten
neuer Lokomotivstände und Einbau einer ø 20 m Drehscheibe mit elektrischen Antrieb
ab 1908   Die ersten preuß. P 8 ziehen mit 2401-2409 Frankfurt in die Betriebswerkmeisterei ein und verdrängen zunehmend die der Gattung P 7,
Beheimatung auch von Güterzuglokomotiven der Gattung G54 (spätere Baureihe 54)
1909   Mit zunehmender Überlastung der Hauptwerkstätte Frankfurt beginnen Planungen für die Errichtung einer neuen Hauptwerkstätte mit
Arbeiterwohnviertel zum benachbarten Nied (Inbetriebnahme 07.01.1918) und Abbruch der alten Anlagen zugunsten einer Verlegung
der Betriebswerkmeisterei westwärts – Planungen sehen vor, zwei im Viertelbogen zu bauende Ringlokschuppen mit geradem Mittelteil
und insgesamt 78 Lokomotivständen und vier ø 23-m Drehscheiben – der Beginn des I. Weltkrieges verhinderte das Vorhaben
20.01.1910   Mit der "Frankfurt 7714" (Borsig 7502/1910, spätere 74 746) wird die erste preuß. T 12 beheimatet
09.09.1912   Ministerialerlaß VI D 13 873 zur Verlegung der zu klein gewordenen Betriebswerkstätte westwärts mit zwei Ringlokschuppen für 78 Stände
(erweiterbar auf 88) und vier ø 23 m Drehscheiben – der Ausbruch des ersten Weltkrieges werden diese Planungen zunichte machen
ab 08.1914   Die nun leerstehenden Halle der alten Hauptwerkstätte dient fortan als Lagerort für Beutegut,
Zu den Arbeiten der Betriebswerkstätte gehören fortan auch militärische Aufgaben:
Schleifung der Seitengewehre, Herstellung von Granathülsen im zwei-Schichtbetrieb
1906   Verlängerung der 12,5 m Schiebebühne auf 14,3 m für die Aufnahme von 2/4 gekuppelten Schnellzuglokomotiven mit 16,59 m Länge
16.02.1916   Mit der "Frankfurt 8411" (späterer 78 044) erhält die Bwst Ffm 1 die erste Tenderlokomotive der preuß. Gattung T 18 – weitere folgen
1917   Mit Verlegung der Hauptwerkstätte Frankfurt nach Nied Nutzung der nun leerstehenden Hallen zunächst als Sammellager für "Beutegut",
wie Spinnerei- und Drehmaschinen etc. aus Belgien, Frankreich und Niederlande
1919   Gründung der "Maschinenaufnahmegruppe des Feldeisenbahnchefs" zur Herrichtung der erbeuteten Maschinen
Mitte 1921   Nutzung der Hallen der alten Hauptwerkstatt zur Erweiterung der Betriebswerkmeisterei Ffm 1 nach Rückgabe des Beutegutes
     
20.03.1922   Mit ministerieller Verfügung werden anstelle der Bezeichnungen Betriebswerkmeisterei (Bwm) und Wagenwerkmeisterei (Wwm)
die Bezeichnungen Bahnbetriebswerk (Bw) bzw. Bahnbetriebswagenwerk (Bww) eingeführt,
Firmierung fortan als Bahnbetriebswerk 1 Frankfurt (Main)
07.1922   Mit der fabrikneuen 39 004 (Borsig 11002/1922) beheimatet das Bw Ffm 1 die erste preuß. P 10
20.02.1923   Beheimatung der fabrikneuen "sächsischen" 19 020 und 021 – zum 24.03.1923 folgen die ebenfalls fabrikneuen 19 022 und 023
02.1924   Mit 39 084-090 und 095 werrden die ersten Lokomotiven der Gattung P 10 beheimatet
     
