Bahnbetriebswerk Gießen
Zeittafel:  Bauliche Anlagen – Bezeichnungen – Beheimatungen

25.08.1850  

Eröffnung einer kleinen provisorisch anmutender Betriebswerkstätte im Zuge der Fertigstellung der Main-Weser-Bahn von Frankfurt a. Main
nach Kassel mit einem kleinen Lokschuppen und einer Wagenreparaturwerkstätte mit Schmiede, Schlosserei und Holzmagazin in Oswald-Garten.
Versorgung des Lokschuppens mit Speisewasser mittels gußeisernen Leitungen von der nahegelegenen Wasserstation an der Lahn

1854   Umzug des Bahnhofs und Betriebswerkstätte an heutiger Stelle am Seltersberg, Frankfurter Straße 134-144
1862   Mit Fertigstellung der Cöln-Gießener-Bahn wird auch eine Betriebswerkstätte der Cöln-Mindener-Eisenbahngesellschaft in Gießen in Betrieb
genommen mit einem Rechteckschuppen für acht Lokomotiven in Lage des heutigen Bahnbetriebswekes
20.07.1868   Unterstellung der Betriebswerkstätte der "Königlichen Direction der Main-Weser-Bahn zu Cassel" gemäß kgl. Erlasses
     
01.07.1892   Triebfahrzeugbestände der drei in Gießen ansässigen Betriebswerkstätten folgender Direktionen

    KED Cöln rechtsrheinisch – Betriebsamt Cöln-Deutz in Gießen
2/4 gek. 2Bn2v   311-314 Cöln rechtsrheinisch
3/3 gek. Cn2   864-866, 871 und 978-981 Cöln rechtsrheinisch   (ex Cöln-Mindener-Bahn)
2/3 gek. 1Bn2   606-608 Cöln rechtsrheinisch   (ex Nassauische Bahn)

    KED Hannover – Betriebsamt Cassel Betriebswerkstätte, Gießen (Main-Weser-Bahn)
2/3 gek. 1Bn2   409, 416, 426 und 427 Hannover   (ex Main-Weser-Bahn)
3/3 gek. Cn2   1071, 1074, 1077-1079 und 1084 Hannover   (ex Main-Weser-Bahn)
2/2 gek. Bn2   1465-1468 Hannover
2/2 gek. Bn2   1640-1645 Hannover
2/3 gek. 1Bn2   1620-1626 Hannover

    KED Frankfurt am Main – Betriebsamt Frankfurt am Main, Betriebswerkstätte Gießen
2/3 gek. 1Bn2   146 und 147 Frankfurt   (ex Frankfurt-Bebraer-Bahn)
2/3 gek. 1Bn2   366-368, 387 und 388 Frankfurt   (ex Frankfurt-Bebraer-Bahn)
3/3 gek. Cn2   1232 und 1233 Frankfurt   (ex Frankfurt-Bebraer-Bahn)
3/3 gek. Cn2   1248 und 1249 Frankfurt   (ex Frankfurt-Bebraer-Bahn)
2/3 gek. B1n2   1409 und 1410 Frankfurt   (ex Niederschlesisch-Märkische-Bahn)
2/2 gek. Bn2   1451 Frankfurt
     
01.041895   Große preußische Staatsbahnreform
Bildung einer Betriebswerkstätte aus den drei nebeneinander bestehenden Betriebswerkstätten der Main-Weser-Bahn, Cöln-Gießener-Bahn
und der Oberhessischen Eisenbahn-Gesellschaft in Gießen
1896   Fertigstellung des 18-ständigen, polygonalen in Richtung Osten ausgerichteten Lokschuppen I mit vorgelagerter Drehscheibe von ø 16,07 m
nach Entwürfen der KED Hannover mit Genehmigung vom 10.12.1895 unter Mitwirkung des Königlichen Eisenbahnbetriebsamtes Cassel
und der Großherzoglich Hessischen Eisenbahnbetriebsinspektion 1 Gießen
1897   Beheimatung der beiden fabrikneuen S 3 – Frankfurt 289 und 290
1900   Fertigstellung des 22-ständigen, polygonalen in Richtung Westen ausgerichteten Lokschuppen II mit vorgelagerter Drehscheibe von ø 20 m
1908   Einzug der ersten T 11 in die Bwst Gießen
1909   Erweiterung der Werkstatträumlichkeiten zwischen den Ringlokschuppen mit Verbindung zweier Lokstände der Lokschuppen I und II,
Einzug der vier fabrikneuen T 16 in Form der Frankfurt 8113-8116
05.1911   Beheimatung der ersten fabrikneuen Tenderlokomotiven der Gattung T 93
     
