Bahnbetriebswerk Jünkerath
Zeittafel: Bauliche Anlagen Bezeichnungen Beheimatungen

15.11.1870   Mit Eröffnung der Teilstrecke der Eifelbahn Sötenich – Nettersheim – Blankenheim am Wald – Jünkerath– Lissendrf – Gerolstein entwickelt
sich Jünkerath neben Gerolstein fortan zum betrieblichen Mittelpunkt der Eifelbahn
    Errichtung einer Lokremise mit sechs Lokomotivständen, sowie einem zweigeschossigen Verwaltungsgebäude, die zu Beginn nur als
Maschinenstation für die Dampflokomotiven aus Gerolstein und Trier ausgelegt ist
01.04.1881   Erhebung der Maschinenstation zu einer Betriebswerkstätte (Bwst) Jünkerath mit eigenen Lokomotiven der Gattungen G 3 (Cn2) und
P 3 (1 Bn2) und wird der KED Cöln linksrheinisch unterstellt
01.04.1895   Im Zuge der umfassenden Reform der Preußischen Staatsbahn (KPEV) und Neuordnung der Eisenbahndirektionen wird die Betriebs-
werkstätte Jünkerath der KED Saarbrücken-St. Johann unterstellt
     
1901   Anlieferung der fabrikneuen Lokomotiven der Gattung P 7 mit den Bezeichnungen 1 bis Cöln für den hochwertigen Reisezugdienst auf
der Eifelbahn zwischen Cöln und Trier. Die ab 1906 als 2301-2304 bezeichneten Lokomotiven werden zu einem späteren Zeitpunkt zur
Bwst Euskirchen umbeheimatet und 1919 als Reparationsgüter an Belgien abgegeben
     
1908   Die aus militärischen Gesichtspunkten initierten Bauvorhaben erforderen die Erweiterung der Bahnanlagen in Jünkerath,
Beginn der Höherlegung der Bahnanlagen gegen Überflutungen der nahegelegenen Kyll und Baubeginn an der Ahrtal- und Vennbahn
01.07.1912   Mit der Eröffnung der jeweils zweigleisigen Strecken abschnitte Ahrtalbahn Dümpelfeld – Ahrdorf (Ahr) – Hillesheim (Eifel) – Lissendorf
[– Jünkerath] und der Vennbahn Jünkerath – Losheim (Eifel) Grenze [– Weywertz] mit einem grozügigen Neubau der Betriebswerkstätte
für das zu erwartende höhere Verkehrsaufkommen gerecht zu werden, wird Jünkerath nun zu einem Eisenbahnknotenpunkt
    Zu den baulichen Anlagegehören ghören ein 17-ständiger Ringlokschuppen mit einer vorgelagerten ø 16 m Drehscheibe, einem zweiseitig
angeschlossenen, viergleisigen Rechteckschuppen mit 23 Lokomotivständen, sowie den üblichen Behandlungsanlagen
     
08.1914   Mit der allgemeinen Mobilmachung und anschließenden Beginn des I. Weltkrieges, der einen Vorstoss Deutscher Truppen über Belgien
vorsah, zeigen sich die großzügig bemessenen Bahnanlagen in und um Jünkerath in einem ausreichenden Zustand, der sich rasch zu
einem Hauptumschlagplatz für Militärgüter und Soldaten der Westfront entwickeln
12.08.1914   Die erste preuß. P 8 halt mit der 2445 Cöln, ab 1925 38 1576 (Humboldt 972/1914) in die Bwst Jünkerath Einzug
1917  

Das Bw Jünkerat beheimatet erstmals Lokomotiven der Gattung G 81, spätere Baureihe 5525-56. Bekannt ist die 5201 Königsberg von
der Bwst Insterburg, der späteren 55 4224 (Borsig 9623/1916), die 1936 in die 56 478 umgebaut werden sollte

   

Beheimatung von ersten Lokomotiven der Gattung G 10, der spätere Baureihe 5710

1918/1919   Nach dem Waffenstillstand wird Jünkerath abermals zur Drehscheibe für das deutsche Heer, die das belg. und franz Staatsgebiet binnen
kürzester Frist zu verlassen haben
Ende 1920er   Mit zunehmender Abliefung und Umbeheimatungen von preuß. P 8 werden die letzten noch vorhandenen Lokomotiven der Gattung P 4
abgegeben oder ausgemustert
20.03.1922   Mit ministerieller Verfügung werden anstelle der Bezeichnungen Betriebswerkmeisterei (Bwm) und Wagenwerkmeisterei (Wwm)
die Bezeichnungen Bahnbetriebswerk (Bw) bzw. Bahnbetriebswagenwerk (Bww) eingeführt,
Firmierung fortan als Bahnbetriebswerk Jünkerath
1923   Anlieferung der fabrikneuen Güterzuglokomotiven 5433 bis 5440 Osten, ab 1925 die 57 3242 bis 57 3249
     