31.10.1925   Triebfahrzeugbestand
 
19   020-023
38   1182, 1381-1383, 1630, 1631, 1669, 1670, 1793, 1795-1798,
1808, 1968-1970, 2545, 2546, 2655, 2656, 3025, 3026, 3364,
3435, 3436, 3440, 3586-3590, 3620-3622 und 3636-3641
78   117
89   7066, 7144 und 7164
91   692, 851, 1641 und 1642
93   508-510, 519, 520, 730, 731, 776, 781-783, 867,
868-870, 1186-1193, 1246, 1251 und 1252
     
1925   Abgabe der 19 020-023
03.02.1926   Beheimatung der ersten Tenderlokomotive der Gattung T 14 – 93 1192 (Hagans 1142/1923)
10.1927   Mit VT 801 (spätere VT 70 900) und VT 802 (VT 70 901) zieht die Dieseltraktion in die Bestandslisten ein
07.01.1931   Mit der fabrikneuen 01 092 (Krupp 1172/1930) taucht die erste Einheits-Schnellzuglokomotiven in den Bestandslisten auf,
bis März folgen die 01 091 und 093-096
28.10.1932   Beheimatung des vierachsigen VT 872 (späterer VT 92 501) mit Steuerwagen – dem ersten Wendezug in Deutschland
06.07.1935   Anlieferung des VT 137 087 (späterer VT 33 209) und VT 137 094 (späterer VT 33 213)
14.07.1935   Beheimatung der ersten Tenderlokomotive der Baureihe 64 – die fabrikneue 64 364 (Jung 5586/1935)
     
05.08.1935   Triebfahrzeugbestand
 
01   039, 091-096, 102 und 103
38   1704, 1706, 1795, 1796, 1798, 1808, 1866, 1969, 2258, 2545, 2656, 2803,
3027, 3364, 3436, 3588, 3592, 3622, 3634, 3636, 3638-3640 und 3641
39   033, 035-037, 084, 088-090, 217-221 und 222
64   364 und 365
74   540, 683, 927, 945, 951 und 959
78   083 und 357
91   1642
93   508, 867, 868, 870, 1192 und 1193
VT   872, 873 und 874
VT 137   087 und 094
     
22.02.1936   Mit der fabrikneuen 03 217 (BMAG 10447/1936) beheimatet das Bw Ffm 1 die erste Schnellzuglokomotive dieser Gattung
17.03.1940   Beheimatung der Stromlinienlokomotive 61 001 (Krupp 2000/1939) – ihr folgt am 07.06.1940 die 06 002 (Krupp 2001/1939)
08.01.1942   Mit der fabrikneuen 50 1544 (Henschel 26354/1941) beheimatet das Bw Ffm 1 die erste Güterzuglokomotive dieser Gattung
12.1943   Beheimatung der Güterzuglokomotiven 44 910-912
1943/1944   Schwere Beschädigungen der Bw-Anlagen durch alliierte Luftangriffe – Auslagerung des größten Teil des Werkstättenmaterials
zu einem "Not-Bw" im Neu Isenburger Wald, verstärkte Nutzung der Anlagen der Lokbahnhöfe zur Lokabstellung und -behandlung
03./04.1944   Verlegung mehrer Lokomotiven der Baureihen 01, 06 und 39 zur "Ausweichstelle" Bw Hanau
     
25.04.1944   Triebfahrzeugbestand
 
01   039, 071, 072, 074, 075, 091-096, 102, 103, 109, 148 und 149
38   1706, 3027, 3435, 3440, 3622, 3634, 3636-3641 und 3717
39   220
44   910-912
50   1542, 1544, 3065-3067 und 3068
64   293, 365 und 367
74   540, 683, 693, 945, 946, 951 und 959
89   7183 und 7271
93   519, 730, 731, 733, 776, 781-783, 825, 868, 873, 997, 11869,
1188-1193, 1233, 1236, 1237, 1240, 1246,1251 und 1255
VT 137   075-079
    Leihlokomotiven
39.05 (CFL), 230C 28, 58 und 74 (SNCF)
     