01.10.1912   Triebfahrzeugbestand
 
  S 3   239, 255, 278, 285, 288 und 290 Frankfurt
  P 32   1723, 1725, 1728 und 1730 Frankfurt
  P 41   1890-1893 und Frankfurt
  P 42   1917, 1919, 1927,1943 und 1944 Frankfurt
  P 6   2116-2119 Frankfurt
  G 3   3130, 3148 und 3150 Frankfurt
  G 42   3814, 3816 und 3827 Frankfurt
  G 72   4623, 4625, 4630, 4638, 4640, 4657 4680 und 4712 Frankfurt
  T 3   6108, 6174 und 6175 Frankfurt
  T 41   6408, 6412 und 6415 Frankfurt
  T 51   6608, 6609 und 6612 Frankfurt
  T 7   6801, 6802 und 6809 Frankfurt
  T 9   7205, 7215,, 7216, 7222, 7224-7229, 7239, 7216, 7348-7352, 7354, 7357 und 7364-7366 Frankfurt
  T 11   7508, 7510, 7511, 7517, 7518 und 7525-7527 Frankfurt
  T 16   8104, 8108, 8112 und 8120 Frankfurt
     
1913   Beheimatung der ersten beiden fabrikneuen P 8 – Frankfurt 2455 und 2456 (spätere 38 1454 und 1455)
1913/1914   Fertigstellung des Fußgängerstegs von der Frankfurter Straße bei km 164,57 ausgehend für das Personal des mitten im Gleisbereich
liegenden Betriebswerkstätte
12.1919   Die erste Güterzuglokomotive der Gattung G 12 in Form der 5570 Frankfurt (Henschel 16640/1919, spätere 58 1282) iim Bw Gießen
20.03.1922   Mit ministerieller Verfügung werden anstelle der Bezeichnungen Betriebswerkmeisterei (Bwm) und Wagenwerkmeisterei (Wwm)
die Bezeichnungen Bahnbetriebswerk (Bw) bzw. Bahnbetriebswagenwerk (Bww) eingeführt,
Firmierung fortan als Bahnbetriebswerk Gießen
1922/1923   Erste wegen der Elektrifizierung in Hamburg freigesetzte T 12 (später BR 743) ersetzen nach und nach die Lokokomotiven der Gattung T 11,
Abgabe aller vier T 16 an das nahegelegene Bw Wetzlar
     
31.10.1925   Triebfahrzeugbestand
 
38   1229, 1230, 1455, 1456,1565-1567, 1708, 1709, 2256-2259, 2364,
2365, 2392-2396, 2728, 3322, 3365, 3366, 3395, 3396 und 3439
54   611, 880 und 1079
55   1007, 1619, 3371, 3372, 3762, 4569, 4570, 4646 und 4947
57   1071, 1073, 1366, 1367, 1370, 1371, 1604, 1605,
1608, 2476, 2479, 2480, 2540, 3185 und 3186
58   1408, 1409, 1737-1740 und 1742
74   339, 340, 492, 493, 494, 540, 683 und 775-777
78   099 und 100
91   1566, 1567-1571, 1574, 1581-1583 und 1650
94   327 und 959
     
     
01.10.1926   Triebfahrzeugbestand
 
  3810   1229, 1230, 1382, 1454, 1455, 1566, 1567, 2159, 2160, 2256-2259, 2392-2396,
2663, 2728, 3030, 3035, 3322, 3361, 3365, 3395, 3396, 3439 und 3591
  558   880, 1079
  557   1007
  5516   1619
  5525   3371, 3372, 3762, 3956, 4569, 4570, 4873-4875 und 4947
  5710   1071, 1366, 1367, 1370, 1371, 1604, 1605, 1608, 2476, 2479, 2480, 2539, 2540, 3185, und 3186
  5810   1408, 1409, 1737-1740 und 1742
  740   339, 340
  744   494, 683, 842 und 1109
  913   1650
  942   347 und 348
     
