Bahnbetriebswerk Homburg
Zeittafel: Bauliche Anlagen Bezeichnungen Beheimatungen

01.07.1848   Erröffnung der 35,39 km langen Strecke Homburg – Landstuhl – Kaiserslautern durch die Pfälzische-Ludwigsbahn-Gesellschaft
26.08.1849   Inbetriebnahme der 8,76 km langen Strecke von Homburg über Bexbach zur preuß. Grenze [– Neunkirchen]
07.05.1957   Feierliche Erröffnung der 11,13 km langen Bliestalbahn Homburg – Schwazenacker – Einöd – Zweibrücken
um 1900   Die Bwst Kaiserslautern betreibt eine unselbständige Außenstelle in Homburg, die für die Unterhaltung von Güterwagen zuständig ist,
die betreuten Güterwagen bestehen überwiegend aus offenen Wagen für den Transport von Erzen und Kohlen zu den zahlreichen
umliegenden Gruben und Hütten
1909   Mit Übernahme der Betriebsführung der Pfälzischen Bahnen durch die Königlich Bayerischen Bahnen zum 01.01.1909 wird die Außen-
stelle Homburg i./Pfalz zur selbständigen Dienststellen erhoben, die der Maschineninspektion Kaiserslautern der neugegründeten
Königlichen Bayerischen Eisenbahndirektion Ludwigshafen a./Rhein untersteht.
Die Betriebsmeisterei Homburg i./Pfalz wird alsbald auch für die Lokomotivunterhaltung zuständig sein
    Bei den von Homburg aus eingesetzten ca. 30 Lokomotiven handelt es sich um die pfälz. Gattungen P 2, G 4, G 5, T 1, T 3 und T 5
     
06.08.1914   Inkraftreten eines Militärfahrplanes der Linienkommandatur nach dem o.a. Kriegsleitungsgesetz infolge des am 28.07.1914 ausgebrochenen
ersten Weltkrieges und der einhergehenden deutschen allgemeinen Mobilmachung
10.03.1920   Mit der Abtrennung des Saargebietes vom Deutschen Reich gemäß Versailler Vertrag, untersteht die pfälzische Bwst Homburg i./Pfalz der
neugegründeten "Direktion der Saarbahnen" und firmiert fortan als Betriebsmeisterei Homburg (Saar)
     
   
  Gattung   Betriebs-
nummer
  Name der
Lokomotive
  Hersteller   Fabrik-
Nummer
  Baujahr   Betriebsnr.
SAAR
 
  P 2"     94   Berwartstein               6601  
      270   Erbach               6602  
      283   Rehweiler               6603  
  G 2'   108   Carlsberg               3101  
      109   Rietburg               3102  
      110   Winzingen               3103  
      111   Narrenburg               3104  
      112   Altenbamberg               3105  
      141   Albersweiler               3106  
      151   Weissenburg               3107  
  G 2"   165   Frankfurt               3108  
      171   Pfrimm               3109  
  G 4'   234   Kindsbach   Maffei   2028   1899   4403  
      235   Kapsweyer               4404  
      236   Kaulbach               4405  
      237   Lingenfeld               4406  
      238   Niedermohr               4407  
      239   Raumbach               4408  
      240   Mannweiler               4409  
      241   Olsbrücken               4410  
      242   Eselfürth               4411  
      243   Herxheim               4412  
      244   Offenbach               4413  
      245   Möhrheim               4414  
  G 4"'   200   Hagenbach               4401  
      201   Jockgrim               4402  
  T 3   207   Contwig   Maffei   1911   1898   6101  
      208   Dellfeld   Maffei   1912   1898   6102  
      246   Bayerfeld   Maffei   2085   1900   6103  
      252   Langmeil   Maffei   2091   1900   6104  
      255   Ramstein   Maffei   2094   1900   6105  
      285   Waldfischbach   Maffei   2389   1904   6106  
  bay R 4/4   155     Krauss   7030   1915   7901  
      159     Krauss   6836   1914   7902  
  bay D XII   2240                 6604  
      2252                 6605  
     
