Bahnbetriebswerk Frankfurt (Main)-Griesheim
Zeittafel: Bauliche Anlagen Bezeichnungen Beheimatungen

1936

  Baubeginn einer 156 m langen und 36,5 m breiten, sechsgleisigen Rechteckhalle für Verbrennungstriebwagen im Frankfurter Stadteil Griesheim
1939   Fertigstellung der neuen Triebwagenhalle mit Kesselhaus und Nebengebäuden, jedoch mit Kriegsbeginn im September und der
Einstellung des dieselbetriebenen Schienenverkehr errfolgt keine Inbetriebnahme
1941   Nach Ausbau der Hallengleise, Maschinen, Werkzeuge etc. und anschließend Abtransport in Richtung Smolensk (UdSSR),
Umzäunung des Geländes und anschließende Nutzung der Halle für kriegsgefangene Franzosen und Sowjetarmisten
Ende 1943   Alliierte Bombentreffef verursachen nur gerige Schäden auf dem Gelände und am östlichen Hallenteil
05.1945   Nach Kriegsende Beschlagnahmung der durch Plünderungen verwüstete Anlagen durch die amerik. Besatzungsmacht
ab 05. 1947   Provisorische Wiedereinrichtung der Tw-Halle mit Gleisen, Maschinen, Werkzeuge etc. und Beginn von regelmäßigen
Unterhaltungsarbeiten, Unterstellung dem Bw Ffm 1 und Firmierung als Bw Frankfurt (Main) 1, Abteilung Griesheim
     
1948   Einsatzbestand
V 140   001
V 36   210
VT 04   102a und 106a
VT 06   107a und 109a
VT 33   106 und 224
VT 36   501, 503, 505, 507, 514a, 515, 517a und 519a
VT 39   000a
VT 46   500 und 501b
VT 51   102 und 104
VT 60   506b, 508b, 509, 511a, 513a, 517, 518 und 519
VT 70   937a und 948b
VS 145   048a, 063, 157, 182, 214, 228, 247, 249 und 348
     
a   zur Verfügung der amerikanischen Besatzungsmacht
b   zur Verfügung der britischen. Besatzungsmacht
     
    Triebfahrwagen die entweder schadhaft oder mit ungewisser Beheimatung abgestellt sind
VT 30   001c
VT 32   007c, 015c und 016c
VT 51   000c und 001c
VT 60   503c, 504, 507c und 510
VT 90   501c
VS 145   021, 046 und 115
     
c   beschädigt
     
16.05.1949   Abgabe der VT 36 501, 503, 505, 507, 511, 515 sowie VS 145 162, 175 und 192 zum Bw Köln Bbf
01.09.1949   Vollständige Wiederherstellung der Triebwagenhalle und Anlagen, wie lange Wartungsstände, Drehgestellsenken und Krananlagen,
sowie Übernahme der gesamten VT-Gruppe der bis dahin im westlichen Schuppen des Bw Ffm 1 stattfindenen VT-Unterhaltung,
Unterhaltung der gesamten Diesel-Tfz, wie die V 36, Kleinlokomotiven und des Prototypen V 140 001 sowie die VT
14.03.1950   Abgabe der VT 36 518 und VS 145 157 in den britisch besetzten Teil Deutschlands zum Bw Köln Bbf
21.03.1950   Die erste Nachbau-V 36 in Form der fabrikneuen V 36 401 erhält Einzug in das Bw Ffm-Griesheim –
bis 12.10.1950 ist mit V36 416 die komplette Nachbauserie für den Wendzugbtrieb hier beheimatet
05.05.1950   MIt VT 06 110 steht der erste bei der WMD aufgearbeitete Schnelltriebwagen für den öffentlichen Verkehr zur Verfügung –
es folgen wenig später VT 06 103 (am 14.05.) und 104 (am 29.06.)
     
01.01.1951   Erhebung zum selbständigen Bw Frankfurt (Main)-Griesheim
buchmäßige Übernahme der hier bereits gewarteten Dieseltriebfahrzeuge
     
01.01.1951   Triebfahrzeugbestand
V 36   210 und 401-416
V 140   001
VT 04   102, 106 und 107 (amerik. Lazarett-VT)
VT 06   106 und 107 (amerik. Salon-VT)
VT 20   500 und 501
VT 30   001
VT 36   514, 517 und 519 (amerik. Salon-VT)
VT 39   001
VT 46   500
VT 51   101
VT 60   509-511, 513, 517-520 und 524
VT 70   945
VB 145   048 (mit VT 36 519 eingesetzt)
VS 145   082 (mit VT 30 001 eingesetzt), 198 (mit VT 46 500 eingesetzt),
158, 251, 390 (mit VT 60.5 eingesetzt),
021, 058, 061, 161, 171, 174, 182, 183, 228, 246, 252, 261,
263, 265, 348, 349, 354 und 367 (für den Wendezugbetrieb)
     