31.10.1925   Triebfahrzeugbestand
 
38   1008, 1023-1025, 1027-1029, 1088, 1098, 1576, 1752, 3012, 3052 und 3246.
55   260 und 316
57   1123, 1126, 1135, 1137, 1140, 1162, 1226, 1233,
1235, 1302, 1304, 2249, 2252 und 3242-3249
78   094 und 095
89   7108 und 7247
90   189
91   380, 429, 451, 686, 1531 und 1534.
93   1235
     
1926   Einbau einer Drehscheibe ø 23 m Drehscheibe vor dem Rechteckschuppen
16.12.1926   Mit der 39 052 (Borsig 11707/1923) und 39 152 (Henschel 20205/1924) halten die ersten P 10 Einzug in die Jünkerather Bestandslisten –
ihnen werden am 24. und 30. Dezember vom Bw Bestwig kommend die 39 049-051 und 061 folgen
31.10.1928   Die erste Einheitslokomotiver der Baureihe 64 wird mit der fabrikneuen 64 141 (O&K 11430/1928) beheimatet –
weitere werden im folgenden Frühjahr noch folgen, die u.a. für die Einsätze nach Adenau vorgesehen sind
25.06.1929   Ein kurzes Gastspiel geben die beiden Trierer 78 095 (Vulcan 2166/1917) und 217 (Vulcan 3700/1921) in Jünkerath, welches sie bereits
im August 1929 wieder in Richtung Hamburg-Harburg verlassen werden
1934   Die letzte Einheitslokomotive, 64 143 (Krupp 992/1929) wird an das Bw Trier abgegeben
     
1935   Die Dieseltraktion kommt
Infolge von Rationalisierungsbemühungen der Reichsbahn schwach frequentierte Strecken rentabler zu gestalten, werden die
ersten Dieseltriebwagen aus dem Hause Linke-Hoffmann-Busch und Talbotfür den Einsatz auf den Nebenbahnen in der Eiffel
im Bw Jünkerath beheimatet:
 
VT 135   022 mit VB 140 112
    023 mit VB 140 113
    024 mit VB 140 099
    025 mit VB 140 100
    026 mit VB 140 114
     
01.1937   Abgabe des VT 135 022 mit dem VB 140 112 zum Bw Pirna
03.02.1937   Die letzte T 93 verlässt das Bw Jünkerath mit der 91 1773 (Gmeinder 1940/1913) zum Bw Saarbrücken Vbf –
sie wird vom 09.12.1939 bis 25.05.1940 noch einmal vom Bw Jünkerath eingesetzt werden
01.04.1937   Das Bw Jünkerath ist fortan der RBD Köln unterstellt,
Übernahme der 39 126-128 vom Bw Köln Bbf, sowie 39 049-051 und 121 vom Bw Köln-Deutzerfeld
Abgabe der 39 061-067 und 102 an das Bw Trier
09.1937   Anlieferung der fabrikneuen VT 135 121 bis VT 135 125 mit stärkeren 150 PS-Motoren, woraufhin die schwächer motorisierten
VT 135 024 zum Bw Dresden-Pieschen und die VT 135 023, 025 und 026 zum Bw Pirna abgegeben werden
     
15.05.1938   Triebfahrzeugbestand
 
38   1024, 1251, 2930, 2971 und 3731
39   049-051, 121, 127, 128 und 148
55   unbekannt
57   1135, 1226, 1433, 2475 und 3242-3249
93   640, 642, 681 und 1235
VT 135   121-125
     