1927   Verlängerung der Stände im Lokschuppen 1 um 4,55 m zur Drehscheibe hin
12.12.1933   Erstmalige Beheimatung einer Lokomotive der Baureihe 03 in Form der fabrikneuen 03 134 (Henschel 22214/1933)
1936   Errichtung von Betriebs- und Werkstätten für Kraftfahrzeuge auf den Geländes der ehem. Nebenwerkstätte für die Reparatur und
Behandlung von Dampflokomotiven am Aulweg
     
31.12.1935   Triebfahrzeugbestand
 
  03   133-136
  3810   1454, 2160, 2256, 2259, 2393, 2395, 2396, 3663, 2728, 3322, 3361,
3365, 3379, 3395, 3396, 3438 und 3439
  5525   3372, 3692, 3956, 4068, 4569, 4570, 4874 und 4875
  5710   1366, 1367, 1371, 1604, 1605, 1608, 2476, 2479, 2480, 2540, 3185 und 3186
  5810   1150, 1408, 1539, 1730, 1737, 1738, 1742, 2001, 2047 und 2123
  744   426, 494, 636, 768, 842, 1006 und 1109
  913   1567, 1569, 1574, 1581, 1582, 1648 und 1752
     
1937   Errichtung eines neuen Verwaltungsgebäudes mit einem Anbau für Unterrichtsräume
     
31.05.1938   Inventurbestand des Bw Gießen

 Baureihe 03 3810 5525 562 5710 5810 744 913 Gesamt
 Lokgattung neue Bez. S 3618 P 3517 G 4417 G 4516 G 5516 G 5616 Pt 3417 Pt 3415 --
 Lokgattung alte Bez. -- P 8 G 81 G 81U G 10 G 12 T 12 T 93 --
 planmäßige Loks 4 15 7 6 7 6 6 -- 51

 zugeteilte Loks

5 19 8 6 12 9 6 6 71

außerdem

  •  je ein Arzt-, Geräte- und Kranwagen, sowie ein Schneepflug,
  •  52 bedeckte Lokstände,
  •  je eine Achssenke für Lokomotiven und Wagen,
  •  3 Auschlackgruben,
  •  4 Wagenuntehaltungsgleise mit 370 m Länge,
  •  Zwei ø 23 m und eine ø 16m Drehscheiben – weitere ø 16 m-Drehscheiben in Grünberg und Niederwalgern,
  •  3 Wassertürme mit 550 m³, 200 m³ und 65 m³ Fassungsvermögen (Wasserverbrauch in 24h = 2.150 m³),
  •  weitere Wasserstationen in Grünberg, Laubach, Lollar, Londorf, Mücke, Nieder Walgern und B.-N. Gemünden
  •  9 Wasserkräne,
  •  1 Bekohlungsanlage mit einen Überlade- und fünf Drehkränen,
  •  Kohlenlagerbestand von 2.675 t bei täglicher Ausgabe von 200 t Kohle – 3.000 t Lagermöglichkeit,
  •  1 Ladestation für Wagen,
  •  12 Lastkraftwagen und 10 Anhänger,
  •  Gefolgschaft 596, davon
     •  229 Beamte und 367 Lohnbedienstete
     •    95 Lokführer,
     •    68 Reservelokführer und 19 Lokführeranwärter, davon zwei geprüft,
     •    68 Lokheizer incl. Anwärter und 21 Kraftwagenführer
     •  262 Betriebsarbeiter für Lok- und Wagenpflege und Kohlenladen,
     •    77 Handwerker und Werkhelfer
  •  zugeteilter Lokbahnhof: Londorf mit zwei T12, zwei Lokführer, 2 Reservelokführer und 1 Betriebsarbeiter
     