Herbst 1944   Beheimatung der Güterzuglokomotiven 42 2471-2480
29.03.1945   Besetzung der Bw-Anlagen und Übernahme der Betriebsfürhrung durch die US-Armee
ab 05.1945   Vorhaltung von 5-8 Lokomotiven zum Vorheizen der im Bw beschlagnahmten und abgestellten amerik. Militärzüge,
sowie zwei Lokomotiven der Baureihe 01 und zwei Personale für die "Generalbereitschaft" für die US-Army
10.1945   Entlassung aller Mitarbeiter mit NSDAP-Mitgliedschaft
ab 05. 1947   Prov. Wiedereinrichtung der Tw-Halle mit Gleisen, Maschinen, Werkzeuge etc. und Beginn von regelmäßigen Unterhaltungsarbeiten,
Unterstellung dem Bw Ffm 1 und Firmierung als Bw Frankfurt (Main) 1, Abteilung Griesheim
15.06.1947   Mit der Hmb.-Harburger V 36 113 zieht die erste der ehemaligen Wehrmachtsdiesellokomotiven in die Bestandslisten ein
11.1947   Beheimatung der ersten deutschen Großdiesellokomotive V 140 001 nach Aufarbeitung bei Krauss-Maffei in München
ab 1948   Einsatz erster Wendezüge mit entsprechend ausgerüsteten Lokomotiven der Baureihen 38, 78 und V 36
01.09.1949   Verlagerung der gesamten VT-Unterhaltung des Bw Ffm 1 nach vollständiger Wiederherstellung der Triebwagenhalle in Griesheim
     
01.07.1950   Triebfahrzeugbestand
 
01   076, 078, 079, 082, 091-097, 101, 109, 147-151, 168, 169 und 171
06   001 (z)
38   1654, 1706, 1726, 1901, 2189, 2305, 25,78, 2602, 2786,
3027, 3168, 2551, 3564, 3624, 3637, 3638 und 3640
74   405, 529, 540, 650, 680, 683, 697, 907, 927, 945, 951, 959, 975 und 977
75   651 (z)
89   7183 und 7417
93   781, 782, 784, 868, 873, 1186, 1189-1193, 1195, 1222, 1233, 1236, 1237, 1240, 1246, 1248 und 1251
V 36   105, 106, 109, 118, 209, 210,212, 217, 220, 227, 230, 251, 254, 260-262, 301 und 401-407
V140   001
VT 04   102, 106 und 107 (alle US-Army)
VT 06   103, 106-108 und 110 (alle US-Army)
VT 20   500 und 501
VT 30   001
VT 32   015
VT 36   501, 503, 505, 507, 514, 515, 517 und 519
VT 39   000
VT 46   500 und 501 (z)
VT 51   000, 001, 101, 102 und 104
VT 60   503, 509-511, 513, 517-519 und 524
VT 70   948
Kb   4950
  4248, 4656, 4707, 4811, 4952 und 6026
     
01.01.1951   Abtrennung der VT-Gruppe in Griesheim durch Erhebung zum selbständigen Bw Frankfurt (Main)-Griesheim und
buchmäßige Abgabe aller dort bereits gewarteten Dieseltriebfahrzeuge
17.05.1953   Auflösung der Lokbahnhöfe Bad Homburg und Kronberg, sowie Wechsel des Lokbf Usingen zum Bw Wetzlar
1956   Beginn der Umbauarbeiten für die Elektrifizierung des Bw Ffm 1
05./06.1956   Übernahme der 39 057, 073, 075, 102, 103, 109, 162 und 209 vom Bw Frankfurt (M) 3
07.1956   Inbetriebnahme des Rangierstellwerk " Nw" im Bereich des Bw Ffm 1
     

03.11.1956

  Triebfahrzeugbestand
 
01   078, 094, 099, 101, 115, 147-150, 168, 169 und 171
38   1706, 1726, 1749, 1866, 2305, 2624, 2982, 2985, 3108, 3440, 3559,
3585, 3586, 3624, 3625, 3638, 3640, 3696, 3711 und 3717
39   057, 073, 075, 102, 103, 109, 162 und 209
74   596, 650, 680, 697, 907, 945, 951 und 959
93   781, 873, 1076, 1190, 1190-1193, 1195, 1233, 1237, 1240, 1246, 1248 und 1251
     
