Bahnbetriebswerk Nürnberg Rbf
Zeittafel:  Bauliche Anlagen – Bezeichnungen – Beheimatungen

1899-1903  

Errichtung eines Rangierbahnhof bestehend aus einem neungleisigen Einfahrtbahnhof, 33 Richtungsgleisen, zwei Stationsharfenmit je zehn
Gleisen und ein Ausfahrtsbahnhof mit zehn Gleisen. Der Rangierbahnhof wird als ein "Ein-Richtungs-Gefälle-Bahnhof" konzipiert. Gleichsam
entsteht eine "Königlichen Betriebswerkstätte Nürnberg Rangierbahnhof" mit zwei nebeneinanderliegenden, 20-ständigen Ringlokschuppen
und jeweils einer davorliegenden Drehscheibe unmittelbar am Rangierbahnhof im Reichswald südlich von Nürnberg:
zu den Hochbauten zählen Lager- und Bürogebäude, eine Montierhalle, eine Schmiede, eine Großbekohlungsanlage mit einem Säulendreh-
kran und zwei Schüttbunker, einer Schlackegrube, eine Besandungsanlage, eine Werkstätte zur Reparatur von srchs Loks und 16 Wagen
in zwei Rechteckhallen beidseits der Ringlokschuppen gelegen, ein eigenes Elektrizitätswerk, sowie ein eigener Tiefbrunnen m.Pumpanlage
und großem Wasserturm für die Wasserversorgung der Lokomotiven – Die Inbetriebnahme der gesamten Anlagen ist am 03.08.1903

    In der Betriebswerkstätte am Ranhierbahnhof finden die typischen Güterzuglokomotivgattungen C II, C III, C IV und C VI eine neue Heimat.
Diese Lokomotiven waren zuvor von der Abteilung III der Betriebswerkstätte Nürnberg betreut worden. Ferner wurden eine"bunte Mischung"
von Lokomotivbaureihen für die zahlreichen Lokalbahnen rund um Nürnberg hier beheimatet.
Zu den unterstellten Lokstationen (später Lokbahnhöfe) zählen Allersberg, Demantsfürth-Ühlfeld, Freystadt, Neumarkt in der Oberpfalz,
Wendelstein und Windsheim
1907   Erstmalige Beheimatung von Lokomotiven der Gattung G 3/4 in Form der fabrikneuen 1634-1645 Nürnberg
1904   Erweiterung der Anlagen um eine großzügige Wagenwerkstätte
01.08.1914   Bei Ausbruch des I. Weltkrieges wies die Bwst Nürnberg Rbf einen beachtlichen Bestand von 114 Maischienen auf, der sich auf folgende
Gattungen aufteilte:
 
C II   32x D VII   16x
C VI   17x D IX   1x
G 3/4   15x D XI   9x
D V   10x PtL 2/2   6x
DVI   7x Bauzug   1x
     
    Abgabe von zahlreichen Lokomotiven der Gattungen C III, C VI und G 3/4 an die in den besetzten Gebieten eingerichteten Militär-Eisen-
bahndirketionen (MED). Durch den Lokmangel wurde ausgeglichen durch die Einschränkung des Zugangebots und der Neubeschaffung
der Gattung G 4/5 H (spätere Baureihe 568), von denen viele ab 1919 als Reparationsleistungen an die Siegermächte abgegeben werden
mussten
1919   Anmietung von einigen schweizer D 3/3 als Ausgleich des grvierenden Lokmangels,
Neuanlieferungen von Lokomotiven der Gattung D II, die spätere Baureihe 896
ab 1920   Anlieferung von Lokomotiven der Gattung R 3/3 (spätere Baureihe 898), die die zehn aus dem Jahr 1877 stammenden und zur Aus-
musterung vorgesehen ablösten. Die fortschreitende Anlieferung von G 3/4 H (spätere Baureihe 5415) führte zur Verdängung der
Gattungen C VI (spätere Baureihe 5413) und G 3/4 N (spätere Baureihe 5414), sowie die Ausmusterung der C IV bis 1926
20.03.1922   Mit ministerieller Verfügung werden anstelle der Bezeichnungen Betriebswerkmeisterei (Bwm) und Wagenwerkmeisterei (Wwm)
die Bezeichnungen Bahnbetriebswerk (Bw) bzw. Bahnbetriebswagenwerk (Bww) eingeführt,
Firmierung ab 07/1922 als Bahnbetriebswerk Nürnberg Rbf
01.1923   Erstmalige Beheimatung der später als 57 3007 bis 3012 bezeichneten Güterzuglokomotiven im Bw Nürnberg Rbf
07.1924   Mit der T 93, spätere 91 817 (Jung 963/1906) erhält diese preuß. Gattung erstmals Einzug in das Bw Nürnberg Rbf, von denen bis
Mai 1928 noch weitere 20 Maschinen den Nürnberger Bestand bereichern werden
     