    Anstieg der Lokmotivbestandes, insbesonder bei den Baureihen 55, 56 57 und 58 infolge der Baumassnahmen für den Westwall
09.1939   Mit Kriegsbeginn werden alle Dieseltriebwagen abgestellt oder zu Sonderfahrzeuge für die Wehrmacht zur Verfügung gestellt
12.1940   Beginn der Abgaben zahlreicher G 10 in die Ostmark, die bis 1942 vollständig aus dem Bw Jünkerath verschwunden sein werden
05.02.1941   Zuteilung der ersten Einheitsgüterzuglokomotiven der Baureihe 50 in Form der fabrikneuen 50 781 (Henschel 25865/1941) –
ihr werden im gleichen Monat noch die 50 782 und 783 folgen
1942   Erste Leihlokomotiven in Form von franz. 1´D-Lokomotiven sind fortan in dem Eifel-Bw tätig
08.1942   Esrtmalige Zuteilung von fabrikneuen Einheitslokomotiven der Baureihe 86 in Form von 86 498-112, worauf bis 05.1943 die
Maschinen der Baureihe 935 abgezogen werden
11.07.1942   Das Bw Vith, welches durch die deutsche Besatzung der EBD Köln unterstellt ist, gibt die 74 513 (Borsig 6115/1907) an das
Bw Jünkerath ab, die dann am 21.11.1942 zum Bw Köln Bbf witergeben wird
09.1944   Mit den Neuanliferungen von 42 556-558 tauchen die ersten Güterzuglokomotiven ihrer Art in den Bestandslisten auf
25.12.1944   Mit dem stärksten alliierten Luftangriff werden die Bahnanlagen in Jünkerath erheblich zerstört, dem am 14.01.1945 ein weiterer
schwere Luftangriff folgte, bei denen viele Eisenbahner und Zwangsarbeiter ums Leben kommen
20.01.1945   Übernahme der Bahnanlagen durch die Feldeisenbahner des Regiment II, für einen notdürftigen Bahnbetrieb
19./20.02.1945   Mit Abtransport von Werkzeugen und betriebsfähigen Maschinen über die Ahrtalbahn werden die Bahnhanlagen geräumt
03.03.1945   Sprengung von Brücken, Gleisen, Stellwerken, Tunnel und Weichen durch deutsche Sprengkommandos
07.03.1945   Trotz der massiven Zerstörungen der Bahnanlagen in und um Jünkerath besetzen die Amerikaner ohne Widerstand die Eifelstadt
     
07.1945   Beginn von bescheidenen Versuchen einen Aufräumdienst zu organisieren
25.09.1945   Mit der Neuordnung der Direktionsgrenzen analog zu den eingerichteten Besatzungszonen nach Kriegsende wechselt das
Bw Jünkerath zurück zur ED Saarbrücken
Herbst 1945   Eine Kleinlokomotive wird per Lkw zum völlig zertsörten Bw gebracht, da es keine intakte Bahnstrecken nach Jünkerath mehr gibt,
sie wird den Verschub über die wieder herzustellenden Gleise die beschädigten Fahrzeuge zum Bw ermöglichen
08.1946   Die erste Lokomotive der Gattung G 10 erreicht von Koblenz kommend über die aufgebaute Ahrtalbahn Jünkerath für einen ersten
geplanten Pendelbetrieb nach Gerolstein für den Aufbau der dortigen Kyllbrücke
29.08.1946   Wiederinbetriebnahme der zunächst eingleisigen Bahnstrecke nach Gerolstein
16.12.1946   Die Eifelbahn ist bis Trier befahrbar
20.12.1947   Wiederaufbahme eines bescheidenen und planmäßigen Personenverkehr auf der Eifelbahn bis Trier
01.04.1947   Mit der Gründung der Saarländischen Eisenbahnen wird für die außerhalb liegenden Teilen des dem Gouverneurs de la Sarre
unterstellten Saargebietes durch Anordnung der D.O.C.F. vom 12.03.1947 die ED Trier (bis 01.07.1947 ED Mosel in Saarbrücken)
wieder eingerichtet, zu der auch das Bw Jünkerath fortan unterstellt sein wird
ab 1947   Beheimatet sind Lokomotiven der Baureihen 50 und 58
06.10.1950   Beheimatung zweier bad. VI b, der 75 158 (Karlsruhe 1631/1902) und 75 189 (Karlsruhe 1658/1904), die am 26.05.1951 zum
Bw Aulendorf abgegeben werden
ab 04.1951   Zum Sommerfahrplan ziehen wieder Lokomotiven der Baureihe ein, namentlich 39 011, 056, 062, 083, 084, 088, 090, 095 und 146,
die bis Mitte 1954 wieder abziehen
05.1951   Beheimatung der Rottweiler 86 450, sowie der Friedrichshafener 86 581 und 841 als Ersatz für die abgegebenen 75er –
sie verlassen das Bahnbetriebswerk in der Eifel im Mai 1952 zum Bw Hermeskeil
    Im Bw Jünkerath ist eine kleine Werkstatt für die im Rangierbahnhof schadhaft werdende Güterwagen,
sowie eine Lehrlingswerkstatt für bis zu 50 Auszubildene untergbracht
02.1952   Abgabe der letzte G 12, der 58 301 und 303 an das Bw Ehrang
     