     
1939   Triebfahrzeugbestand
 
03   133 und 217-220
38   2256, 2257, 2259, 2393, 2663, 2728, 3322, 3361, 3365, 3379, 3395, 3438 und 3493
55   3372, 3596, 3692, 3762, 4569 und 4874
56   477, 478, 480, 482, 492, 497, 579, 588 und 717
57   1361, 1365, 1608, 2479, 2480, 3185 und 3186
58   1150, 1488, 1530, 1730, 1742, 2047 und 2123
64   365
74   426, 494, 662, 768, 842 und 1006
91   1569 und 1752
     
11./12.1940   Übernahme der SNCF-Leihlokomotiven der Gattung G 81 in Form der 040 B 908, 911 und 923 (ex ETAT 040.908, 911, 923)
14.11.1943   Erstmalige Beheimatung von Lokomotiven der Baureihe 39 in Form der 39 222 vom Bw Frankfurt (Main) 1
08.1944   Beheimatung von Lokomotiven der Baureihe 44 aus Neuanlieferungen
25.09.1944   Erstmalige Beheimatung einer Lokomotiven der Baureihe 93 in Form der 93 1235 des Bw Euskirchen
10./11.1944   Beheimatung der fabrikneuen 42 2367 bis 2370 und 2376
06.12.1944   Schwerster Angriff alliierter Luftstreitkräfte mit erheblichen Zerstörungen im Rangierbahnhof und im Bw-Bereich:
Lokschuppen I und II mit deren Drehscheiben, sowie sämtliche Werkstattanlagen erlitten schwerste Schäden
    Kurz vor Kriegsende kommen auch Lokomotiven der Baureihe 41 und 52 in den Zuständigkeitsbereich des Bw Gießen
    Die Wirren der letzten Wochen und Monate des Krieges hatten dem Bw Rosenheim zahlreiche, meist betriebsuntaugliche
Lokomotiven unterschiedlichster Baureihen beschert, die in und um Rosenheim herum die Abstellgleise "bevölkern", deren
Erfassung sich bis weit nach 1947 hinziehen wird
     
15.07.1945   Triebfahrzeugbestand
 
38   441, 1209, 2160**, 2211, 2256, 2257, 2361, 2393**, 2395, 2728**, 3379, 3438 und 3441
39   064, 066, 214, 219-221, 223 und 224
41   216
42   1070, 1398, 2361**-2363** und 2366-2370
44   574, 575, 582, 618, 1271, 1394**, 1395 und 1398**
50   147, 531, 644, 704, 1213, 1237, 1250, 1253, 1356**, 1373**,1591**, 1237, 1250, 1253,
1356**, 1378**, 1591**, 1630, 1671, 1733, 1824, 1845, 1848, 2086, 2136, 2169, 2197,
2319**, 2613, 2790-2792, 2794**, 2934, 2945, 2972, 3033 und 3037
52   2892 und 5261
55   3625 und 5315
56   467
57   2169
58   1449, 1730, 1738, 1895, 1920 und 2123
64   365
74   426, 460, 494, 662, 768, 842 und 1006
86   379 und 385
91   1062
92   640
93   550 und 1235
94   549, 1190 und 1232
    Fremdlokomotiven
231C   532
040   104 und 908
     
**   vermisst
     
08.1945   Das Bw Gießen wechselt zur RBD Kassel
01.1946   Wiederherstellung des Betriebswerkes mit Lokschuppen 2 und der Bekohlungsanlage
30.04.1946   Das Bahnbetriebswerk Gießen wechselt wieder zur RBD Frankfurt (Main) zurück  (a. Q. 01.04.1946)
27.06.1946   Die ehem. Wehrmachtslokomotive V 36 225 (KHD 47154/1944) wird bis 12.11.1947 in die Gießener Bestandslisten einziehen
08.1947   (Erstmalige ?) Beheimatung von Lokomotiven der Baureihe 01 von verschiendenen Bw zugeteilt
29.12.1947   Als letzte ihrer Art verlässt die 74 494 (Borsig 5998/1906) in Richtung Bw Frankfurt (Main) 2
08.1948   Wiederherstellung des Lokschuppen 1
     