31.10.1925   Triebfahrzeugbestand
 
53   8138, 8142 und 8143
54   1401, 1404, 1406, 1407, 1411, 1518-1524,
1575, 1585 und 1590-1600
55   3274
56   903, 905, 907, 911, 912, 915, 917, 924, 926, 927,
934, 935, 939, 944, 963, 967, 968, 971, 987, 991,
992, 998, 1019, 1031 und 1034
57   588, 1004, 1005, 1013, 1015, 1331,3007-3012 und 3370
58   1526, 1612, 1678, 1679, 1686, 1696, 1702-1704, 1709-1713,
1749, 1822, 1828, 1829, 1882, 1883,1887 und 1889-1891
88   7144
89   630, 631, 636, 641, 642, 655-657, 712,
715, 717, 843-845, 862 und 888
91   316, 435, 550, 565, 599, 734, 754, 770, 792, 816-818, 950-952,
984, 996, 997, 1174, 1187-1189, 1356, 1649 und 1760-1762
98   438, 446, 493, 494, 498, 512 und 7651
     
1929   Das Einsatzgebiet der Nürnberger Güterzuglokomotiven erstreckte sich von Crailsheim über Eger, Furth im Wald, Passau, Probstzella,
Pommelsbrunn bis nach Treuchtlingen
24.03.1931   Mit der Würzburger 58 1481 zieht die erste Lokokomotive dieser Baureihe in die Bestandslisten ein – im Juli werden weitere folgen
12.12.1931   Ausmusterung der letzten G 3/4 N im Bw Nürnberg Rbf, der 54 1423 (Krauss 6015/1908)
     
04.05.1932   Die Dieseltraktion erhält Einzug
Die fabrikneue Kö 4054 (Krauss 15337/1932) wird dem Bahnhof Hersbruck rechts der Pegnitz zugeteilt
08.10.1932   Mit den vom Bw Nürnberg Hbf übernommenen 98 881, 882 und 888 erscheint erstmals die Gattung GtL 4/4 in den Bestandslisten, die
mit den Neuanlieferungen von 98 1036 bis 1039 im Mai und Juni 19333 die preuß. T 93 ablösen werden
Januar 1923   Beheimatung der ersten G 10, der späteren Baureihe 57
06.05.1934   Mit der 86 165 (Henschel 22244/1934) erhält das Bw Nürnberg Rbf seine erste Einheitslokomotive diesen Typs, weitere werden folgen
und werden die 988 und 9810 aus ihren angestammten Eisatzgebieten verdrängen
Juni 1934   Anlieferung der ersten Einheits-Dampflokomotiven der Baureihe 86
bis 1935   Moderniesierung und Erweiterung des Nürnberger Rangierbahnhofs auf eine Gleislänge von über 90 km
     
20.03.1935   Die Elektrotraktion erhält Einzug
Erstmalige Beheimatung einer elektrischen Lokomotive in Form der fabrikneuen E 44 035 (KM 15481/1935) für den zum 05.04.1935 zu
eröffnenden elektrischen Zugbtrieb von Nürnberg Hbf über Augsburg nach München Hbf. Bis Oktober werden E 44 036 bis 041 folgen
     
15.05.1935   Triebfahrzeugbestand
 
54   1519, 1520, 1521, 1524, 1525, 1540, 1552, 1553, 1561-1563, 1575, 1585, 1590-1602, 1658, 1684, 1685, und 1721
56   903, 905, 907, 924, 926, 971, 987, 1019, 1031, 1034 und 1116
57   1004, 1013, 1015, 1331, 2327, 3007, 3370 und 3374
58   1481, 1678, 1679, 1683, 1696, 1704, 1709, 1711, 1712, 1749, 1751, 1822,
1825, 1829, 1882, 1884, 1887, 1889-1891, 1914, 1982, 1991 und 2093
73   073
86   165-168
89   607, 618, 624, 630, 631, 636, 641, 642 und 646
91   509, 732, 742, 752, 812, 817, 984, 996, 997, 1083 und 1188
98   301, 311, 314, 316, 438, 446, 493, 494, 498, 512, 1037, 1038 und 7651
E 44   035-037
     
