Bahnbetriebswerk Oldenburg Hbf
Zeittafel: Bauliche Anlagen Bezeichnungen Beheimatungen

17.07.1867   Inbetriebnahme einer kleinen Werkstätte im Zuge der Eröffnung der 36 klm langen Großherzoglich-Oldenburgischen Eisenbahnstrecke
Oldenburg – Landesgrenze – Bremen in der Bahnhofstraße südlich des Empfanggebäudes. Sie besteht aus einer 5-gleisigen Remise
mit den nötigen Behandlungsanlagen, wie Wasserkräne, Schlackegruben usw. Drei der fünf Gleise dienen der Lokomotiv- und zwei der
Wageninstandhaltung.
    Der Betriebspark besteht zunächst aus elf Bn2, der späteren Baureihe 5170 und zwei von der NME erworbenen 2´A n2-Lokomotiven,
sechs !! Tendern, 51 Personen- und Gepäckwagen, sowie 254 Güter- und drei Spezialwagen.
    Anfänglich diente der heimisch Torf als Feuerung der Lokomotiven, die mittels Rohrkörbe von einen gedeckten Güterwagen neben
dem Gleis des im Bahnhof stehenden Zuges durch meisst weibliche Arbeitskräfte beladen werden
03.09.1867   Eröffnung der Jadebahn Oldenburg – Heppens, welches später den Namen Wilhelmshaven erhält
1868   Zu der bestehenden Lokstation werden ein Wagen-, ein Materialschuppen, eine Wasserstation und ein Torfmagazin errichtet
15.06.1869   Inbetriebnahme der Bahnstrecke Oldenburg – Ocholt – Landesgrenze – Leer
ab 1873   Anlieferung der ersten B-Tenderlokomotiven, den späteren Gattungen T 1 und T 12
15.10.1875   Mit der Eröffnung der 62,28 km langen Südbahn Oldenburg – Landesgrenze – Quakenbrück sollte der von nun an stetige Aufstieg der
Großherzoglichen Werkstätte Oldenburg beginnen
ab 1876   Einstellung der Feuerung durch Torf und Umstieg auf Kohlefeuerung
1877   Für einen rationellen Betrieb wird die Werkstätte aufgeteilt:
Neben dem Montierhaus, wo auf 19 Ständen größere Arbeiten und Hauptuntersuchungen an Lokomotiven ohne Tender durchgeführt und
auf 35 Ständen Personen- und Güterwagen untersucht werden können, entsteht ein zweiter 24-ständiger Rechteckschuppen für die im
Betrieb stehenden Lokomotiven am westlichen Rand der nun 7.000 m² umfassenden Anlage.
Einsatz von über 62 Lokomotiven, sowie über 1.000 Personen- und Güterwagen.
Trotz der Erweiterungen werden bald die Kapazitäten nicht ausreichen
1890   Baubeginn der neuen Central-Werkstätte, dem späteren RAW bzw. Aw
ab 1894   Mit Anlieferung von ersten Personenzuglokomotiven der Gattung P 32 beginnt die Modernisierung des Lokomotivparks
     