08.11.1957   Die Fahrleitung kommt ...
Mit der ehem. Offenburger E 10 133 erhält die Elektro-Traktion Einzug in den Frankfurter Bestand,
Inbetriebnahme des Zentralstellwerk "Fpf"
21.11.1957   Beheimatung der ersten E 40 – E 40 032 (Henschel 29138/AEG 7454)
01.12.1957   Mit Abgabe der 74 650 zum Bw Frankfurt (M) 2 verlässt die letzte T 11 das Bw Ffm 1
15.12.1957   Abgabe von elf 935 an das Bw Frankfurt (M) 3
11.03.1958   Mit Übernahme der fabrikneuen E 41 045 wird die erste Lokomotive dieser Baureihe in den Bestand übernommen
01.05.1958   Angliederung des Bw Ffm 3 an das Bw Frankfurt (Main) 1 – Firmierung fortan als Bw Frankfurt (Main) 1 Nord
     
    Übernahme des Triebfahrzeugbestand vom Bw Frankfurt (Main) 3
 
38   1616, 2131, 2230, 2578, 2624, 2746, 2786, 2985, 2994,
3027, 3441, 3551, 3559, 3637, 3640, 3708 und 3717
66   002
78   047, 050, 055, 084, 089, 118, 186, 226, 321,
409, 410, 432, 433, 434, 452 und 453
     
30.10.1959   Mit Abgabe 01 168 und 169 verlssen die letzten Schnellzuglokomotiven dieser Baureihe das Bw nach über 30 Jahren
     
29.05.1960   Abschied von der Dampf-Traktion
Abgabe des 38er-Bestandes an das Bw Darmstadt, Limburg (Lahn) und Wiesbaden, der 66 001 und 002 an das Bw Gießen,
sowie aller verbliebenen 74er an das Bw Friedberg (Hess)
29.10.1963   Mit Abgabe der E 40 028 an das Bw Mainz-Bischofsheim verlässt die letzten Lokomotive dieser Baureihe das Bw
28.05.1967   Beheimatung der ersten Altbau-Elektrolokomotiven – E 32 18, 25, 34, 101 und 102 sowie E 52 13, 16, 20 und 24
24.09.1967   Übernahme des Bw Griesheim als Außenstelle des Bw Frankfurt (Main) 1 – Übernahme aller Triebfahrzeuge buchmäßig –
Einsätze und Unterhaltung bleiben zunächst unberührt
1967/1968   Rückbau der Bekohlungsanlagen, Drehscheiben, Hochbesandungsanlage, Kohlebunker und Wasserkräne sowie
Abbruch der Triebwagenhalle der ehem. Hauptwerkstätte Frankfurt (Main),
Ausbau aller drei Drehscheiben, Verfüllung der Schlackenkanäle, Abbau des Hallenkrans im westl Schuppen etc.,
Einrichtung eines Ersatzteillagers in der alten Dreherei und Umrüstung der Schiebebühne auf Schleppkabel infolge
der Elektrifizierung der Lokhallen, Einbau von Heizlüftern in der Achssenke etc.
26.02.1968   Beheimatung der Rheingold-Lokomotiven 112 485-504 – ihnen folgen die ehem. Heidelberger 112 265-270 und 308-312,
Abgabe aller 212er an die Bw Gießen und Hanau
07.04.1968   Übernahme der Außenstelle Offenbach (Main) mit sieben Ragierlokomotiven der Baureihe 260 und 46 Mitarbeiter
29.01.1969   Offizieller Spatenstich für die erste Ausbaustufe der zukünftigen S-Bahn Frankfurt (Main)
01.02.1969  

Einrichtung eines S-Bahnbauhof auf dem Gelände des Betriebsteil Nord und anschließenden Abbruch der Anlagen
zugunsten neuer Triebwagen-Abstellanlagen für die zukünftige S-Bahn,
Abbruch der verbliebenen westlichen Anbauten,
Errichtung eines neuen Verwaltungsgebäude, Modernisierung der Lokhallen und Werkstätten, Umbau der Gleisanlagen