1936   Für den internen Bw-Verschub lösten die ausgemusterten Kb 4053, Kö 4057 und Kö 4057 als "Geräte" die bisherigen D VII ab
Mai 1936   Einzug der Dieseltraktion in Form der Kleinlokomotiven Kö 4054, 4056 und 4057
23.10.1939   Mit der fabrikneuen 50 256 (KM 15775/1939) erscheint die erste Einheitslokomotive diesen Typs in Nürnberg Rbf, der bis
November die 50 257 bis 263 folgen werden
     
01.01.1940   Triebfahrzeugbestand
 
50   254-263
54   1502, 1518-1525, 1540,1542, 1552, 1553, 1560-1563, 1575, 1585, 1590-1602, 1612, 1658,
1662, 1684, 1685, 1721 und 1722
55   2689, 2761, 3600, 3605, 3895, 4827 und 4934
56   905, 926, 987, 1019 und 1116
57   1004, 1005, 1013, 1015, 1018, 1020, 1076, 1082, 1096, 1292, 1331, 1746, 1788, 1994,
2209, 2280, 2330, 2706, 2712, 3007, 3010, 3012, 3018, 3370, 3374 und 3418
58   1093, 1127, 1481, 1678, 1679, 1681, 1683, 1696, 1704, 1709, 1711, 1712, 1749, 1751,
1822, 1828, 1829, 1882, 1883, 1887, 1889, 1891, 1914,1982, 1984, 1991 und 2093
86   129, 130, 159, 160, 162, und 165-168
91   509, 720, 742, 818, 984, 996, 997, 1083, 1188, 1299, 1310, 1402, 1525, 1644, 1659 und 1709
92   521, 586 und 615
98   301, 311, 314, 316, 493, 498 und 512
E 44   035-040, 061, 062, 065 und 083
  4098, 4100, 4239, 4240, 4244, 4264, 4305,4307, 4310 und 4334
Ks   4816, 4819, 4820, 4859, 4860, 4862, 4980-4982 und 4984
     
12.05.1941   Zuteilung der ersten Güterzuglokomotive der Baureihe 44,   der 44 304 (Oberschlesische Lokomotivwewrke Kattowitz 871/1941)
Sommer 1941   Zuteilung der Leihlokomotiven ETAT 140 908, 914 und 915, ehem bayer. G 4/4 H,
Mit zunehmender Anzahl weiterer 44er ging die Abgabe von einigen G 12er, sowie zahlreicher 50er an die Ostfront einher
1943   Baubeginn einer Großbekohlungsanlage – Fertigstellung erst nach dem II. Weltkrieg
20.02.1945   Schwerster Angriff durch allierte Luftstreitkräfte mit umfassenden Zerstörungen an den Bahnanlagen, die bis Kriegsende nur teilweise
behoben werden konnten
20.04.1945   Mit der Eroberung Nürnbergs übernehmen die Amerikaner das Bw und den Rangierbahnhof — erste Aufräumarbeiten beginnen,
Die Wirren der letzten Wochen und Monate des Krieges hatten dem Bw Nürnberg Rbf zahlreiche, meist betriebsuntaugliche
Lokomotiven unterschiedlichster Baureihen beschert, die in und um Nürnberg herum die Abstellgleise "bevölkern".
08.1945   Ein bescheidener Umfang von Rangierleistungen wird wieder aufgenommen
Anfang 1946   Inbetriebnahme von über 50 wieder funktionstüchtigen Richtungsgleisen im benachbarten Rangierbahnhof
01.1946   Mit der beginnenden Demontage der Fahrleitung in der SBZ verlor der Elektrische Betrieb auf der Frankenwaldbahn an Bedeutung,
sodass der E 94-Bestand des Bw Pressig-Rothenkirchen zum Bw Nürnberg Rbf abgegeben wird, den Anfang mach die E 94 019
02.1947   Übernahme der 52 066, 284, 1327, 1724 und 5995 aus Linz und Villach, um den eklaten Lokmangel entgegen zu treten
23.03.1948   Abgabe der letzten 52er, der 52 012 (Babelsberg 14014/1944) an das Bw Coburg
1948   Beginn der Ausmusterung der älteren Lokgattungen G 53, G 71, G 72, G 81 und poln Typen, die in langen Lokschlangen
rund um Nürnberg verteilt sind. Diese werden bis zum 13.12.1951 der Verschrottung zugeführt
06.03.1949   Mit der Abgabe der 91 997 zum Bw Heilbronn verabschiedet sich die letzte T 93 aus den Nürnberger Bestand
17.03.1949   Umbeheimatung der beiden letzten betriebsfähigen "Glaskästen" 98 301 und 307 zum Bw Nürnberg Hbf – die seit dem 08.11.1947
z-gestellte 98 311 wird zum 14.11.1951 ausgemustert,
Übernahme der 98 493, 507, 524 und 544 von den Bw Aschaffenburg, Nürnberg Hbf und Neuenmarkt-Wirsberg
05.1949   Abgabe der betriebsfähigen 42 524, 525, 692 und 694 an das Bw Bamberg, sowie 42 760 und 967 an das Bw Neuenberg-Wirsberg,
die übrigen z-gestellten 42 wurden mit Verfügung vom 18.10.1954 ausgemustert
     