1892-1895   Errichtung eines zehngleisigen Rechteckschuppen mit vorgelagerter Drehscheibe und innenliegender zweiseitig angeschlossener Schiebe-
bühne und eines 20-ständigen Ringlokschuppen mit vorgelagerter Drehscheibe, sowie die erforderlichen Behandlungsanlagen im hinteren
Teil der Anlagenördlich der Bahnhofsgleise, deren bebaute Fläche bis 1917 auf mehr als 21.000 m² anwachsen wird, die dann mehr als
dreimal so groß wie die alte Werkstätte sein wird
1895   Mit dem Umzug in die neue Anlage entlang der Donnerschweer und Karlstraße wird zugleich eine konsequente Trennung zwischen den
im Betriebsdienst stehenden Lokomotiven und jenen Maschinen, bei denen unfangreiche Untersuchungen anstehen, vollzogen.
Insgesamt stehen 35 überdachte Stände für Lokomotiven mit Tender und 75 Wagenstände zur Verfügung.
Die alten westlich des Empfangsgebäudes gelegenen Anlagen werden abgerissen und deren Fläche als Schienenlagerplatz weiter genutzt
ab 1895   Die ersten C n2-Lokomotiven der Gattung G 42, der spätere BR 5310 werden neu angeliefert
ab 1896   Anlieferung der ersten Personenzuglokomotiven der Gattung P 41, der späteren Baureihe 3612 und der Personenzuglokomotiven der
Gattung P 42 (spätere Baureihe 3612), sowie für den Verschub die Lokomotiven der Gattung T 2, der späteren Baureihe 981
ab 1896   Lokomotiven der oldenburgischen Gattung T 3 (spätere Baureihe 982) halten Einzug in die Bestandslisten der Maschinenstation Oldenburg
1901   Einstellung der 30-jährigen Lieferung von B-Schlepptenderlokomotiven der Gattung G 1 an die GOE
ab 1903   Erster Einsatz von Schnellzuglokomotiven der Gattung S 3 (spätere 1318), ab 1909 zusammen mit denen der Gattung S 52, (spätere 1318)
ab 1907   Anlieferung der ersten Tenderlokomotiven der Gattung T 51 , der späteren 714
1910   Beheimtung des neu angelieferten, vierachsigen, benzolelektrischen Triebwagen VT 51 (Weyer ??/1910) als Erprobungsträger
11.06.1911   Indienststellung des neuen nach modernen Gesichtspunkten konzipierten Verschiebebahnhofs und einer neuen Bwst Oldenburg Vbf mit
zusammen 32 Lokständen an der Strecke Richtung Osnabrück, da der bisherige Oldenburger Hauptbahnhof den gestiegenen Güterzug-
leistungen nicht mehr aufnehmen konnte.
Umbeheimatung der Lokomotiven der Gattungen G 1, G 42, sowie T 2 und T 3 zur neuen Maschinenstation Oldenburg Vbf
1915   Mit 227 Lokomotiven, ein Triebwagen, 88 vierachsige Schnellzugwagen, 138 dreiachsige und 253 zweiachsige Personen-, 80 Gepäckwagen,
neben 4.741 Güter- und drei Spezielwagensowie ein Hilfzug wird der gesamte Fahrzeugpark der Großherzoglich Oldenburgischen Eisenbahn
von der Hauptwerkstätte, später RAW bzw Aw Oldenburg unterhalten
15.7.1915   Wegen Treibstoffmangels kriegsbedingte Abstellung des VT 51, der nach dem I. Weltkrieg nicht wieder zum Einsatz kommen wird
08.1915   Nachdem der neue Oldenburger Hauptbahnhof einweiht wurde erhält die Zentral-Maschinenstation Oldenburg den Zusatz »Hbf«
08.1916   Die erste preuß. P 8 in Gestalt der 2444 Altona (Henschel 13854/1916) trifft in der Bwst Oldenburg ein
01.1917   Anliefeung der oldb. Schnellzuglokomotiven der Gattungen S 10, der 266, 267 und 268 Hanomag 8000-8002/1916), den späteren 16 001-003
05.05.1920   Mit der Übernahme der seit 20.11.1918 mit Abdankung des des Großherzogs Friedrich August als Oldenburgischen Staatsbahn bezeichneten
ehem. Großherzoglich-Oldenburgischen Eisenbahn durch das Deutsche Reich, mit Veröffentlichung im Amtsbaltt vom 15.05.1920, wird die
die Zentral-Maschinenstation Oldenburg Hbf und Oldenburg Vbf der Maschinenverwaltung Oldenburg spätestens im Frühjahr 1919 als
ED Oldenburg i./Oldb. firmierende Eisenbahndirektion unterstellt
06.02.1922   Die ersten beiden neu angelieferten P 8, die 290 und 291 (Hanomag 9680 und 9681/1921), die spätere 38 3390 und 38 3391 bereichern fortan
den Oldenburger Lokomotivbestand
1924   Übernahme von zahlreichen Berliner T 11, die durch die Elektrifizierung der S-Bahnstrecken entbehrlich geworden sind
     