1970   Inbetriebnahme einer Tankanlage westlich der Lokhallen
19.09.1970  

Mit 103 111 (Henschel 31429/1970) erhält das Bw Ffm 1 die erste Schnellzuglokomotive dieser "edlen Renner"

1971   Inbetriebnahme einer Loknummern-Meldeanlage, einer Elektolokomotiv-Waschanlage, neuen Hebeböcke,
neue Hallentore und einer Abwasserbehandlungsanlage, neue breite Untersuchungsgruben neben der Schreinerei
05.03.1971   Erstmalige Beheimatung eines TVT in Form des fabrikneuen 701 142 (WMD 1556/1971)
ab 05.1972   Abgabe aller 112er an das Bw Dortmund Bbf
1973   Neubau der innenliegende Schiebebühne
30.06.1975   Erstbeheimatung von Triebwagen der Baureihe 420/421 im Bw Ffm 1 mit 420/421 156-159
25.08.1975   Erster planmäßiger Einsatz der Baureihe 420/421 auf der Strecke nach Niedernhausen
     
01.01.1976   Triebfahrzeugbestand
 
103   101-172 und 176
110   101-116, 156-175, 210-216, 273-275, 279, 282, 351, 364 und 375
141   039-041, 043, 044, 046-049, 064-068, 181-201, 213, 214, 225,
227-234, 279, 288-290, 294, 367, 373, 374, 388 und 389
236   113, 124, 405, 406, 408, 409, 415-417 und 418
260   027, 029, 030, 032-035, 256-264, 419-421, 532, 547-552 und 943
261   036
290   046-048, 053, 084-086, 088, 234 und 235
322   124, 129, 169 und 632
323   010, 059, 077, 427, 438, 476, 486, 493, 497, 531, 562,
599, 603, 650, 691, 817, 818, 844, 845, 877 und 878
332   167, 168 und 277
333   075, 076, 129, 181 und 182
420   134, 154-165, 192 und 193
701   015, 102 und 142
     
06.02.1977   Inbetriebnahme des Stellwerk "Fauf", das auch die Abstellanlage steuert
1977/1978   Errichtung der Abstellanlagen für die Triebwagen der Baureihe 420/421 auf dem Gelände des ehem. Bw Frankfurt (M) 3
11.03.1978   Inbetriebnahme der Arbeitsbühnen für die Innenreinigung der S-Bahntriebwagen
09.1978   Inbetriebnahme eines Mitarbeiter-Verbindungssteg zwischen der Abstellanlage mit dem Verwaltungsgebäude des Bw Ffm 1
1978/1979   Aufstockung des Sozialgebäude, Renovierung der E-Lokhalle und Einbau von Hubgelenktore
1979   Umbau der Lokleitung
     