01.07.1950   Triebfahrzeugbestand
 
42   580, 1064, 1582, 1589, 1590, 1750, 1754 und 1757-1759
44   118, 125, 127, 130, 143, 168, 170, 189, 208, 298, 305, 309, 310, 369, 391, 456, 608, 644, 690, 776, 800,
884, 923, 963, 984, 998, 1014, 1038, 1043, 1046, 1052, 1061, 1070, 1130, 1144, 1173, 1319, 1322,
1366, 1386, 1395, 1484, 1511, 1512, 1602, 1657-1659, 1661, 1664-1666, 1737, 1754 und 1954
50   2130, 2144, 2261, 2732 und 2945
52   1296, 1524, 7209 und 7421
54   1502, 1510, 1520, 1522-1524, 1540, 1542, 1549, 1552, 1556, 1560, 1561, 1563, 1575, 1583, 1588,
1595-1598, 1600-1602, 1612, 1616, 1620, 1635, 1658, 1662, 1684, 1685, 1707, 1721 und 1722
55   788, 2017, 2202, 2227, 2241, 2875, 3189, 3222, 3337, 3597, 3627, 3648, 3857, 4085, 4660,
4761, 4804, 5125, 5146 und 5253
57   1162, 1390, 1588, 1718, 1830, 2167, 2286, 2433 und 3278
58   1612, 1668, 1785, 1891, 2330, 2331, 2376, 2396, 2446, 2455,
2486, 2558, 2567, 2588, 2658 und 2770 (ex PKP Ty23-3)
86   094, 130, 160, 162, 166 und 168
89   640, 650 und 660
98   311, 493, 507 und 544
E 44   029, 034, 039, 040, 083, 117, 121 und 138
E 94   045, 047, 048, 053, 113, 131, 132 und 133
  4098, 4100, 4240, 4241, 4262, 4281 und 4308
Ks   4816
     
15.11.1951   Durch Verfügung werden die beiden letzten G 12, die 58 1668 (Borsig 10664/ 1920) und 58 1785 (Henschel 17056/1920) ausgemustert
01.08.1951   Mit der Abgabe der 57 3270 (Rheimetall 738/1923) zum Bw Neuenmarkt-Wirsberg endet die Einsatzgeschichte bei Bw Nürnberg Rbf
02.08.1957   Übernahme der z-gestellten 45 009, 014 und 022 vom Bw Würzburg – mangels Einsatzmöglichkeiten werden diese mit Verfügung
vom 15.11.1957 ausgemustert
10.02.1958   Mit der z-Stellung der 89 640 verabschiedet sich die seit der Gründung dieser Dienststelle hier heimische, letzte bayerische D II
30.04.1958   Die ersten Lokomotiven aus dem DB Neubauprogramm tauchen in den Bestandslisten auf – den Anfang macht die sechsachsige
Aschaffenburger E 50 008 (Krupp 3478 | AEG 7401/1957) – bis 10/1958 werden die E 50 001-007, 009-019 und 039 folgen
30.04.1958   Beginn der Beheimatung von sechsachsigen Neubau E-Loks in Form von der Baureihe E50
20.10.1960   Als letztes Urgestein scheidet die am 18.07.1960 z-gestellte 98 507 (Krauss 4869/1903) aus dem Bestand aus – sie wird später den
Bahnhofsvorplatz von Ingolstadt schmücken
06.09.1961   z-Stellung der letzten bayer. R 3/3 im Bestand des Bw Nürnberg Rbf, der 89 853 (Krauss 7933/1922)
01.06.1964   Auflösung der E44-Gruppe und Abgabe der E 44 029, 034, 062, 117, 121,126 und 138 zum Bw Nürnberg Hbf
     