ab 04.1952   Die Nebenbahnretter kommen
Die ersten Schienenbusse ziehen in Form der VT 95 9158-9162 in das Bw Jünkerath ein, wobei sie die ersten Einsätze nach
Neuenburg und Remagen übernehmen werden
06.09.1952   Übernahme der 70 115 (Karlsruhe 1965/1916) vom Bw Kreuzberg für den leichten Übergabe- und Verschubdienst – sie wird am
23.10.1952 nach Kreuzberg zurück gegeben und durch die Trierer 70 118 (Karlsruhe 1968/1916) esetzt
30.05.1953   Durch z-Stellung der 70 118 endet die Einsatzgeschichte beim Bw Jünkerath – Ausmusterung am 09.11.1953
23.05.1954   Mit Sommerfahrplan übernehmen zugeteilte Maschine der Baureihe 38 die Leistungen der 39er, worauf diese abgezogen werden
31.05.1954   Ende der Geschichte der Baureihe beim Bw Jünkerath – Abgabe der 91 612 zum Bw Kreuzberg, die durch die 93 1202 abgelöst wird
     
01.01.1956   Triebfahrzeugbestand
 
38   1017, 1241, 1314, 1366, 1494, 1630, 1753 und 1845
50   384, 1105*, 1711, 1715, 1926*, 1927, 2726, 2818 und 3091
93   202
VT 95   9158-9162, 9289, 9291, 9455 und 9456
     
*   z-gestellt
     
11.1957   Abgabe der letzten 38er, der 38 1494 (BMAG 7416/1921) an das Bw Trier
1959   Lokomotiven der Baureihe 55 kommen erneut in die Bestandslisten vor
01.03.1959   Übernahme des Bw Gerolstein als Außenstelle (Lokabteilung) des Bw Jünkerath (Bw Jünkerath Gruppe Gerolstein)  [a. Q. 21.08.1959],
in Gerolstein verbleibt schwerpunktmäßig die Dieseltriebfahrzeugunterhaltung
     
    Triebfahrzeugbestand der Ast Gerolstein
 
57   1028, 1364*, 1896, 2252, 2540 und 2668
93   741, 771, 861, 886, 953, 1148*, 1202, 1206 und 1231
  4876
Köf   6257, 6350 und 6351
V 36   254 und 281
     
*   z-gestellt
     
     
01.04.1959   Das Bw Kreuzberg (Ahr) wird dem Bw Jünkerath als Außenstelle unterstellt
     
    Triebfahrzeugbestand der Ast Kreuzberg
 
86   346, 451, 464, 466, 521, 794 und 843
  0271 und 4261
     
     
01.01.1960   Mit der Auflösung der BD Trier wird das Bw Jünkerath mit seinen Außenstellen der BD Saarbrücken unterstellt
     
    Triebfahrzeugbestand
 
39   015, 022, 042, 056*, 057, 114, 126, 143, 158, 161,
173, 184, 198, 225, 229*,236, 240 und 241
50   384, 1711, 1715, 2726, 2818 und 3023
57   1346*, 1763, 1896, 2298, 2540* und 3140*
86   346, 451, 464, 466, 521, 792, 794, 841 und 843
93   683, 771*, 886*, 953, 1148*, 1202*, 1206* und 1231
  0271 und 4261
Köf   4141, 4876, 6267, 6350 und 6351
V 36   254 und 261
VT 95   9159-9162, 9217, 9289, 9291, 9452, 9455 und 9456
VB 98   058
VB 141   211*, 214* und 215*
VB 142   043-046, 168, 169, 191, 192, 308, 316 und 317
     
*   z-gestellt
     
     
    Der schleichende Niedergang
29.01.1960   Die fabrikneue Köf 6450 (KHD 57308/1960) bereichert die Gruppe Gerolstein des Bw Jünkerath – ihr werden noch die
fabrikneuen Köf 6492 (KHD 5750/1960) am 31.05.1960 und 6577 (Gmeinder 5211/1960) am 11.01.1961 als Ersatz die
Dampflokomotiven im leichten Rangierdienst folgen
11.03.1960   Mit der Saarbrücker V 60 390 (Jung 13045/1959) erhält das Bw Jünkerath, im Unterhaltungsbestand der Gruppe Gerolstein,
bis zum 19.05.1960, der sie zum Bw Mayen Ost wieder abgegeben werden wird
29.01.1960   Die fabrikneuen Köf 6450, 6492
bis 07. 1961   Der gesamte Bestand der Einheitsgüterzuglokomotiven der Baureihe 50 aufgelöst und wird nur buchmäßig zum Bw Ehrang
abgegeben – der Einsatz in Jünkerath der 50 384, 1711, 1715, 2726, 2818 und 3023 in Jünkerath wird weiter fortgesetzt
01.1962   Die ersten V 100 treffen fabrikneu im Bw Jünkerath ein – die V 100 1244-1246, die eingesetzt im Bw Kreuzberg und in
der Ast Gerolstein unterhalten werden
ab 03.1962   Die V 100 1040-1043 bereichern buchmäßig den Jünkerather Bestand für die vorgesehnede Ablösung der Baureihe 86
29.05.1964   Die letzte Diesellokomotive ihrer Art verabschiedet sich zum Bw Trier – die V 36 261 (MaK 2018/1948)
     