ab 1920   Anlieferung von 17 Lokomotiven der Gattung T 13, der späteren Baureihe 925 und 27 Lokomotiven der Gattung T 18, der späteren 780
16.03.1921   Aus der "Direktion der Saarbahnen" wird die "Eisenbahndirektion des Saargebietes"
05.1921   Übernahme der 8408 SAAR (Vulcan 2883/1914, spätere 78 290) und 8418 SAAR (Vulcan 3497/1919, spätere 78 300) von der Bwst Dillingen
1927   Als letzte pfälz. G 21 wird die aus 1875 stammende 3106 SAAR, und die 3109 Saar als letzte pfälz. G 22 ausgemustert
01.01.1930   MIt der Übernahme der 8103 SAAR (BMAG 5153/1913, spätere 94 1383) ziehen die erste T 161, mit der 2412 SAAR (Humboldt 714/1911,
spätere 38 3844) die erste preuß. P 8 und mit der 7331 SAAR (Jung 1387/1910, spätere 91 1835) als erste T 93 in das Bw Homburg ein
1930   Die 7901 SAAR und ein Jahr später die 7902 SAAR scheiden aus dem Homburger Bestand aus
1931   Mit der 4412 SAAR und 4414 SAAR werden die letzten pfälz. G 41 ausgemustert
1932   Mit Ausmusterung der 6601-6603 verabschiedet sich die pfälz Gattung P 22– als Ersatz werden die 8414 SAAR (Vulcan 2976/1914,spätere
78 296) vom Bw Dillingen und 8436 SAAR (Vulcan 3992/1924, spätere 78 318) vom Bw Neunkirchen im Bw Homburg (Pfalz) beheimatet
1933   Die Dieseltraktion hält Einzug in die Homburger Bestandslisten mit den Triebwagen der Baureihen VT 133 und VT 135
     
01.03.1935   Heimkehr ins Reich
Nach der Volksabstimmung im Saargebiet vom 13.01.1935 wird die "Eisenbahndirektion des Saargebietes" der Rbd Saarbrücken angegliedert,
Zugleich beginnt die Umzeichnung des übernommenen Fuhrparks in das Nummernschema der Deutschen Reichsbahn
01.04.1935   Mit der Wiedereinführung der Ämterorganisation nach dem Vorbild wie im Altreich wird sich die nun als Bahnbetriebswerk Homburg (Saar)
firmierende Dienststelle dem Maschinenamt St. Wendel unterstellt
ab 04.1935   Mit der 93 573 (Union 2522/1919) und 93 679 (Hohenzollern 4061/1920) werden erstmalig Lokomotiven der preuß. Gattung T 14 in Homburg
heimisch, wenn auch nur für sehr kurze Zeit,
Zu dieser Zeit treffen auch die 91 1067 (Jung 1115/1908) vom Bw Mayen und 91 1609 (Hohenzollern 2869/1912) vom Bw Ehrang als
im Bw Homburg (Saar) ein, die fünf Jahre später im Zusammenhang der "Ostabgaben" wieder abgezogen werden
    Die acht 1933/1934 von der Wismarer Waggonfabrik gebauten "Schweineschnäuzschen" der Baureihe VT 133 werden im Bw Homburg (Saar)
zusammengezogen und auf der Bliestalbahn eingesetzt
01.04.1938   Wechsel des Lokbf St. Ingbert zum Bw Homburg (Saar)
24.08.1938   Ein 4-tägiges Gastspiel gibt die Saarbrücker als Einzelgänger 54 898 (Henschel 7376/1906)) in Neustadt ab,
ehe sie zum Bw Zweibrücken weiter gereicht werden wird
09.1939   Mit Ausbruch des II. Weltkrieges endet der Dieseleinsatz beim Bw Homburg (Saar) und es werden für die nach Nürnberg abzugebenen Diesel-
triebwagen VT 135 077, 078, 080, und 091-095 die Kaiserslauterer 73 013, 017 und 025 als Ersatz übernommen
10.1939   Mit der Landauer 57 1464 (Borsig 9679/1917) erhält das saarländische Bw die erste Lokomotive der preuß. Gattung G 10 zugeteilt
1937   Abgabe aller VT 133 an die RBD Münster
09.1940   Im Zusammenhang des Westfeldzuges werden zahlreiche Lokomotiven der Baureihe 57 dem Bw Homburg (Saar) zugeteilt
18.10.1940   Die 91 1835 wird dem Bw Neunkirchen (Saar) weiter gereicht – somit endet die Einsatzgeschichte der preuß. T 93 in Homburg
01.04.1941   Die Gefolgschaft beträgt 540 Mann
1942   Ausmusterung der 73 013 (Krauss 4613/1901), 017 (Krauss 4618) und 025 (Maffei 2261/1903) übernommen
ab 05.1940   Für die Zahlreichen Abgaben von Lokomotiven der Baureihen 55, 56, 57, 91 und 92 an die Ostfront werden diverse Leihlokomotiven aus dem
benachbarten Frankreich in Homburg eingesetzt, wie z. B. die preuß. P 8, 3.1604 der franz. Nordbahngesellschaft
     