12.01.1965   Triebfahrzeugbestand
 
44   604, 914, 1044, 1284, 1440, 1482, 1530, 1575, 1657, 1658 und 1664
50   199, 475, 521, 591, 673, 751, 899, 1047, 1075, 1123, 1203, 1352,
1362, 1391, 1588, 1628, 1664, 1753, 1954, 2180, 2261, 2334,
2394, 2420, 2452, 2524, 2609, 2674, 3005 und 3085
54   1632 und 1685
55   2781, 2816, 2875, 3599 und 4038
86   094,102, 128, 159, 160, 170, 321, 349, 408, 415, 576, 583 745 und 780
E 50   001-028
     
01.06.1966   Vorläufige Aufgabe der E-Lokunterhaltung und Abgabe von allen E 50 an das Bw Würzburg,
Übernahme aller V 60 vom Nachbar-Bw Nürnberg Hbf
04.03.1966   Mit der Ausmusterung der 58 1632 (LHB 1964/1920) scheidet die letzte Vertreterin der Gattung G 3/4 H bei der DB aus
23.05.1967   Wegen Aufgabe der Dampflokunterhaltung beim Bw Nürnberg Hbf wechselt zum Sommerfahrplan der gesamte Bestand
der Baureihen 01, 3810 und 64 zum Bw am Rangierbahnhof über
24.10.1967   Abgabe der 55 3599 (Henschel 13544/1915) an das Bw Gießen als letzte G 81 des Bw Nürnberg Rbf
10.01.1968   Mit Abgabe der 038 477 (BMAG 7612/1921) und 038 650 (ARG 2311/1922) zum Bw Rottweil verlassen die letzten preuß. P 8 Nürnberg
01.08.1968   Übernahme aller Kleinlokomotiven des Bw Ansbach
29.09.1968   Übernahme aller V60 des Bw Nürnberg Hbf als Werkstättenkapazitätsausgleich
02.10.1968   Ausmusterung der letzten betriebsfähigen 01er per Verfügung – die 01 077 (BMAG 9306/1930)
01.04.1969   Übernahme der Stangendiesellokomotiven 236 102 und 106, sowie die 260 108 und 109 vom Bw Ansbach
03.11.1969   Mit der Ingolstädter 290 139 (MaK 1000470/1968) beheimatet das Bw Nürnberg Rbf seine erste schwere Rangierlokomotive,
die 290 140 und 144 folgen im gleichen Monat
     
   
 
     
     
01.01.1970   Übernahme des Bw Ansbach als Bw- Außenstelle und deren TVT, sowie die einmotorigen Schienenbusse samt Beiwagen
25.03.1970   Die letzten beiden "Bubiköpfe" 64 031 (AEG 3490/1928) und 64 241 (Jung 5088/1932) verlassen Nürnberg in Richtung Aschaffenburg
01.10.1971   Erneute Einrichtung der zuvor modernisierten E-Lokunterhaltung mit Übernahme von fünf E-Loks der Baureihe 150 des Bw Kornwestheim,
zehn vom Bw Würzburg und von acht Lokomotiven der Altbaureihe 194 des Bw Aschaffenburg
12.1971   Abgabe der beiden letzten "Krokodile" an das Bw Aschaffenburg – E 94 273 (KM 17876/1954) und E 94 274 (KM 17877/1954)
28.05.1972   Mit den Gemünder 798 680 und 711 tauchen erstmals zweimotorige Schienenbusse in den Nürnberger Bestandslisten auf
01.10.1972   Im Zuge der Bemühungen um eine rationelle Triebfahrzeugunterhaltung wird das Bw Nürnberg Rbf zum alleinigen Beheimastungsstandort
für sechsachsige Güterzuglokomotiven in der BD Nürnberg auserkoren und übernimmt zum Winterfahrplan die Aschaffenburger 194 133,
137, 140, 145, 159 und 262 – ihnen werden bis zum Winterfahrplan 1973/1974 sämtliche Regensburger 194er folgen
01.10.1972   Aufgabe des 44er-Unterhaltungsbestandes durch Abgabe der 044 070, 077, 197, 257, 263, 647, 654, 686 und 753 zum Bw Weiden,
sowie die 044 405 und 537 zum Bw Gelsenkirchen-Bismarck
21.12.1972   Abgabe der letzten betribsfähigen 086er – 086 132, 160, 431, 534 und 721 – an das Bw Hof
     
03.06.1973   Aufgabe der Dampflokunterhaltung
Als letzte Dampflokomotiven wechseln folgende
 
050   219, 402, 591, 964 und 975 zum Bw Kirchenlaibach,
751 zum Bw Hof,
964 zum Bw Schweinfurt
051   351, 511, 588 und 954 zum Bw Kirchenlaibach,
575 zum Bw Hof
052  