31.10.1925   Triebfahrzeugbestand
 
13   1801-1804, 1853, 1856 und 1857
16   001-003
36   1203, 1206, 1208, 1213, 1214, 1217 und 1256-1258
38   1359, 1521, 1883, 1884, 2338, 2339, 2375, 2377, 2378,
2681, 2682, 2730, 2731, 3313, 3319-3321, 3390-3394,
3677-3679, 3965-3967, 3975 und 4004
71   002, 011-014, 017-020, 022- 026, 401, 403-405,
407, 408, 410, 412, 413, 415, 416, und 419
74   001-007, 039, 042, 043, 062, 080, 081, 084, 085, 107,
109, 115-120, 208-210, 237, 238, 250, 251, 254-258,
290-292, 309 und 326
91   463, 516, 856, 966, 967, 983, 1060,
1125, 1152, 1162, 1206 und 1214
98   108, 109, 112, 114-116, 119, 120, 127, 128 und 130-137
99   021**, 022** und 023**
     
**   für die Inselbahn auf Wangerooge
     
1926   Nach nicht einmal zehn Jahren Einsatzzeit scheiden die 16 001-003 aus, weil sie die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen können
     
12.1926   Die Dieseltraktion hält Einzug
Anlieferung der Dieseltriebwagen der VT 709-712 vom Hersteller Schumann, der späteren VT 86 900-902
01.04.1927   Aus der Betriebswerkstätte Oldenburg wird das Bahnbetriebswerk (Bw) Oldenburg Hbf, dem RMA Oldenburg (Oldb) unterstellt wird
01.05.1928   Für die abzustellenden Lokomotiven der Baurihe 714 erhält das Bw Oldenburg die erste fabrikneue Einheitslokomotiven der Baureihe 64
in Form der 64 033 (Krupp 962/1928) – 64 034-037 werden kurz danach folgen
29.07.1928   Die erste Tenderlokomotive der Einheitsbaureihe 81, 81 006 (Hanomag 10560/1928) taucht in den Bestandslisten auf
02.1929   Übernahme des VT 801 (Wegmann 35254/1927), dem späteren VT 70 900 vom Bw Frankfurt 1, im März wird VT 901 folgen
06.11.1929   Anlieferung des fabrikneuen VT 792, ab 1947 VT 66 905, als ersten Verbrennungstriebwagen seines Typs
06.1931   Mit der Ausmusterung der 91 856, 1090, 1162 und 1206 verabschiedet sich die Gattung T 93 aus den Oldenburger Bestandslisten
1932   Die erste Kleinlokomotive in Form der Kb 4038 (Breuer 1162/1929) hält Einzug in den Oldenburger Lokomotivbestand
01.04.1932   Zu diesem Zeitpunkt sind dem Bw Oldenburg Hbf folgende Kokbahnhöfe unterstellt:
Brake (Oldbg), Bramsche, Bremen Neustadt, Hude, Jever, Nordenham, Quakenbrück, Varel, Vechta und Wilhelmshaven
31.12.1934   Mit der Auflösung der RBD Oldenburg wechseln sämtliche Reichsbahn-Dienststellen Oldenburgs, so auch das Bahnbetriebswerk, zur
am 01.04.1895 gegründeten RBD Münster
09.1939   Abstellung der Kleinlokomotiven und Triebwagen zur Einsparung des Dieselkraftstoffs – einTeil wird auf Holzgasantrieb umgebaut werden
ab 1940   Abgabe zahlreicher 38er an Bahnbetriebswerke der Ostbahn (Gedob)
ab 12.1940   Erstmaliger Einsatz von sog. "Leihlokomotiven" aus den besetzten Belgien und Frankreich
15.-17.02.1942   Abgabe der 64 033-037 an das Bw Delmenhost, damit ist die kurze "Ära" bereits wieder Geschichte
ab 11.1942   Übernahme der ersten "Steppenpferde" in Form von 24 011, 014-016, 019, 020 und 057 von verschiedenen Bw der RBD Schwerin
bis 05.1944   Erstmalige Beheimatung von Schnellzuglokomotiven der Baureihe 172, hauptsächlich von der RBD Halle
bis 06.1944   Abgabe aller Steppenpferde an die Bw Delmenhorst (24 011, 014-016 und 057) und Rhaden (24 019)
11.1944   Mit 50 089, 131 und 288 aus dem "Osten" hält diese Güterzug-Einheitslokomotive ertsmals Einzug in den Oldenburger Bestand
     