31.12.1949   Triebfahrzeugbestand
 
01   006, 007, 013, 025 und 071-075
38   1632, 1707, 1948, 2012, 2256, 2257, 2259, 2395,
2644, 2663, 3362, 3365, 3379, 3441 und 3522
42   2370*
44   190*, 344, 441, 529, 547, 574, 585, 594, 618, 798, 847*, 1137*,
1196, 1216*, 1271*, 1394*, 1435, 1477, 1529 und 1763
50   178, 219, 382, 644, 704, 817, 923, 955, 1218, 1237**,1250, 1253, 1324,
1591, 1834, 1848, 2086, 2134, 2415, 2613, 2926, 2934 und 2971
55   2051*, 2553, 2666*, 3257*, 3340, 3345, 3414, 3553, 4091, 4222,
4230, 4416, 4808, 5066, 2072, 5164, 5180 und 5689
91   343
93   995
94   549, 1187, 1190, 1232 und 1245
     
*   z-gestellt
**   Heizlokomotive
     
10.10.1950   Als letzte T 16, verlässt die 94 1190 (BMAG 7523/1921) zum benachbarten Bw Limburg (Lahn)
Mitte 1950   Der 44er-Bestand wird aufgelöst und die Maschinen 44 344, 441, 529, 574, 618, 1435, 1477, 1529 und 1763 wechseln zum Bw Dillenburg
     
01.01.1955   Triebfahrzeugbestand
 
23   034
38   1707, 1948, 2012, 2256, 2257, 2395, 2644, 2663, 3361, 3365, 3379, 3441 und 3522
39   048, 067, 111, 119, 180, 214, 243, 250 und 259
44   190, 585 und 1196
50   178, 219, 382, 704, 817, 923, 965, 1218, 1237, 1246, 1324,
1591, 1738, 1834, 1848, 2178, 2415, 2613, 2934 und 2971
55   2553, 3191, 3400, 3553, 3599, 3632, 3830, 4230, 4416,
4576, 4808, 5066, 5072, 5164 und 5180
56   322, 323, 336, 340, 346, 365, 497, 677, 737 und 829
89   7417
     
Sommer 1950   Auflösung der 44er-Gruppe im Bw Gießen
10.10.1950   Abgabe der letzten T 161, der 94 1190 (BMAG 7523/1921) zum Bw Limburg (Lahn)
26.01.1952   Mit dem fabrikneuen VT 95 9113 (Uerdingen 57107/1952) trifft der erste Schienenbus in Gießen ein
1956   Errichtung des zweiten Fußgängerstegs "Schradersteg" bei km 165,1 aus für das Bw-Personal,
Zweimotorige Schienenbussen der Baureihe VT 98 erhalten Einzug – VT 98 9589-9563 ab Mai 1956
1957 / 1958   Ein letztes kurzen Gastspiel geben noch einmal die 74 877 (Borsig 8401/1913) von 12.06.1957 – 20.11.1958 und die
74 1312 (LHB 1138/1914) vom 10.03. – 11.06.1958

01.03.1959

  Übernahme der gesamten 562er Bestandes vom Bw Wetzlar
30.05.1959   Übernahme der ersten Wehrmachtsdiesellokomotive – V 36 413 (MaK 360022/1950) – vom Bw Friedberg
10.1960   Erstmalige Beheimatung von Vorkriegsverbrennungstriebwagen der Baureihe VT 60 – VT60 509 und 510 vom Bw Darmstadt
05.1961   Ende des Planeinsatzes der P 8 beim Bw Gießen - Reduzierung des Bestandes bis auf drei Reserve-Maschinen
14.08.1961   Abgabe der letzten P 10, der 39 148, 221 und 233 zum Bw Limburg (Lahn)

28.05.1962

  Übernahme des Bw Wetzlar als Außenstelle mit dem gesamten 86er Bestandes und der drei Kleinloks Köf 6338, 6751 und 6772
durch Aufgabe der Triebfahrzeugunterhaltung beim Bw Wetzlar
05.07.1962   Abgabe der letzten P 8, der 39 148, 221 und 233 zum Bw Hamburg-Harburg
03.07.1963   Erstmalige Beheimatung von Lokomotiven der Baureihe V 60 durch Zugang der V 60 179 vom Bw Garmisch-Partenkirchen
1964   Abriss des erst 1956 errichteten "Schraderstegs" und errichtung eines neuen 57,8 m langen und 6 m hohen Fußgängerstegs
über die Strecke Kassel – Frankfurt bei km 135,1
     