241 zum Bw Hof,
406, 736 und 988 zum Bw Schweinfurt


Zur Auslastung der Werkstattkapazität übernimmt das Bw Nürnberg Rbf sechs 194er vom Bw Würzburg und am 04.06. eine 194er vom
Bw Aschaffenburg und 15 Lokomotiven der Baureihe 150 am 25.07.1973,
Fortan finden im westlichen Lokomotivschuppen Elektrolokomotiven und im östlichen Diesellokomotiven passende Abstellmöglichkeiten
     
21.12.1973   Mit der Anlieferung der 151 025 (KM 19644/1973) beginnt das Zeitalter einer neuen Güterzugbaureihe beim Bw Nürnberg Rbf
01.05.1974   Der zum Dienstfahrzeug 725 005-3 umgebaute ehem. Braunschweiger 798 799 bereichert fortan den Tfz-Bestand am Rangierbahnhof,
der mit dem neuangelierferten 726 005-2 (MBB 09030/1974) zum Gleismesszug ein Tandem bilden wird
26.05.1974   Mit fortschreitender Anlieferung von 151er geht der gesamte 260/261-Unterhaltsbestand wieder zurück an das Bw Nürnberg Hbf
02.01.1975   Abgabe der 236 102 und 106 zum Bw Stuttgart, sowie 236 112 und 126 zum Bw Hannover
01.06.1975   Schließung der Außenstelle Ansbach des Bw Nürnberg Rbf  (a. Q. 26.06.1975),
Mit Übernahme der letzten Aschaffenburger 194 ist die Konzentration dieser Baureihe auf ein Bahnbetriebswerk
innerhalb der Direktion abgeschlossen
     
01.01.1976   Triebfahrzeugbestand
 
150   001-054, 056-058 und 107
151   025-054 und 103-113
194   013, 014, 023, 024, 026, 032, 049, 050, 060, 062, 063, 067,
075, 132, 133, 137, 139, 140, 145, 541, 542 und 562-585
290   293-295, 358-361, 382-386, 395 und 403-407
322   039, 044,147, 149, 172, 175 182, 650, 652, 655 und 660
323   002, 007, 008, 016, 067, 426, 542, 606, 607, 705, 707,
759, 822, 871, 915 und 916
332   028, 065-067, 180, 213, 282 und 283
333   001, 038, 106, 107, 173 und 174
     
1978   Mit 237 km Gleislänge hat der Rangierbahnhof fast die siebenfache Größe gegenüber dem Eröffnungsjahr erreicht
1979-1985   Modernisierung des gesamten Rangierbahnhof auf eine Gleislänge von rund 213 km mit Verringerung der Weicheneinheiten um über 100 auf
860 und eine Steigerung der max. Ablaufleistung von 5.600 auf 6.500 Güterwagen pro Tag. Reduzierung der Stellwerke von 16 auf zwei und
die Reduzierung der Mitarbeiter von über 1.000 auf 600. Damit ist er der leistungsstärkste Gefällerangierbahnhof in Europa
11.02.1980   Offizielle Übergabe der ersten fünf Drehstrom-Elektrolokomotiven der DB in Form der Prototypen der Baureihe 120 001, 002, 003, 004 und 005,
Beginn von umfangreichen Versuchsfahrten, u.a. Bespannung vor 5.400 t schweren Güterzügen, vor schweren IC-Zügen, im
Nahverkehr-Pendeldienst u.v.m., die den Beweis zur Eignung als Universallokomotiven erbringen sollen
01.09.1980   Das Bw Nürnberg Rbf trägt fortan die Bezeichnung Bw Nürnberg 2
17.01.1987   Feierliche Übergabe der ersten Serien-120 in Form der 120 103-7 (TH 32881 | BBC/1987)
Sommer 1987   Vermietung einiger 194er an die SBB
27.09.1987   Mit Beginn des Winterfahrplans endet der Schiebelokeinsatz der 194er auf der Spessartrampe Laufach – Heigenbrücken
     
28.05.1988   Abschied vom »Krokodil«
Die 194 185 befördert mit dem Dg 49830 Hall in Tirol – Rosenheim die letzte 194er-Planleistung und anschließend Lz 86476 nach Müchen Ost und
wird am nächsten Tag zusammen mit den 194 145, 184, 191-193, 562 und 574 z-gestellt. Damit endet der Einsatz beim Bw Nürnberg 2 sondern
auch als letzte Altbau-Elektrolokomotive bei der Deutschen Bundesbahn. Die Ausmusterungen erfolgen zum 28.06.1988
28.04.1989   Die Vorserien-120 werden zu den Bahndientstfahrzeugen 752 001, 002, 003, 004 und 005 umgezeichnet
     
