Bahnbetriebswerk Plattling
Zeittafel: Bauliche Anlagen Bezeichnungen Beheimatungen

20.09.1860   Mit Eröffnung der 76,3 km langen Teilstrecke Straubing – Passau durch die Königlich priv. bayerische Ostbahngesellschaft erhält Plattling
mit einer kleine Bahnstation an der heutigen Deggendorfer Straße seinen ersten Bahnanschluss. Ein Lokstation ist nicht nötig, da die hier
eingesetzten Lokomotiven der Ostbahn ohne Unterwegsbehandlung bis Geiselhörig oder Passau durchlaufen können
15.10.1875   Erst mit der Eröffnung der Bahnstrecke Plattling – Landau/Isar – Neumarkt/Rott – Bezirksgrenze – Mühldorf sollte der von nun an stetige
Aufstieg der erstmals als Königliche Betriebswerkstätte bezeichneten K.BwSt. Plattling beginnen. Sie besteht zunächst aus einer drei-
ständigen Lokremise mit den zugehörigen Behandlungsanlagen an der Bahnstation im Bereich der Ledererfeldes. Erste Lokomotiven sind
die "Deggendorf" (später D 13) und "Bayr. Wald" (später D 14) in den Lokpark eingereiht
01.01.1876   Verstaatlichung der Bayerischen Ostbahngesellschaft
16.09.1877   Eröffnung der Waldbahn Plattling – Deggendorf – Gotteszell – Zwiesel – Ludwigsthal, ab 15.11. bis Bayerisch Eisenstein, die dem Ober-
bahnamt Rosenheim unterstellt wird. Die Lokstation Eisenstein wird der K.BwSt. Plattling unterstellt.
Eingesetzt werden die ersten Lokomotiven der Gattung D V für den Güterzugdienst und für den Personenzugdienst die ehem. Ostbahn
E1 und E2. Im Bestand befinden sich die DV Lokomotiven 381 "Oberaudorf", 382 "Dettelbach", 383 "Iphofen" und 384 "Mainbernheim"
1878   Erweiterung der Lokremise halbkreisförmig auf neun Stände mit vorgelagerter Drehscheibe, im Werkstattanbau drei weitere Lokgleise,
eine Wagenwerkstatt, Lokbehandlungsanlagen und eine Gasanstalt,
Beheimatung der 793 "Ulrichsburg", 794 "Gotteszell", 795 "Ludwigsthal" und 796 "Eisenstein", die die K.BwSt. Plattling bis 1892
wieder verlassen werden und durch fabrikneue bayerische C IV ersetzt werden
01.09.1890   Mit Eröffnung der Strecke Zwiesel – Grafenau wird der K.BwSt. Plattling die Lokstation Grafenau unterstellt und bis Juli 1890 die D X
"Frauenau", "Grafenau" und "Klingenbrunn" angeliefert
bis 1896   Erweiterung der Drehscheibe auf ø 16 m
01.01.1876   Mit der Umbenennung des Bahnamt in das Oberbahnamt Rosenheim untersteht die Bwst Plattling fortan dem Oberbahnamt Rosenheim
31.12.1903   Mit Eröffnung der Lokalbahn Landau a./Isar – Aufhausen – Arnstorf i./Niederbayern wird die Lokstation Arnstorf
der K.BwSt. Plattling unterstellt
1900   Errichtung des Ringlokschuppen I mit 28 Ständen und einer ø 18 m-Drehscheibe anstelle der auf beengten Verhältnissen gelegenen und
zuvor abgrissenen Remise
07.09.1901   Mit der Umbenennung des Oberbahnamt in eine Eisenbahnbetriebsdirektion Rosenheim untersteht die Bwst Plattling fortan dieser
1903   Inbtriebnahme des daneben liegenden Ringlokschuppen II, mit zunächst zehn Lokomotivständen und einer einer ø 20 m-Drehscheibe,
die beiden repräsentativen mit Ziegeldekor, Flachbogenfenster und mit Giebel-Rundfenster versehene Lokomotivschuppen sind mit einem
mittig angeordneten Büro- und Verwaltungsgebäude miteinander verbunden. Am westlichen Lokschuppen war Platz für dringend benötigte
weitere Werkstatträume. In einem Anbau zum „Innenhof“ entstanden eine Dreherei, ein Werkmeisterbüro, eine Schweißerei und Räume
für den Hallenwart, sowie für eine Ölausgabe
01.04.1907   Einstufung der K.BwSt. Plattling als Betriebswerkstätte der Klasse II, die anstelle des Eisenbahnbetriebsdiektion Rosenheim nun der
Maschineninspection Passau der neueingerichteten "Königlich Bayerischen" Eisenbahndirektion (ED) Regensburg unterstellt ist
26.11.1913   Eröffnung der Teilstrecke Deggendorf Hbf – Hengersberg und ab 01.08.1914 das Reststück Hengersberg – Eging – Passau mit der
zunächst nur als Personal-Einsatzstelle Eging, die der K.BwSt. Plattling unterstellt ist
     