23.09.1951   Das Bw Griesheim wird "Versuchsanstalt"
Beheimatung der im Aw Nürnberg auf hydraulischen Antrieb umgebauten dreiteiligen SVT der Bauart Berlin zu den fortan als
VT 07 501 bezeichneten ehem. VT 08 000 als Erprobungsträger für die zukünftigen neuen Triebwagen der Baureihe VT 085,
am folgt 04.11.1951 folgt VT 07 502 (ehem. VT 08 001 vom Bww Dortmund Bbf
01.1952   Übernahme der erst kurz zuvor ausgelieferten Schienenbusse VT 95 9113 und 9115 vom Bw Darmstadt zu Erprobungszwecken,
es folgen noch die VT 95 9114, 9116 und 9117
08.02.1952   Beheimatung der fabrikneuen V 80 001 – ihr folgen noch später die V 80 002, 004, 005, 007, 008 und 010
ab 04.1952   Beheimatung der ersten "Eierköpfe" in Form der fabrikneuen VT 085 – im darauffolgen Monat die VT 08 502-505,
Abgabe der Versuchsträger VT 07 501 und 502 zum Bww Dortmund Bbf
09.09.1952   Wechsel aller Schienenbusse zum Bw Darmstadt
12.1952   Abstellung des Versuchsträger V 140 001 im Aw Nürnberg, z-Stellung am 12.02.1953, Ausmusterung am 13.10.1953 und
anschließend dem Deutschen Museum in München übergeben
1953   Abgabe aller Triebwagen der Baureihe VT 60 zum Bw Darmstadt
23.06.1953   Beheimatung des Tagesgliederzug VT 10 501 als Erprobungsträger – Abnahme erst 01.07.1954
23.02.1954   MIt der V 200 005 taucht die erste Vorserien-Großdiesellokomotive ihrer Gattung in den Bestandslisten auf –
bis 12.1954 folgen die Vorserien- V 200 001-004 und die Serien-Lokomotiven V 200 026-028, 032, 033 und 037-039
     
31.10.1955   Triebfahrzeugbestand
V 36   401 und 403-411
V 80   001, 002, 004, 005, 008 und 010
V 200   001-005
VT 04   000, 101 und 102
VT 08   501-505, 507, 514, 516, 519 und 520
VT 10   001
VS 08   501-503, 505 und 511
VS 145   021, 059, 141, 142, 144, 161, 171, 249, 348 und 354
     
12.1956   Abzug des VT 10 501 aus dem Plandienst auf Grund von zahlreichen Mängeln – Ausmusterung am 12.06.1959
ab 01.1957   Beheimatung der ersten Rangierlopkomotiven in Form der fabrikneuen V 60 256-258 – ihnen folgen die V 60 259-266
für die anschließende Ablösung der Tenderlokomotiven der Baureihe 74
ab 08.1957   Erprobung der am 15.08. von Krauss-Maffei abgelieferten zweimotorigen V 300 – ML 3000 – bis 24.05.1965
11.1957   Übernahme der ersten beiden Paradezüge in Form der Baureihe VT 115
1957/1958   Übernahme aller von der amerik. Besatzungsmacht beschlagnahmten SVT
1960   Übernahme der wendezugfähigen V 36 210, 225, 226 und 229 samt Wendezugbefehlswagen VB 147 vom Bw Wuppertal-Steinbeck
26.11.1961   Mit der V 100 1030 erhält das Bw Griesheim die erste Lokomotive der Baureihe V 10010 gefolgt von V 100 1031 und 1032 im Dezember
06.07.1963   Beheimatung der ersten V 10020 in Form der V 100 2022 – weitere werden folgen und die V 80er-Leistungen übernehmen
bis 12.1963   Abgabe aller verbliebenen Lokomotiven der Baureihe V 80 an das Bw Bamberg
     
08.04.1964   Triebfahrzeugbestand
V 36   210, 225, 226, 229, 403, 408 und 409
V 60   027, 029-036, 256-266, 421, 423 und 618
V 100   1030-1032, 1252-1259, 2022-2026, 2035-2039 und 2056-2061
  0198
Köf   4149, 4150, 4473, 4482, 4616, 4950, 6147, 6223, 6585-6587, 6696, 6728, 6747 und 6748
Köf 11   045
VT 08   501, 502, 504, 505, 507, 516 und 519
VT 11   5005, 5006, 5013-5016 und 5019
VT 12   510 und 512
VT 33   803
TVT   6352, 6354, 6356 und 6357
VM 08   503, 506, 507, 512, 519, 521 und 522
VM 11   5104, 5105, 5113-5115, 5203, 5207, 5208, 5303, 5305, 5306 und 5403-5405
VM 12   510, 512 und 513
VB 147   002, 012 und 053
VS 145   059, 141, 142, 144, 161, 171, 249, 261, 348, 354, 367 und 394
     