01.07.1991   Triebfahrzeugbestand
 
120   101-160
150   001-044, 063-068, 070 und 071-105
151   001-088 und 100-104
290   121, 141, 145, 178, 179, 216, 217, 237-239, 245, 250, 283, 291-293, 358-361, 382-388, 395 und 403-407
323   145, 259, 542, 704, 706, 707, 732, 759, 763 und 871
332   061, 067, 075, 076, 170, 178, 180, 207, 210, 213, 262, 263 und 271
333   001
335   164, 165, 175, 176, 177 und 179
752   001-005
     
   
     
     
26.08.1991   Erste Beheimatung einer Elektrolokomotive aus DDR-Produktion in Form von 250 089 (LEW 16435/1979), der späteren 155 089,
im nächsten Monat folgen ihr noch die 250 195, 207, 261, 264 und 267
     
    Zum Unterhaltungsbestand gehören auch zahlreiche Rottenkraftwagen, Anhänger und Propangasverteilerzüge, die zusammen mit den vielen
Schadgüterwagen in der Wagenwerkstätte ausgebessert werden
31.05.1992   Umbeheimatung der 60 Serien- und der drei Vorserien-120 zum Bw Nürnberg 1
     
01.01.1994  

Mit dem Zusammenschluss von Deutsche Bundesbahn und Deutsche Reichsbahn zur Deutschen Bahn AG wird das Bw Nürnberg 2
fortan als Betriebshof (Bh) Nürnberg Rbf des GB Traktion und als Werk Nürnberg des GB Werke aufgeteilt

1995   Errichtung einer neuen sechsgleisigen Werkstatthalle für Güterwagen mit südseits liegenden Büro- und Magazinanbauten an Stelle
der alten Bekohlungsanlage nördlich des Bw-Geländes
02.10.1997   Anlieferung der ersten Elektolokomotive aus der EuroSprinter-Familie – die 152 001-4
Juli 2001   Mit 182 001" erhält der erste »Taurus« der Baureihe 182 Einzug in die Nürnberger Bestandslisten
20.02.2002   Übernahme des kompletten Bestandes der Baureihe 139 vom Bh München West
April 2003   Einzug der ersten drei Viersystemlokomotiven der Baureihe 189 aus dem Hause SIEMENS
     
01.01.2004   Triebfahrzeugbestand
 
139   122, 131-133, 135, 137, 145, 157, 163-166, 172, 177, 213, 214, 222,
246, 250, 255, 260, 262, 264, 283, 285, 287, 309-316 und 552-562
150   025, 043, 060*, 067*, 079, 086, 125, 157*; 158*, 159*, 160*, 161*,
166*, 168, 169, 174*, 185* und 186*
151   001-053, 055-071, 073-119 und 121-170
152   001-031, 033-170 und 190
182   001-015, 016* und 017-025
189   001-027
232   003, 030, 032, 040, 051, 068, 092, 100, 105, 106, 135, 136, 141, 154,
205, 207, 212, 296, 297, 303, 308, 359, 362, 363, 391, 408, 432, 469,
482, 484, 485, 489, 524, 528, 531, 535, 537, 553, 559, 571, 577, 589,
603, 609, 618, 623, 626, 634, 646, 653, 661, 686, 690, 695 und 701
290   027, 048, 061, 062, 121, 178, 183, 507, 513,
514, 516, 519, 641, 679, 704 und 798
294   080, 148, 150, 247, 260, 262, 398, 402, 587, 598, 599, 660,
685, 704, 716, 717, 721, 745, 750, 753, 765 und 799
333   534, 570, 658, 662 und 676
335   164
362   390, 427, 502, 564, 741, 787 und 939
363   177, 200 und 232
364   407, 510 und 761
365   118, 142, 168, 198, 208, 209, 226, 623, 624, 627, 628 und 822
711   005 und 114
     
*   z-gestellt
     
     
01.01.2013   Triebfahrzeugbestand
 
139   132, 172, 222, 246, 262, 283, 309, 311, 313, 314, 554, 557 und 562
151   001-029, 031-043, 045, 046, 048, 049, 051-053, 055-071, 073-079,
081-088, 091, 093-106, 108-110, 112-116, 119, 121, 123, 125-136,
138-153, 155, 157, 159-161 und 163-169
152   001-031, 033-170 und 190
189   001-089 und 100, sowie Mietlokomotiven 189 158, 843 und 844
232  