25.03.1944   Triebfahrzeugbestand
 
  3810   15x Fremdlokomotiven
  5710     5x 9600 (SNCB)     8x
  744     2x G 81 (SNCF)      8x
  780     8x 140 D (SNCF)   13x
  925     2x 141 TB (SNCF)   5x
  945     2x  
     
22.09.1944   Mit näherrückender Front und zahlreichen Luftangriffen werden dem Bw Homburg per Verfügung zahlreiche Zugbildungsaufgaben entzogen
und ins Hinterland verlagert
ab 11.1944   Verstärkte Bodenkämpfe und Zerstörung durch sich zurück ziehenden Wehrmachtssoldaten
22.11.1944   Mit der Oberlahnsteiner 50 2115 ÜK wird die erste Einheits-Güterzuglokomotive ihrer Art in Homburg heimisch
21.03.1945   Beendigung der Kampfhandlungen in der RBD Saarbrücken infolge der Besetzung von Neunkirchen und Saarbrücken durch amerik. Truppen
ab 04.1945   Die Strecken Neunkirchen – Homburg – Altenglan – Bad Münster am Stein, Saarbrücken – Mainz und Neunkirchen – Kaiserslautern werden
durch amerik. Pionier für den Besatzungsverkehr wieder befahrbar hergestellt
14.12.1945   Wechsel des Bw Homburg (Saar) vom Maschinenamt (MA) St. Wendel zum MA Kaiserslautern
06.03.1946   Wechsel des Lokbf St. Ingbert zum MA Kaiserslautern zurück und Unterstellung wieder dem Bw Homburg (Saar)
12.07.1946   Einführung der Bezeichnung Amt anstelle von Maschinenamt
22.10.1946   Die Baureihe 56 verabschiedet sich in Form von 56 2044 (Henschel 1821/1920) in Richtung Alzey
11.1946   Die Kriegsdampflokomotive der Baureihe 42 wird erstmals in Homburg heimisch
09.11.1946   Die letzte preuß G 8, die 55 152 (Vulcan 2065/1904) verlässt Homburg zum Bw Kaiserslautern
20.12.1946   Mit den Bestrebungen Frankreichs, das Saarland von Deutschland abzutrennen, wird fortan eine Zollgrenze errichtet,
was sich in der Folgezeit auch bei der Lokomotivunterhaltung negativ auswirken wird
     
01.04.1947   Vollständige Abtretung des Saarlandes an Frankreich auf Anordnung Nr. 116 der D.O.C.F. vom 22.12.1946
Durch die Betriebsaufnahme der Saarländischen Eisenbahnen (SEB) erhält das Bw Homburg (Saar) eine neue Vorgesetzte
09.08.1947   Mit der 86 714 (Krupp 2865/1942) taucht für ein kurzes Intermezzo bis zum 28.02.1948 die Einheits-Tenderlokomotive beim
Bw Homburg (Saar) auf, ehe sich diese Baureihe ab Sommerfahrplan 1951 in Homburg etablieren werden wird
     
01.07.1950   Triebfahrzeugbestand
 
38   1625, 1891, 1913, 1952, 2194, 2307, 2379,
2576, 2588, 3838, 3849 und 3870
42   741 und 2363
50   1408, 1929, 2886 und 2947
52   1528, 2587, 3157, 3321, 3322, 3326,
3328, 3331, 5059, 5227 und 6934
56   3360 und 3388
57   1617, 2149, 2430 und 2931
78   296, 302, 312 und 315
     
05.01.1951   Aus den "Saarländischen Eisenbahnen" (SEB) werden die "Eisenbahndes Saarlandes" (EdS)
17.12.1951   Die 55 3388 (BMAG 5672/1915) verabschiedet sich aus dem Betriebsdienst und wird anschließend dem Bw Homburg (Saar) noch
als Heizlokomotive 700292 zur Verfügung stehen
28.10.1952   Mit der Ausmusterung der 55 3360 (Henschel 13375/1915) verabschiedet sich die letzte G 81 aus dem Betriebsdienst – auch sie wird
anschließend dem Bw Homburg (Saar) noch als Heizlokomotive 700289 zur Verfügung stehen
     
     
01.01.1957   Zweite Rückkehr nach Deutschland
Beginn der Anpassung an die DB Organisationsstrukturen für die bevorstehende Angliederung der Eisenbahnen des Saarlandes (EdS)
an die Deutsche Bundesbahn (DB) – das Bw Homburg (Saar) wird dem Maschinenamt Saarbrücken der BD Saarbrücken unterstellt
     