09.04.1964   Einzug der elektrischen Traktion
Beheimatung der fabrikneuen E 10 290 und 364, denen die E 10 275 vom Bw Nürnberg Hbf am 27.04.1964 folgt –
bis zum Fahrplanwechsel werden noch die E 10 162-167und 193 dazukommen
26.08.1964   Übernahme der ersten beiden E 41 195 und 197 vom Bw Frankfurt (M) 1, denen E 41 194, 196, 198 und 199 folgen werden
Sommer 1965   Beheimatung der fabrikneuen VT 24 621-628 und deren Mittelwagen VM 24 419, 420, 425 und 562-565
für den Einsatz auf den Strecken nach Kronberg und nach Bad Homburg
09.09.1966   Beheimatung der ersten Altbau-Elektrolokomotiven in Form der ehem. Augsburger E 32 101-103 –
denen die Freiburger E 32 25 und 34 am 22.09. folgen werden
28.09.1966   Übernahme der E 52 13, 16 und 20 vom Bw Pressig-Rothenkirchen
28.02.1967   Mit der fabrikneuen V 90 063 (KHD 58127/1967) erhält diese schwere Rangierlokomotivbaureihe Einzug
in die Griesheimer Bestandslisten – bis April werden noch V 90 064-066 folgen
27.05.1967   Mit der ab 11.1957 einsetzende Elektrifizierung der Strecken nach Basel, Darmstadt und München, verlieren die V 200
zunehmed ihr angestammtes Einsatzgebiet und daher Abgabe aller verbliebenen V 200 zum Bw Kempten und Bw Würzburg
     
24.09.1967   Das Ende der ersten Selbständigkeit
Rück-Angliederung des Bw Griesheim als Betriebsteil des Bw Frankfurt (Main) 1 – Abgabe aller Triebfahrzeuge buchmäßig an
das Bw Ffm 1 – Einsätze und Unterhaltung bleiben zunächst unberührt
     
26.05.1968   Inbetriebnahme des Verbindungsgleis 232 zwischen dem Bw Ffm 1 und dem Betriebsteil Griesheim für einen unabhängigen
und reibungslosen Ablauf von Triebfahrzeugbewegungen untereinander,
Ende der Unterhaltung von Lokomotiven der Baureihe 212 und aller Elektrolokomotiven, die das Bw Ffm 1 selbst übernimmt
     
21.01.1969   Erster "Spatenstich" für den Bau des geplanten neuen S-Bahn Bahnbetriebswerk in Griesheim
05.03.1971   Vorstellung eines neuen Triebwagen der Baureihe 420/421 im Rahmen einer Probefahrt von Frankfurt (Main) Hbf nach Wiesbaden Hbf
1972   Beginn der grundlegenden Modernisierungsarbeiten für die geplante Instandhaltung der neuen 420/421er im ehem. Bw Ffm-Griesheim
07.1973   Wechsel der letzten Dieseltriebwagen der Baureihe 624/924 zum Bw Braunschweig
15.11.1973   Abgabe des von der US-Army verwendete 633 802 zum Bw Heidelberg
08.1975   Beginn der Wartung von zunächst 15 Triebwagen der Baureihe 420/421 des Bw Ffm 1
Herbst 1975   Mit Abgabe der ehem. Schnelltriebwagen der Baureihe VT 601 an das Bw Hamburg-Altona endet die Zeit der Diesel-VT beim Bw Ffm 1
     
13.07.1980   Einsatzbestand Ast. Griesheim
236   405
260   027, 029, 030, 032-035, 256-264, 299, 300, 420, 421,
532, 547-552 und 943
261   036
290   046-048, 053, 084-086, 088, 089, 234 und 235
322   632
323   010, 077, 093, 427, 531, 562, 603, 650, 691, 817, 844, 845, 877 und 878
331   002
332   167 und 168
333   075, 076, 110, 129, 135, 136, 152, 158 und 160
701   015, 102 und 142
     
14.07.1980   Verlegung des Griesheimer Diesellokomotiv-Unterhaltungsbestandes zum Bw Farnkfurt (M) 2 –
fortan ist die Ast Griesheim nur noch für die Instandhaltung von Triebwagen der Baureihe 420/421 verantwortlich mit
einer eigenen Lokleitung, während sich die Werkstattleitung weiterhin im Bw Ffm 1 befindet
     