    Triebfahrzeugbestand im Jahre 1914
 
B X   920, 921, 922, 936 und 939
C IV Zw   20 Lokomotiven
D I   657
D IV   5 Lokomotiven
D IX   1 Lokomotive
D XI   8 Lokomotiven (darunter 2708)
Pt 2/3   7 Lokomotiven (darunter 6063)
     
09.11.1915   Mit Eröffnung der Lokalbahnstrecke Aufhausen – Kröhstorf werden die beiden "Glaskastl" PtL 2/2 4518 (Krauss 5900/ 1908) und
PtL 2/2 4548 (Krauss 6891/1914), die spätere 98 322, in Plattling heimisch
1919   Als Reparationsleistung muss die Bwst Plattling (ohne Königlich) zwei C IV an Belgien und drei C IV an Frankreich abgeben
     
    Triebfahrzeugbestand im Jahre 1919
 
B X   922, 936 und 939
B XI   1266
C III   507, 1155, 1159 und 1170
C IV   113, 134, 907, 910, 950, 956, 958, 960, 1404, 1421, 1422, 1424, 1437 und 1441
BB II   2526 und 2527
D I   655
D IV   707, 715, 1730 und1731
D VII   857 und 888
D VIII   947 und 1903
D IX   972
D XI   2017, 2035, 2707, 2708, 2736, 2748 und 2780
GtL 4/4   2553 und 2554
ML 2/2   4020
PtL 2/2   4548
Pt 2/3   6059-6065, 6071, 6080 und 6083
     
07.1922   Die Bwst Plattling firmiert fortan als Bahnbetriebswerk (Bw) Plattling,
Beheimatung der ersten Rangierlok der Gattung R 3/3 in Form von 4722
13.01.1922   Mit der 4722 (Krauss 7871/1921) der späteren 89 822 erhält Plattling die erste Lokomotive dieser Bauart zugewiesen
1924   Errichtung einer größeren Bekohlungsanlage, die die alte Korbbekohlung ablöst
16.07.1925   Mit Schließung der Centralwerkstätte Regensburg erhält die Bwst Plattling größeren Personazuwachs
30.09.1925   Beheimatung der ersten beiden G 3/4 H in Form von 54 1660 (Krauss 7745/1921) und 54 1662 (Krauss 7747/1921)
     
31.10.1925   Triebfahrzeugbestand
 
36   764, 770, 773 und 791
53   8105, 8110, 8115, 8126, 8127, 8130 und 8164
54   1402, 1405, 1408, 1423, 1425, 1504,
1505, 1566, 1568 und 1660-1662
56   1107, 1108 und 1122-1124
70   077-079 und 083
73   033, 040, 051, 073, 077, 083, 091,
103, 109, 110, 114, 119 und 123
88   7163
89   7804, 7828 und 7846
98   7622, 7623, 7633, 7635, 7636, 7667 und 7681
     