    Die Wirren der letzten Wochen und Monate des Krieges hatten dem Bw Oldenburg Hbf zahlreiche, meist betriebsuntaugliche
Lokomotiven unter- schiedlichster Baureihen beschert, die in und um Oldenburg herum die Abstellgleise "bevölkern".
05.1945   Die erste ehemalige Wehrmachtsdiesellokomotive, V 20 015 (DWK 582/ 1936) wird im Bahnbetriebswerk beheimatet,
ihr werden noch die V 22 002 und V20 057 folgen
1946   24 050, 051 und 057 geben bis 1949 noch einmal ein kurzes Gastspiel im Bw Oldenburg Hbf
     
15.07.1947   Triebfahrzeugbestand
 
17   214, 221, 226, 231, 239, 241, 246, 247, 251, 261, 266,
268, 269, 273, 274, 283, 302-306 und 310-312
38   1445, 1522, 1559, 1724, 2377, 2478, 2730, 2865, 3021,
3151, 3390, 3391, 3393, 3528, 3959 und 4003
41   268 und 305
50   813
55   1728 und 1810
74   002, 049, 057, 080, 107, 109, 119, 209, 237, 238, 246, 249,
251, 252, 254, 255, 257, 258, 291, 292, 318 und 326
81   002 und 004-008
86   497
89   7399
91   570, 872 und 1364
92   629
     
     
20.09.1948   Mit Verfügung der HVB werden alle Schnellzuglokomotiven der Baureihe 17 ausgemustert
     
15.03.1950   Triebfahrzeugbestand
 
38   1445, 1522, 1682, 1724, 2011, 2219, 2339, 2377, 2430, 2478, 2611, 2694,
2730, 2865, 2925, 3021, 3390, 3393, 3405, 3528, 3799, 3965 und 4003
74   427, 436, 473, 487, 495, 499, 512, 624, 626, 688, 725, 773, 785,
863, 901, 924, und 1070
81   001-010
91   1267 und 1732
92   873, 874 und 881
     
13.09.1951   Die Baureihe 92 verabschiedet sich mit der 92 881 (Hohenzollern 3492/1915), die jedoch noch beim benachbarten
Aw Oldenburg zukünftig als Werklok weiter tätig sein wird
01.1952   Anlieferung des ersten fabrikneuen Schienenbus VT 95 9143 (Uerdingen 51137/1952), VT 95 9144-9147 werden folgen
03.08.1954   Die erste Lokomotive der Baureihe 41, die 41 331 (Esslingen 4376/1939) ist für eine kurze Episode in Oldenburg heimisch
01.10.1954   Abschied der Baureihe 91 – die 91 1732 (Hagans 736/1913) wechselt als Letzte ihrer Art zum Bw Bochum-Langendreer
12.01.1956   Mit dem fabrikneuen VT 98 9556 (WMD 1192/1956) hält auch die zweimotorige Schienenbus-Variante Einzug
in den oldenburger Triebwagenbestand zur Ablösung der alten Triebwagen der Reichsbahn-Bauarten
     
03.06.1956   Triebfahrzeugbestand
 
38   1089*, 1445, 1522, 1559, 1682, 1697, 1915, 2011, 2430, 2530, 2694, 2865,
2925, 3021, 3390, 3391, 3393, 3405, 3528, 3799, 3965 und 4003
41   089, 306 und 331
74   708, 807, 863, 9 1070
78   108, 114, 263, 392 und 393
81   004-010
VT 95   9143-9147
VT 98   9556-9561
     
*   z-gestellt
     
08.11.1956   Mit der Paderborner 23 030 (Henschel 28530/1954) wird erstmals diese Neubau-Dampflokomotivbaureihe heimisch
01.11.1959   Als letzte Oldenburger T 12, die 74 924 (Hohenzollern 3077/1913) wird mit HVB-Verfügung vom 07.08.1959 ausgemustert
     