Mitte 1980er   Planungen, mit dem Bau eines neuen Bahnbetriebswerks die Anlagen in Griesheim nur noch als Bww zu nutzen,
scheitern an mangelnder Finazierung und kommen folglich nicht mehr zur Ausführung
1989   Einrichtung eines weiteren Werkmeisterbüro und im Ersatzteillager ein Büro für die Materialverwalter
1990   Umfangreiche Sanierungsarbeiten unter laufenden Betrieb bis 1993, wie z. B. das Hallendach, neue Brandschutzeinrichtungen,
Absenkung des Hallenfussboden mit aufgeständerten Hallengleisen, Einbau neuer motorisch angetriebene Hallentore
1992   Nach der "Langfristigen Werke-Ordnung (LWO)" bleibt der Griesheimer Betriebsteil des Bw Ffm 1 für die Wartung von Elektrotriebwagen
bestehen und wird als Fahrzeugwerk B mit Zuständigkeit für Reparaturen und Revisionen bis 1997 sogar noch aufzuwerten
     
01.11.1994   Erneute Selbständigkeit
Wiedereinrichtung des Betriebsteil Griesheim zum selbständigen Betriebshof und Werk Frankfurt (M)-Griesheim
für die Beheimatung und Wartung der in Frankfurt am Main stationierten Elektrotriebwagen
     
01.01.1995   Triebfahrzeugbestand
 
410   001 und 002
420   199-301, 306, 307, 316, 321, 323, 699-801, 806, 816, 821 und 823
421   199-301, 306, 307, 316, 321 und 323
     
     
01.11.2000   Eröffnung des zum ICE-Werk umgebauten Bh Frankfurt (M)-Griesheim und Beheimatung des ersten Mehrsystem-ICE Tz 4607
15.05.2001   Erstmalige Beheimatung eines ICE-T in Form des 415 001ff
01.07.2002   Beheimatung von den neune S-Bahn Triebwagen der Baureihe 423/433 in Form der fabrikneuen 423 215ff-217ff
2006   Inbetriebnahme einer Mehrspannungsanlage für die verschiedenen europäischen Spannungssysteme
     
01.01.2008   Triebfahrzeugbestand
 
406   001ff-011ff und 080ff-085ff
415   001ff-006ff und 020ff-024ff
     
11.05.2009   Übernahme der Gtw 646 201ff-204ff vom Bh Darmstadt
19.04.2010   Beheimatung des fabrikneuen 711 204
05.12.2011  

Inbetriebnahme der neuen dreigleisigen ICE-Halle nach ersten "Spatenstich" vom 09.07.2010

31.07.2012   Beheimatung der ersten Lokomotive der Baureihe 114 – 114 009" (alias 143 873)
06.11.2013   Mit Anlieferung der Tz 4713 und Tz 4717 erhält der Bh Griesheim die ersten beiden Velaro-D der Baureihe 407
01.12.2014   Beheimatung der viermotorigen TRAXX-Diesellokomotiven in Form der 245 016, 017 und 018
21.11.2017   Beheimatung der ersten drei Doppelstock-Triebwagen der Baureihe 446 aus dem Hause Bombardier
21.09.2018   Anlieferung des ersten zweiteiligen LINK in Form des 632 032/532 vom polnischen Hersteller PESA
20.12.2018   Beheimatung der ersten dreiteiligen LINK in Form der 633 002ff und 003ff vom polnischen Hersteller PESA
15.11.2022   Mit Tz 8004, 8007, 8008 und 8009 erhält der Bh Frankfurt (M)-Griesheim die ersten ICE III neo der Baureihe 408
     
01.01.2024   Triebfahrzeugbestand
 
111   001 und 007
114   007-014, 016, 018-023, 029, 030 und 033-038
146   123-132, 251-256, 259-264, 271 und 272
245   016-020
406   001ff-011ff, 054ff und 080ff-085ff
407   001ff-017ff
408   001ff, 004ff, 005ff und 007ff-020ff
415   001ff-006ff und 020ff-024ff
632   032/532 033/533 und 034/534
633   001ff-008ff
642   002/502-004-/504, 012/512 017/517, 021/521, 026/526,
027/527, 063/563, 064/564 und 066/566-071/571
703   105
711   203
746   008
     
   
   
     
     
Ffm G   bahnamtliches Bezeichnungskürzel
FGM   letztes bahnamtliches Bezeichnungskürzel



Bahnbetriebswerke BD Frankfurt (Main) Quellenangaben