14.05.1965   Traktionswechsel durch Elektrifizierung und Verdieselung zum Fahrplanwechsel
Bw Gießen wird Einsatz-Bw für Elektrolokomotiven nach Aufnahme des elektrischen Zugbetriebes auf der Strecke von Frankfurt (Main)
über Gießen nach Hagen,
Ende des Planeinsatzes der Baureihe 01 und Reduzierung des 23er Bestandes auf ein Minimum,
Verbannung eines Großteils der 50er zum Nebenbahndienst
05.1965   Anlieferung des fabrikneuen TVT 6351 Ffm
15.12.1965   Für Schulungszwecken weilt die Griesheimer V 100 1255 im Bw für geplante Beheimatungen von Lokomotiven der Baureihe V 100
20.05.1966   Abgabe der letzten Schnellzuglokomotiven, der 01 039 (Henschel 20842/1927) und 01 222 (Henschel 23470/1937) zum Bw Hof
     
22.05.1966   Triebfahrzeugbestand
 
23   019-023, und 030
50   123, 178, 219, 485, 886, 923, 966, 1218, 1237, 1324, 1573, 1591,
1645,2292, 2413, 2604, 2721 und 3009
5525   2776, 2939, 3345, 3830, 3842 und 4416
66   001 und 002
86   379, 380, 383, 385, 430 und 528
V 36   401, 402, 411, 413 und 414
V 60   179, 180, 422 und 1214
V 100   1197, 1198, 1255-1259, 2064, 2065 und 2361-2370
Köf II   4151, 4952, 4955, 6550, 6589, 6751 und 6772
Köf III   11 316
VT 95   9227-9229, 9250, 9357-9361, 9545-9550, 9572, 9581 und 9585-9587
VT 98   9517, 9518, 9590-9592, 9729, 9730, 9744-9746 und 9808-9810
VS 98   131, 238-245 und 303-305
VB 98   054, 104, 155-159 und 2281-2285
VB 142   010, 079, 102-105, 121, 138, 257-261, 445-450, 482 und 485-487
TVT 63   6351 und 6358
     
15.08.1966   Inbetriebnahme der Bürstenwaschanlage am Gleis 141 des Bw Gießen
30.07.1966   Z-Stellung der letzten 86er wegen Loküberhanges und fehlenden Einsatzmöglichkeiten
03.10.1966   Treibstangenbruch der 66 001 bei voller Fahrt – z-Stellung erfolgt noch am gleichen Tage
20.03.1967   Reduzierung der 23er Planeinsätze infolge der durchgehenden Elektrifizierung der Strecke Gießen – Kassel
26.05.1967   Abschied von der Dampflok – Große Lokomotivschau im Bahnhof Gießen
14.07.1967   Abgabe der letzten Neubaulokomotiven, der 23 019 bis 021 zum Bw Crailsheim
15.09.1967   Abschied einer weiteren Dampflokbaureihe durch z-Stellung der 66 002
05.1968   Übernahme der ersten beiden steilstreckentauglichen V 100 – V 100 2340 und 2341 vom Bw Karlsruhe
     
10.07.1968   Aufgabe der Dampflokomotivunterhaltung
Aufgabe der 50er Unterhaltung durch Abgabe an andere Bw, z-Stellungen oder Verwendung als Heizlokomotiven in Gießen,
Abgabe aller 55.25er zum Bw Dillenburg
30.08.1968   Erstmalige Beheimatung von Lokomotiven der Baureihe V90 in Form der fabrikneuen 290 141 (MaK 1000472/1968)
07.03.1970   Einzug der Baureihe V 160 durch Übernahme der 216 106 vom Bw Limburg (Lahn)
1969-1971   Umbau des Bw zu einem Mutter-Bw für Brennkrafttriebfahrzeuge:
Einbau von Ausbesserungsständen, Kran- und Hebebockanlagen für V- und E-Lok-Unterhaltung, Prüfumspanner,
einer Abwasserbehandlungsanlage usw.
01.02.1971   Übernahme der ersten V 160 – 216 192 (KM 19429/1969) – vom Bw Limburg (Lahn)
     