14.07.1980   Das Ende der Dieseltraktion
Abgabe des gesamten buchmäßig in Bw Ffm 1 stationierten und in Griesheim instandgehaltene
Diesellokomotivbestandes an das Bw Frankfurt (M) 2   [a. Q. 12.06.1980]
01.01.1982   Umbenennung des Bahnbetriebswerk Frankfurt (M) 1 in "Betriebswerk Frankfurt am Main 1"
01.10.1982   Umbernahme des Bw Friedberg (Hess) mit den Stützpunkten Nidda und Stockheim (Oberhess) als Außenstelle
und dessen gesamten Lokomotivbestandes in Form von Köf, Skl und Reisezugwagen
ab 1983   Konzentration des gesamten Elektrolokomotivbestandes der BD Frankfurt auf das Bw Ffm 1,
Übernahme des 140er-Bestandes vom Bw Mainz-Bischofsheim und der 141er des Bw Mainz
29.05.1983   Aufgabe der Reisezugwagenunterhaltung in der Außenstelle Frierdberg (Hess),
Übernahme der 47 Lokomotiven der Baureihe 140 vom Bw Mainz-Bischofsheim und der Werkstattarbeiter
28.11.1983   Stilllegung und Rückbau der Tankanlage
31.12.1983   Umwandlung der Außenstelle Frierdberg (Hess) zum Stützpunkt des Bw Ffm 1 mit Aufgabe der Kleinlok- und Skl-Unterhaltung
bis 03.1984   Abbruch des südlichen Ringlokschuppen im Stp Friedberg (Hess)
01.1985   Abbruch des nördlichen Ringlokschuppen im Stp Friedberg (Hess)
02.06.1985   Übernahme der letzten verbliebenen 18 Lokomotiven der Baureihe 141 vom Bw Mainz samt Werkstättenpersonal
01.06.1986   Beheimatung des Ur-ICE mit den Triebköpfen 410 001 und 002, sowie den Mittelwagen 810 001-003 –
die Instandhaltung findet fortan in der Ast Frankfurt (Main)-Griesheim statt
03.07.1987   Beheimatung des ältesten betriebsfähigen Elektrotriebwagen der DB, dem 465 005 des Verkehrsmuseum Nürnberg
29.05.1988   Abgabe von 23 Lokomotiven der Baureihe 140 an das Bw Mannheim,
Beheimatung der ersten 14 Lokomotiven der Baureihe 111 – 111 095-108 und 110 – vom Bw München 1
01.10.1986   Abgabe des Stützpunkt (Stp) Nidda zum Bw Gießen und Übernahme des Stp Niedernhausen vom Bw Mainz-Bischofgsheim
infolge der Auflösung der Maschinenämter und anschließender Neubildung von Regionalabteilungen mit neuen Grenzen
01.07.1988   Abgabe der Innenreinigung der ET 420/421 an das Bw Frankfurt (M) 4 und einhergehender Teilprivatisierung,
Abgabe der Tankanlagen in Friedberg (Hess) und Stockheim (Oberhess) an das Bw Frankfurt (M) 4
10.09.1989   Tag der offenen Tür zum Jubiläum "100 Jahre Betriebswerk Frankfurt am Main 1"
     
01.07.1991   Triebfahrzeugbestand
 
103   101-105, 107-124, 126-167, 170-172, 176, 188 und 208
110   101-103, 105-116, 168, 210-215, 271, 288, 289,
332-343, 345-351 und 386-392
111   049, 088-108 und 110
140   232-241, 253, 254, 299-305, 308, 431, 585-587 und 749-751
141   001, 044, 045, 047-049, 064-070, 082, 085, 086, 089, 091, 093, 095,
097-103, 105-109, 130, 137, 139, 142, 144, 145, 147, 149-151,156,
158, 162, 164, 167, 179, 184-187, 189-193, 195, 196, 198-200, 205,
214,225-234, 262, 265, 354, 355, 368, 385-387, 399, 401 und 404-406
410   001 und 002
420   156, 191-193, 198-209, 211-288, 291, 292 und 294-301,
656, 691-693, 698-709, 711-788, 791, 792 und 794-801
421   156, 191-193, 198-209, 211-288, 291, 292 und 294-301
810   001-003
     
     
   
     
     
01.01.1994  

Änderungen der Strukturen mit Zusammenschluss von Deutsche Bundesbahn und Deutsche Reichsbahn zur Deutschen Bahn AG

  • Aus der B-Gruppe (Lokomotivbetriebsdienst) einschließlich der Stützpunkte (Stp) Bad Homburg, Friedberg und Niedernhausen,
    sowie der Meldestellen (Mst) Frankfurt Hauptbahnhof und Frankfurt Süd wird der Betriebshof (Bh) Frankfurt (Main) gebildet –
    die Meldestelle (Mst) Stockheim (Oberhess) wechselt zum Bw Gießen,
  • Die C-Gruppe (Ellok-Instandhaltung) bilden zusammen mit der C- und der D-Gruppe des ehem. Bw Frankfurt (M) 2 das Werk
    Frankfurt am Main Hauptbahnhof,
  • Die Ce-Gruppe (ET-Instandhaltung) in Griesheim bildet zusammen mit dem Bw Frankfurt (M) 4 das Werk Frankfurt (M)-Griesheim,
    welches weiterhin eine eigene Lokleitung besitzt,
    Unterhaltung aller beim Bh Frankfurt (M) 1 beheimateten Triebwagen der Baureihe 420/421 werden in Griesheim instandgehalten
     