044, 195, 252, 259, 330, 359, 363, 388, 426, 457, 495, 527,
528, 569, 589, 609, 618, 623, 646, 654, 675 und 686

233   043, 176, 217, 289, 367,373, 451, 452, 458, 478, 511, 521, 586, 588,
594, 643, 652, 662 und 709
290   511, 514, 519, 522, 592, 621, 641, 678 und 679
294   580, 587, 598, 599, 612, 635, 647, 648, 650, 660, 676, 685, 687, 717,
729, 745, 747, 750, 753, 760, 762, 765, 799, 810, 816 und 898
335   141, 154 und 156
362   558, 598, 761 und 849
363   168, 177, 195, 212 und 814
     
19.09.2013   Während der Rangierahnhof in den vergangenen Jahrzehnten stetig modernisiert wurde, blieb die angeschlossene alte Lokwerkstatt baulich
bis dato fast unverändert. DB Schenker Rail hat nach drei Jahren Bauzeit seine neue Lokwerkstatt mit 15 Arbeitsständen anstelle der alten
Güterwagenwerkstätte im Südwesten des Rangierbahnhofs Nürnberg bezogen. Für den Umbau wurde der östliche Rundschuppen abgerissen
und die Drehscheibe erneuert, die nun als westliche Zufahrt zur Werkstatt dient. Auf der Ostseite der Werkstatt wurde eine neue Drehscheibe
errichtet, über die ebenfalls die Zufahrt erfolgt. Die Triebfahrzeugwerkhalle kostete 24,4 Mio. € und ist die größte Werkstatt, die die Güterbahn
in Deutschland unterhält. Nahezu alle Lokomotivbaureihen von DB Schenker Rail werden hier instand gehalten.
Ausgestattet ist die Werkstatt mit modernen Arbeitsbühnen, einer Hubbockanlage, sowie einer Radsatzsenke zum Tausch von Radsätzen.
Rund 150 Mitarbeiter werden dort künftig beschäftigt sein. Neben der eigentlichen Halle auch wurde ein zweigeschossiger Anbau für Neben-
werkstätten und Büroräume, sowie ein Gebäude mit Lagerkapazitäten errichtet. Zusätzlich entstand eine Außenreinigungsanlage für Trieb-
fahrzeuge mit umweltfreundlicher Abwasserbehandlung.
     
05.12.2017   Mit der 193 300 (Siemens 22284/2017) und 193 301 (Siemens 22285/2017) erhält der Betriebshof die ersten Vectron zugeteilt
29.09.2023   Großer Tag der offenen Tür anlässlich "120 Jahre Bw Nürnberg Rbf und Nürnberg Rangierbahnhof"
     
01.01.2024   Triebfahrzeugbestand
 
151   002, 026, 028, 031, 045, 046, 048, 049, 053, 058, 062, 094,103, 106, 109, 112,
113, 116, 125, 126, 129, 141, 155 und 168  (alle angemietet von Railpool)
152   001-127, 129-170, 190
189   001-100, 104*, 207*, 822, 823 und 459**  (*Anmietung von AKIEM, ** Anmietung von MRCE)
193   033-038, 301-399, 560-563, 865*** und 866***   (*** Anmietung bei MRCE Dispolok)
077   004, 005, 033 und 037
232   209, 254, 472, 495, 571, 609, 668, 703, 906 und 909
233   112, 127, 176, 314, 452, 510, 521, 525 und 698
266   438, 439 und 458
290   621, 641,678 und 679
294   580, 598, 599, 604, 607, 612, 622, 635, 647, 653, 662, 676, 685, 717,
729, 745, 750, 753, 760, 762, 765, 787, 799, 810, 880 und 898
333   104
335   070 und 141
746   015
     
     
    Statistische Erhebungen jeweils im Rechnungsjahr

Stand Jahr ø Zahl der
Bediensteten
Bemerkungen
  1934   132 Lokführer und 124 Heizer
  1939   252 Lokführer und 221 Heizer
01.04. 1941 880  
01.01. 1981 > 900    davon 435 Treibfahrzeugführer
     
   
   
     
     
Nür   bahnamtliches Bezeichnungskürzel 1925
N II   bahnamtliches Bezeichnungskürzel 1932 / 1939
Bw Nür   bahnamtliches Bezeichnungskürzel 1941
NN 2   letztes bahnamtliches Bezeichnungskürzel



Bahnbetriebswerke BD Nürnberg     Quellenangaben