01.01.1976   Triebfahrzeugbestand
 
211   125-133, 140 und 252-259
213   332-341
216   104-119, 130-141 und 189-196
236   401, 402, 411 und 414
260   179, 180, 422, 531 und 533
261   213 und 214
290   087, 141-143 und 236
322   6121
323   091, 336, 446, 821 und 975
332   045, 214 und 316
701   014, 039 und 104
795   319, 344*, 357-361, 407, 487, 515-517, 545, 547-549,
570, 572, 580, 586, 588, 589, 632-635 und 640
798   517, 518, 562, 571-575, 590-592, 594, 601-604, 655,
693-696, 722, 723, 727-730, 744, 745 und 807-810
     
*   z-gestellt
     
31.05.1976   Abgabe der letzten vier ehemaligen Wehrmachtsdiesellokomotiven, 236 401, 402, 411 und 414, zum Bw Frankfurt (Main) 1
15.06.1977   Beseitigung des Schlackensumpfgleises 43 im Bw
01.11.1979   Übernahme des Stützpunktes Wetzlar
22.11.1980   Ausmusterung der letzten einmotorigen Schienenbusse 795 194, 276, 277, 463, 465, 549 und 634 nach dessen z-Stellungen vom 01.06.1980
12.11.1981   Ausbau der Drehscheibe der Oberhess. Bahnen (OHB)
01.01.1983   Übernahme des Bw Dillenburg mit seinen Stützpunkten Gladenbach und Gönnern als Bw-Außenstelle (Ast.)
01.10.1983   Übernahme des Bw Marburg (Lahn) als Bw-Außenstelle und Umwandlung der Ast. Frankenberg (Eder) des Bw Marburg (Lahn)
zu einer Meldestelle (Mst.)
     
31.12.1983   Triebfahrzeugbestand
 
211   121, 125-132, 169-181, 184, 185, 186, 254-260 und 267
212   368-374
213   332-341
216   022, 023, 104-118, 125-129 und 189-198
260   179, 180, 403, 422, 531 und 533
261   213 und 214
290   087, 141-143 und 236
323   091, 143, 336, 597, 694, 821 und 855
332   030, 045, 214, 227 und 316
333   111 und 157
701   014, 099 und 104
798   517, 518, 520, 538, 562, 565, 566, 572-575, 589, 590, 592, 601, 602, 604,
621, 655, 663, 694, 695, 696, 722-730, 744, 745, 761, 807-810 und 829
998 (VB)   017 ,118, 129, 139, 142, 156, 157, 159, 161, 163, 164, 167, 168, 170-172,
174, 183, 235, 238, 243-248, 273, 274, 279-285, 293, 315 und 320
998 (VS)   695, 724-731, 764, 765, 767, 775-780, 838-,842, 844-846, 850, 852, 853,
855-857, 859, 860, 899, 900, 903-905, 913, 918 und 920
     
     
01.01.1986   Herabstufung der Bw-Ast. Dillenburg zu einem Stützpunkt (Stp),
Abgabe der Ast. Marburg (Lahn) und deren Meldestelle Frankenberg (Eder) zum Bw Kassel 1,
Übernahme der Stützpunkte (Stp.) Hungen, Nidda und Stockheim vom Bw Frankfurt (Main) 1,
Übernahme der Fahrleitungsmeisterei (Flm) Wetzlar als starkstromtechnische Außenstelle
01.06.1986   Einrichtung eines Stützpunktes Limburg (Lahn) für den Strakstromdienst
1987   Abgabe der steilstreckentauglichen V 100, der 213 332-341, an das Bw Koblenz
     
01.01.1988   Triebfahrzeugbestand
 
212   010, 011, 013, 014, 021, 024, 027-029, 038, 052-054, 056-059,
108-111, 117, 118, 120, 121, 155-157, 202-205 und 368-374
216   107-119, 125-129, 193-198 und 203-205
290   087, 142-144 und 236
323   077, 091, 143, 694 und 821
331   002
332   030, 045, 176, 227 und 316
333   119 und 157
360   180, 403, 422, 531, 533 und 534
361   213 und 214
701   014 und 104
798   524, 562, 565, 575, 582, 590, 592, 597, 598, 602, 621, 629,
646, 658, 663, 670, 681, 684, 694, 698, 699, 723, 724, 726,
728, 729, 744, 745, 761, 785, 807, 808, 823 und 829
     