01.07.1964   Die 93 823 wird als letzte T 141 (Union 2716/1922) bei diesem Eifeler Bw ausgemustert
30.10.1964   Mit der Ausmusterung der 57 2298 (Borsig 10797/1921) entet die Geschichte der preuß. G 10 beim Bw Jünkerath
11.02.1966   Die erste Kleinlokomotive ihrer Art, die fabrikneue Köf 11 303 (O&K 26418/1966) trägt sich in die Bestandlisten ein
25.05.1966   Nach dem letzten Einsatz der 39 204 (Karlsruhe 2290/1924) endete die P 10-Epoche – zum 31.05.1966 erfolgt die z-Stellung
22.06.1966   Nur wenige Tage länger dauerte die Einsatzgeschichte der Jünkerather Baureihe 86 mit der Abgabe der 86 586 zum Bw Trier
23.05.1965   Als letzten Zugang einer Baureihe wird die stärkere Version der V 100 in Jünkerath, Gruppe Gerolstein heimisch, der ehem.
Saarbrücker V 100 2347 – aus Neuanlieferungen werden noch die V 100 2375 bis 2377 folgen
     
25.09.1966   Triebfahrzeugbestand
 
V 100   1033, 1034, 1040-1043 und 1239-1243,
2347 und 2375-2377
  4261 und 4876
Köf   6118, 6267, 6350, 6492 und 6577
Köf 11   303
VT 95   9160-6162, 9289, 9452, 9455 und 9456
     
26.09.1966   Das Ende
Die Außenstelle Gerolstein des Bw Jünkerath wird wieder zu einer selbständigen Dienststelle erhoben und übernimmt nun
alle die buchmäßig zuvor unterhaltenen Diesellokomotiven,
Das Bw Jünkerath wird aufgelöst und fortan Außenstelle des wieder selbständigen Bw Gerolstein,
Abzug des im Jünkerath beheimateten Hilfszug, der aus einem Arzt-, Geräte- und Mannschaftswagen besteht
     
Herbst 1967   Abzug der letzten zur Verschrottung vorgesehenen in Jünkerath abgestellten Dampflokomotiven
Abgabe der Knotenpunktfunktion mit den Zugbildungsaufgaben für die umliegenden Nebenbahnen nach Ehrang
     
01.06.1971  

Im Zusammenhang mit der bevorstehenden Auflösung der BD Mainz und der daraus resultierenden Neuabgrenzungen
der umliegenden Direktionsbezirke wird die Außenstelle Jünkerath des Bw Gerolstein wieder zur BD Köln und wird
dem Bw Köln-Nippes unterstellt

1975   Die Bahnmeisterei Jünkerath wird aufgelöst, deren Aufgaben fortan der Bm Kall abheim fallen
     
Herbst1976   Abriss des Ringlokschuppen samt 30 m hohen Kamin und Verwaltungsgebäude, sowie Ausbau der ø 16m Drehscheibe
1979   Der Lokbahnhof des Bw Köln-Nippes wird in eine Stützpunkt umgewandelt,
Die Lehrlingswerkstatt wird zusammen mit dem Gebäudekomplex und der Achssenke abgerissen, einhergehend mit dem
Rückbau der gesamten Gleisanlagen
     
1986   Ausbau der ø 23 m Drehscheibe an der Rechteckhalle
     
    Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist nur noch die viergleisige Rechteckhalle in privater Nutzung vorhanden
     
     
    Statistische Erhebungen jeweils im Rechnungsjahr

Stand Jahr ø Zahl der
Bediensteten
Bemerkungen
01.04. 1941 280  
01.04. 1959 ~ 500    davon 50 Lehrlinge
  1966 ~ 100     
     
     
   
Gleisplan 1977  (weblink)  
     
     
  bahnamtliches Bezeichnungskürzel
n


Bahnbetriebswerke ED Trier KED Saarbrücken BD Köln Quellenangaben