     
01.01.1995   Triebfahrzeugbestand
 
103   101-105, 107-124, 126-133 und 135-172
110   101-103, 105-116, 154, 164, 165, 168, 210-212, 214, 215, 271, 288, 289,
297, 332-349, 351, 387-389, 391, 392 und 501
111   057, 058, 060, 083-108 und 110
140   070, 071, 232-236, 238241, 243, 244, 253, 254, 295, 297, 299, 300,303,
304, 305, 308, 430-432, 546, 585-587, 602-607, 621-623, 625-627,629,
665, 667, 749, 757, 759-763, 765, 770, 781, 786-791, 795-799, 812-814,
875-878 und 879
141   001, 044, 048, 049, 064-069, 082, 085, 086, 089, 091, 093, 097, 100-103,
106, 107, 130, 137, 142, 144, 147, 149, 151, 153, 158, 162, 164, 174,
178, 185, 186, 189, 190, 192, 198, 200, 205, 214, 226-234, 240-242, 244,
247, 251, 252, 259, 260, 262, 265, 276-278, 280, 291, 293, 308, 311-314,
316, 317, 319, 355, 368 und 385
410   001 und 002
810   001-003
     
05.1998   Erstmalige Beheimatung von DR-Lokomotiven der Baureihe 143
01.10.2004   Übernahme des gesamten Bestandes der Zweisystemlokomotiven der Baureihe 181 vom Bh Saarbrücken
02.03.2006   Verlegung der Triebfahrzeugbeheimatung der Frankfurter Triebwagen der Baureihe 420/421 vom Bh Frankfurt (M) 1
und der Unterhaltung dieser beim Bh Frankfurt (M)-Griesheim zum ausgebauten ehem. Postbahnhof, der fortan als
Bh Frankfurt (Main) Hbf bezeichneten Dienststelle
     
01.01.2008   Triebfahrzeugbestand
 
103   101*, 132*, 167*, 184, 220*, 222, 226*, 235 und 245
110   401, 402, 404- 406, 409-411, 427-432, 434-438, 440, 441, 443, 444 und 456
111   059, 063, 070, 086, 093-105, 108, 110 und 188-198
141   400-402 und 439
143   019, 021, 027, 029, 035, 046, 064, 076, 097, 104, 107, 125, 132, 133, 135,
138, 141, 158, 166, 170, 181, 189, 197, 198, 227, 228, 231, 238, 242, 248,
267, 269, 270, 279, 313, 320, 321, 328, 346, 356, 369, 561, 580, 644, 646,
648, 649, 653, 657, 803, 811, 819, 862, 878, 897, 923, 968 und 971
146   117-122
181   201, 203-216 und 218-225
     
*   z-gestellt
     
     
20.11.2008   Das Ende einer über 119-jährigen Bw-Geschichte
Schließung des Betriebshof und Werk Frankfurt (Main)
    In den leerstehenden Hallen des ehem. Bw Ffm 1 stehen die einem Privatmann gehörende 141 068,
ein Akkuschleppfahrzeug (ASF) und der alte Wasserwagen für die Branschutzbekämpfung
2018   Mit 425 028ff beheimatet der Betriebshof buchmaßig erstmals einen Regio-Triebwagen dieser Baureihe
     
Ende 2024   Beginn der Abbrucharbeiten der gesamten alten Bw-Anlage für die Baustellenlogistik zum geplanten Fernbahntunnelbau
     
   
   
     
Ffm 1   bahnamtliches Bezeichnungskürzel 1925
Bw 1 Ffm   bahnamtliches Bezeichnungskürzel 1932 / 1939 / 1941
FF 1   letztes bahnamtliches Bezeichnungskürzel



Bahnbetriebswerke BD Frankfurt (Main)     Quellenangaben