     
30.06.1996   Ende der Schienenbus-Ära
Ausmusterung der letzten beiden zweimotorigen Schienenbusse 798 589 und 629
01.12.1991   Übernahme des Bw Limburg (Lahn) als Bw-Außenstelle und des überwiegenden Teils der Kleinlokomotiven, sowie
der 37 Triebwagen der Baureihe 628/928
01.01.1994   Aufteilung des Bw Gießen auf verschiedene Geschäftsbereiche der im Zuge der Bahnreform neugegründeten Deutschen Bahn AG
durch Zusammenschluss von Deutsche Bundesbahn und Deutsche Reichsbahn – Firmierung fortan als Betriebshof (Bh) Gießen
des Regionalbereichs Traktion Frankfurt (Main) und Werk Gießen als Niederlassung (NL) des Geschäftsbereichs (GB) Werke Mainz
     
    Triebfahrzeugbestand
 
212   104, 105, 110, 116, 119, 121, 125-127, 132, 147, 148, 153-155,
157, 163, 165, 173, 203, 204, 218, 249, 289 und 372-374
216   012, 013, 016, 017,039, 116-118, 125-129, 191-197,
203-205, 207-214, 216, 217 und 219-224
290   142-144, 146 und 236
323   582, 797, 821 und 842
324   052
332   031-033, 045, 082, 176, 193, 195, 205, 214, 218, 233, 277, 315 und 316
333   073 und 074
335   014, 087, 119, 187, 214 und 243
360   290, 292, 294, 296, 510, 533 und 534
364   403 und 776
365   153, 166, 170, 226, 229, 822, 823 und 828
628   317-337,344-349, 470-473, 482, 484, 485 und 487-492
701   014 und 104
796   679, 680, 690, 697, 734, 735, 745, 746, 760, 768, 769, 785 und 802
798   589, 598, 629, 658, 823 und 829
928   317-337,344-349, 470-473, 482, 484, 485 und 487-492
996   309, 310, 609, 661, 677, 683, 702, 749-751, 757, 760, 779, 802 und 919
998   140, 142, 159, 170-172, 184, 816834, 839, 850, 855, 859, 863, 878, 880 und 891
     
     
01.01.2003   Triebfahrzeugbestand
 
212   023, 046, 047, 048*, 049, 051, 059*, 060*, 062, 104, 298, 346, 356, 358, 367 und 372
215   016, 046-049, 053, 056, 059, 060, 062, 064 und 113
216   034, 057, 067, 073, 094, 106, 113*, 114, 136, 140,
143, 147, 165, 185, 188, 196 und 211*
225   017, 018, 111, 133 und 134
226   130, 131 und 135
290   050 und 371
294   143, 146, 162, 239 und 345
335   009, 087, 191 und 243
365   138, 166, 203 und 217
701   014, 103 und 104
     
*   z-gestellt
     
01.09.2003   Das Ende eines 153-jährigen Traditions-Bw
Mit Auflösung des Betriebshofes wird der gesamte verbliebene Triebfahrzeugbestand an den Bh Mainz-Bischofsheim umbeheimatet
     
    Durch erhebliche Bodenkontaminationen scheitern bisher sämtliche Versuche von verschiedenen Weiternutzungsideen des Geländes,
welches zusehends verfällt und von der Natur "zurück erobert" wird
     
     
    Statistische Erhebungen jeweils im Rechnungsjahr

Stand Jahr ø Zahl der
Bediensteten
Bemerkungen
01.04. 1941 770  
01.06. 1986 950 davon 35 in der Verwaltung, 266 in der Wekstatt und 356 im Fahrdienst
     
     
   
  Gleisplan 1969  (weblink)
     
     
Gs   bahnamtliches Bezeichnungskürzel 1925 / 1932 / 1939
Bw Gs   bahnamtliches Bezeichnungskürzel 1941
FG   letztes bahnamtliches Bezeichnungskürzel



Bahnbetriebswerke BD Frankfurt (M)     Quellenangaben