29.05.1960   Triebfahrzeugbestand
 
23   073--078, 080 und 094-096
38   1522, 2526, 1682, 2011, 2430, 2694, 2865, 2925, 3021,
3105, 3393, 3405, 3528, 3859, 3954 und 3965
78   114, 233, 263, 387, 392 und 393
81   004-010
V 20   051, 055, 056 und 059
V 36   212 und 237
VT 95   9143-9147, 9433, 9434 und 9480-9484
VT 98   9505-9507 und 9556-9561
     
07.1960   Eine neue Ragier-Diesellokbaureihe taucht in Oldenburg auf:
Die fabrikneuen von Krupp gelieferten V 60 578-580 nehmen im Oldenburger Hauptbahnhof den Dienst auf
01.03.1961   Mit Auflösung des Bw Wilhelmshaven, welches fortan als Außenstelle des Bw Oldenburg Hbf fungiert,gelangen die 93 539,
642 und die z-gestellte 898 in den eigenen Bestand, die bis 1962 das Bw Oldenburg Hbf wieder verlassen werden
1962   Ein kurzes Intermezzo bilden die aus Köln-Nippes und Rheine übernommenen VT 25 501-506, die zum Sommerfahrplan 1963
zum Bw Münster weiter gereicht werden
05.12.1962   Die Münsteraner V 100 1074 betritt als erste V 100 Olderburger Neuland, weitere folgen und werden fester Bestandteil,
die die preuß. P 8, alias 38er bis 1963 ablösen werden

   
01.04.1963   Das Ende der Dampflokunterhaltung
Mit der Auflösung der Dampfgruppe wird der gesamte Dampflokomotivbestand zum Bw Oldenburg Rbf umbeheimatet
     
    Dampflokomotivbestand vom 31.05.1963
 
23   057, 073-080 und 094-096
38   2011*, 2430, 2925, 3528 und 3954
78   263, 387, 392 und 436
81   004 und 010
     
*   z-gestellt
     
26.05.1963   Das selbständige Bw Nordenham wird fortan in eine Außenstelle des Bw Oldenburg Hbf umgewandelt
     
31.05.1964   Triebfahrzeugbestand
 
V 20   051, 055, 056 und 059
V 36   212 und 237
V 60   579, 601, 603, 616, 617, 905, 906, 916 und 1204
V 100   2014-2021, 2111, 2112, 2122 und 2123
  4698, 4703 und 4920
Köf 11   087, 088 und 097
Köf 99   501-503
VT 95   9143-9145, 9147, 9434 und 9480-9484
VT 98   9505-9507 und 9557-9561
     
12.03.1965   Mit der fabrikneuen V 160 036 (MaK 2000026/1965) erhält das Bw Oldenburg Hbf die erste Großdiesellokomotive ihrer Art,
der ihr bis September die V 160 037-046 folgen werden
     
1965-1966   Modernisierung des Oldenburger Hauptbahnhof
Mit Hochlegung und Umgestaltung der Gleise auf der westlichen Bahnhofsseite, wird ein Teil des Rechteckschuppens des
Bw Oldenburg Hbf abgerissen. Aus Platzmangel wird die Drehscheibe vor dem Ringlokschuppen ausgebaut und der Ring-
lokschuppen wird fortan als Lager und Werkstatt weitergenutzt. Zum 22.05.1966 werden die neuen Bahnanlagen im Haupt-
bahnhof in Betrieb genommen
     
28.05.1967   Mit Aufgabe der Dampflokunterhaltung im Bw Oldenburg Rbf werden die verbliebenen Dampfloks an das Bw Emden abgegeben
01.11.1967   Das Bw Oldenburg Rbf wird Außenstelle des Bw Oldenburg Hbf, welches den Zusatz »Hbf« am 01.06.1972 verlieren wird
06.06.1969   Für den schweren Rangierdienst werden die Mannheimer 290 183 (KHD 58353/1968) und 184 (KHD 58354/1968) am 12.06.1969,
gefolgt von 290 185 (KHD 58355/1968) am 01.08.1969 als erste Vertreterinnen ihrer Baureihe übernommen, die am 01.03.1972
zusammen zum Bw Emden umbeheimatet werden
01.11.1969   Schließung der Bw-Außenstelle Oldenburg Rbf
01.12.1972   Mit der bevorstehenden Auflösung der BD Münster wechseln große Teile um Oldenburg (Oldb) und Wilhelmhaven, so auch das
Bahnbetriebswerk Oldenburg zur BD Hannover,
Das Bahnbetriebswagenwerk wird mit dem Bahnbetriebswerk und Teilen des einstigen Ausbesserungswerk zur gemeinsamen
Dienststelle Bw Oldenburg mit den Außenstellen Leer und den Stützpunkten Nordenham und Wilhelmshaven zusammengefasst
25.03.1975   Für die vorgesehene Ablösung der letzten Rheiner 012, 042 und 043 auf der Emslandstrecke kommt die 220 032 (KM 18276/1956)
vom Bw Villingen zu Schulungszwecken im Bw Oldenburg zum Einsatz
01.06.1975   Das Bw Oldenburg erhält erstmals 18 Großdiesellokomotiven dieser Baureihe zugeteilt
     