    Triebfahrzeugbestand
 
38   1462, 1913, 1952, 2194, 2576, 2586, 2588,
3207, 3529, 3838 und 3870
50   1408, 2080 und 3050
52   1528, 2443, 2587, 3157, 3321, 3322, 3326, 3328,
3329, 3331, 5029, 5227, 5359 und 6934
57   2578, 2931, 3007 und 3411
78   306
86   004, 232, 510, 718, 802 und 804
     
02.03.1958   Übernahme des gesamten Triebfahrzeugbestands des Bw Neunkirchen (Saar)
01.06.1959   Das aufgelöste Bw Neunkirchen (Saar) wird dem Bw Homburg (Saar) als Außenstelle unterstellt
     
01.01.1960   Triebfahrzeugbestand
 
38   1913, 1952, 2194, 2576, 2586, 2588, 3330,
3207, 3331, 3534, 3838 und 3870
50   370, 534, 554, 970, 1382, 1408, 1707, 1718, 1772,
1852, 2687, 2867, 2886, 3050, 3056 und 3096
52   3322, 3328 und 3329
57   2647 und 2931
78   285, 296, 306, 315 und 322
     
08.03.1960   Mit der Eröffnung des elektrischen Betriebs auf der Strecke Stiering-Wendel – Saarbrücken – Homburg (Saar) und der Einzug der Diesel-
traktion im Bw Kaiserslautern und im Bw Saarbrücken werden schrittweise dem Bw Homburg (Saar) zahlreiche Leistungen entzogen
10.04.1961   z-Stellung der der 38 3870 (Henschel 15704/1918)
28.05.1961   Zum Sommerfahrplan wird der elektrische Betrieb von Homburg (Saar) nach Kaiserslautern und gleichzeitig endet der Planeinsatz der
Baureihe 38 des Homberger Bw
Ende 05.1961   Die 38 2576, und 3534 werden nach Augsburg, 38 1913 nach Landau, 38 2586 nach Trier und 38 3330 nach Saarbrücken umbeheimatet
04.12.1961   Mit der Ausmusterung der 38 3870 (Henschel 15704/1918) endet die Geschichte der preuß. P 8 beim Bw Homburg (Saar)
28.05.1962   z-Stellung der letzten betreibsfähigen 52er, der 52 3329 (Jung 11340/1945)
30.09.1962   Zum Winterfahrplan werden alle verbliebenen 86er abgezogen, jedoch zum Mai 1963 kehren einige Maschinen zurück
22.05.1966   Mit der Elektrifizierung der Strecke Homburg – Neunkirchen – Wemmetsweiler endet der Planeinsatz von dere Ast Neunkirchen aus und
anschließend auch die Lokomotivunterhaltung der Baureihe 50 im heimatlichen Homburg – Die 50 370, 534,554, 970, 1382, 1738, 2687,
2867 und 2886 werden zum Bw Saarbrücken Hbf umbeheimatet, während die z-gestellten 50 1718, 1852 und 3050 in Homburg verbleiben
25.09.1966   Auflösung der Ast Neunkirchen (Saar)
28.05.1967   Zum Sommerfahrplan endet endgültig der Planeinsatz der preuß. T 18 in Homburg auf Grund der Ausweitung des Einsatzes von den
Diesellokomotiven der Baureihe V 10020
     
29.06.1967   Abschied von der Dampfloktraktion
Mit den zum 06.06.1967 z-gestellten 86 464 und 86 510 verlassen die letzten Dampflokomotiven das Bw Homburg (Saar) in Richtung Trier
     
30.09.1973   Ende der Selbständigkeit
Das Bw Homburg (Saar) wird wird fortan zur Außenstelle des Bw St. Wendel und in den Folgejahren gänzlich aufgelöst
     
    Der endgültige Abbruch bleibt den Anlagen des einstigen Bw Homburg (Saar) erspart – eine Gleissbaufirma erwirbt das Gelände und
saniert die Drehscheibe, den 23-ständigen Ringlokschuppen, Gleisanlagen und Hochbauten
     
    Zur Zeit ist die Rhenus Port Logistics im Ringlokschuppen Mieter/Eigentümer
     
     
   
  Gleisplan 1969  (weblink)
     
     
Hm   bahnamtliches Bezeichnungskürzel



Bahnbetriebswerke Rbd Ludwigshafen BD Saarbrücken Quellenangaben