01.01.1976   Triebfahrzeugbestand
 
212   010-018, 020, 111, 112, 122-124, 126, 130 und 131
216   047--060, 068, 075-087 und 149-155
220   001-005, 32-034, 037, 038, 051-057, 060-065,
068, 081, 084 und 085
236   219 und 237
260   579, 603, 616, 617, 905, 906 und 916
261   163
270   055
322   023
323   032, 042, 073, 175-178, 292, 346, 414, 418, 432,
447, 510, 514, 532, 533, 941, 945 und 990
329   501-504
332   087, 088, 118, 253, 292, 293 und 702
333   139, 172, 194 und 237
795   483, 553, 584 und 646
798   505-507, 557-561 und 773
     
30.05.1976   Zuteilung der ersten Lokomotiven der Baureihe 221 zur Ablösung der letzten Dampflokomotiven im norddeutschen Raum,
Durch Abgabe der 270 055 (DWK 678/1940) zum Bw Bremen Rbf endet die Zeit der Baureihe 270 im Bw Oldenburg
30.07.1976   Die letzten einmotorigen Schienenbusse verlassen die Oldenburger Dienststelle in Richtung Holzminden
28.09.1976   Die Bremer 290 243 (MaK 1000551/1971) wird fortan bis 15.11.1981 als Einzelstück im Bw Oldenburg heimisch
07.03.1977   Mit Abgabe der 236 219 (O&K 21297/1941) zum Bw Bremen Rbf endet die Ära der ehem. Wehrmachtsdiesellokomotiven in Oldenburg
25.09.1977   Übernahme des gesamten Villinger 221er-Bestand als Ersatz für freigewordene Werkstattkapazitäten infolder der Abgabe aller
verbliebenen Lokomotiven der Baureihe 212 an das Bw Osnabrück
01.06.1978   Der letzte zweimotorige Schienenbus 798 773 (WMD 1365/ 1960) verlässt die Oldenburger Dienststelle zum Bw Wuppertal
12.1979   Mit Auflösung des MA Oldenburg (Oldb) wird das Bw Oldenburg dem MA Bremen unterstellt
     
28.09.1980   Der beginnende Niedergang
Abgabe des gesamten 27 Maschinen umfassenden 221er-Bestands zum Bw Gelsenkirchen-Bismarck infolge der Elektrifizierung der
Emslandstrecke Münster – Rheine – Norddeich Mole, sowie auf den Abschnitten Oldenburg – Hude – Bremen u. Hude – Nordenham
und sechs Lokomotiven der Baureihe 220 an das Bw Lübeck, was den Verlust von ¼ des Unterhaltungsbestandes bedeutet
     
01.10.1980   Triebfahrzeugbestand
 
216   024, 025, 036-060, 075-089 und 149-157
220   020, 022, 028, 031, 037, 051, 053, 055, 061-063, 065, 068, 075, 076 und 084
260   603, 616, 617, 905 und 906
261   163
290   243
323   175, 178, 2792, 527, 532, 533, 623 und 941
329   501-504
332   087, 088, 118, 147, 292, 293 und 702
333   139, 194, 208 und 237
     
01.07.1981   Mit der Erhebung der Außenstelle Wangerooge zum selbständigen Bahnbetriebswerk wird der auf dieser Insel eingestzte und
unterhaltene Lokomotiv- und Wagenpark buchmäßig dorthin abgegeben
29.05.1983   Die letzten V 200 in Form der 220 031, 037, 051, 062, 063, 065, 068 und 075 werden zum Bw Lübeck umbeheimatet
31.12.1983   Schließung der Ausbesserungswerkstätte Oldenburg (Oldb) des Aw Bremen
01.01.1987   Dem Bw Oldenburg ist die Außenstelle Leer, sowie die Stützpunkte Emden, Nordenhasm, Sande und Wilhelmshaven unterstellt
     
01.10.1988   Triebfahrzeugbestand
 
216   046-063, 065, 075-089 und 148-156
323   178, 299, 623, 903 und 992
332   087, 088, 147, 253, 292 und 293
333   139, 194, 208 und 237
360   603, 616, 617, 905 und 906
361   163 und 435
701   127
     
    Bereits zum 01.02.1990 sollte das Bw Oldenburg zum wiederholten Male die Fahrzeugunterhaltung aufgeben und die verbliebenen 216er
zum Bw Osnabrück und die Rangierlokomotiven zum Bw Bremen 1 abgeben. Da die dortigen Unterhaltungskapazitäten zum genannten
Zeitpunkt noch ungenügend waren und vor allen Dingen personalrechtliche Gründe dem entgegen stehen, scheitern vorerst diese Pläne
     
15.07.1991  

Folgende Triebfahrzeuge werden buchmäßig zum Bw Bremen 1 umbeheimatet und von dessen Ast Delmenhorst unterhalten

323   254, 299 und 352
332   084, 087, 088, 147, 167, 253, 292 und 293
360   616 und 617
364   909
701   127
     
01.01.1994  

Mit dem Zusammenschluss von Deutsche Bundesbahn und Deutsche Reichsbahn zur Deutschen Bahn AG wird das Bw Oldenburg
fortan als Betriebshof (Bh) Oldenburg des GB Traktion und als Werk Oldenburg des GB Werke aufgeteilt

     
31.07.1995   Das Ende einer oldenburgischen Ära
Der Betriebshof Oldenburg wird fortan zu einer Einsatzstelle des Bh Osnabrück und gibt die verbliebenen 216 078-082 dorthin ab
     
     
30.09.1995   Schließung der Bw-Ausßenstelle des inzwischen als Betriebshof Osnabrück firmierenden ehem. Bw Osnabrück 1,
die 260 079-4 ist die letzte gewartete Diesellokomotive in der Außenstelle Oldenburg (Oldb)
     
2009   Der EWE-Konzern übernimmte das sehr große und zentral gelegene Bahnareal und veranlasst zunächst den Abbruch des 1896
errichteten Rechteckschuppen des ehem. Bw Oldenburg Hbf
     
 2018  

Da der Ringlokschuppen nie unter Denkmalschutz gestellt wurde, war der Schuppen zu diesem Zeitpunkt bereits stark verfallen und
diese Atmosphäre entsprach den Wünschen einer Rock-Band, die in einer letzten Sondernutzung ein Musikvideo drehen konnte.
Anschließend ist das Betreten des Bahngeländes auf Grund akuter Einsturzgefahr strengstens verboten.

     
2020   Ein Teil des Ringlokschuppen wird abgerissen, um einen Fußweg vom Pferdemarkt zum Hauptbahnhof bauen zu können. Dieser Plan
wurde bisher nicht umgesetzt. Für viele Eisenbahner und Bahninteressierte war und ist dieser Teilabriss allerdings sehr bedauerlich.
     
     
    Statistische Erhebungen jeweils im Rechnungsjahr

Stand Jahr ø Zahl der
Bediensteten
Bemerkungen
  1870   davon 78 Handwerker und 19 Tagelöhner
01.04. 1941 610  
01.01. 1986 730 davon 200 Auszubildene
  1995   24 23 Schlosser und ein Betriebsleiter
     
     
   
Gleisplan  (weblink)  
     
     
OdgH   bahnamtliches Bezeichnungskürzel
HOLD   letztes bahnamtliches Bezeichnungskürzel



Bahnbetriebswerke RBD Oldenburg BD Münster BD Hannover Quellenangaben