bis 1926   Mit der 1923 einsetzenden Gattungsbereinigung des zersplitterten Lokomomotivparks aus der Länderbahnzeit werden die
vorhandenen Plattlinger C III, C IV, D1 und D IV ausgemustert und durch C VI und später durch G 3/4 N ersetzt
07.03.1927   Die 54 1501 (Maffei 5031/1919) und 54 1692 (Maffei 5392/1922) bereichern die Plattlinger Bestandslisten
01.04.1927   Mit der reichsweiten Umbezeichnungen von Äämter und Dienststellen, untersteht das Bw Plattling fortan dem Reichsbahn-
Maschinenamt Passau
1927/1928   Erstmalige Beheimatung der GtL 4/4-Nachbauten 98 902, 906, 907 und 910
15.05.1928   Die preuß. T 93 ist mit acht Exemplaren in Plattling vertreten
01.06.1928   Für den Einsatz auf der Waldbahn werden die ersten beiden Einheitslokomotiven der Baureihe 24, die fabrikneuen
24 036 (LHB 3078/1928) und 24 037 (LHB 3079/1928) beheimatet– im August u. Oktober werden die 24 035 u. 038-040 folgen
03.09.1928   Eröffnung der Strecke Zwiesel – Bodenmais und daraus resultierend weiterer Zuwachs im Lokomotivbestand und Lokbahöfen:
Zur Bwst Plattling gehören die Lokbf Arnstorf, Bodenmais, Eging, Eisenstein, Grafenau, Krhstorf, Regen und Zwiesel
1929   Erweiterung des Ringlokschuppen II um zehn auf 20 Lokomotivstände und Verlängerung der Drehscheiben auf 20 m
um 1930   In der Personal-Einsatzstelle Eging wird ein dreiständiger Viertelsegmentschuppen mit angebautem Übernachtungsgebäude und
vorgelagerter Drehscheibe errichtet und zur Lokstation Eging erhoben. Sie wird nach dem II. Weltkrieg zum Bw Passau wechseln,
Beheimatung der ersten Einheitslokomotiven der Baureihe 64, wie z.B. die 64 227 (HANOMAG 10620/1930) am 21.06.1930
25.01.1930   Beginn der Beheimatung von Lokomotiven der Gattung GtL 4/5, der fabrikneuen 98 1001 (Krauss 8466/1929), der am 05.02.1930
die 98 1005 (Krauss 8470/1929) und am 08.07.1930 die 98 1007 (Krauss 8481/1930) folgen werden
03.04.1931   Das heute vielen bekannte "Steppenpferd" 24 009 (Schichau 3124/1928) bereichert bis 30.03.1943 den Plattlinger 24er-Bestand
04.08.1932   Übernahme der Passauer 89 820 (Krauss 7870/1921) und der 89 828 (Krauss 7878/1922) zum
Anfang 1930er   Beheimatung von fünf Lokomotiven der bayer. Gattung G 4/5 bis 1936
     
16.10.1933   Die Dieseltraktion hält Einzug in die Bestandslisten
Beheimatung der ersten Lokomotive ihrer Art, der Kö 4269 (Krauss 15405/1933), die fortan im Bf Landau (Isar) eingesetzt wird
15.11.1933   Mit dem fabrikneuen VT 135 012 (MAN 126911/1933) erhält das Bw Plattling erstmals Verbrennungstriebwagen
1934   Übernahme der sächs XII H2, 38 278 (Richard Hartmann 4368/1920) und 38 303 (Richard Hartmann 4499/1922) bis 1937
     
01.07.1936   Triebfahrzeugbestand
 
24   008-010 und 035-040
54   1501, 1504, 1505, 1512, 1566, 1568, 1647 und 1660
57   1093, 1098, 1201, 1290, 1520, 2547, 3008, 3011, 3057 und 3061
70   053, 077, 079 und 081
89   820, 822 und 828
91   706 und 1232
98   511, 527, 835, 902, 906, 907, 910, 1002, 1003, 1005, 1009 und 1018
  4268 und 4282
VT 135   012, 013 und 050
VB 140   101, 102, 103 und 108
     
31.12.1938   Mit der aus Eger kommende 86 097 (ME 4241/1932) hält die erste Einheitslokomotiven dieser Baureihe Einzug
1939   Übernahme des gesamten Landshuter 24er Bestand
01.09.1939   Alle Dienststellen in Eisenstein, so auch der Lokbf, führen fortan den Namen Bayerisch Eisenstein
09.1939   Das Bw Plattling erhält mit zehn fabrikneuen 50er erstmals diesen Lokomotivtyp zugeteilt – dafür wurden zuvor die
Lokomotivstände 13-20 im Lokschuppen II auf eine Länge von 25 m ohne inneren Trennwände erweitert
     
31.12.1939   Triebfahrzeugbestand
 
24   008-010 und 031-040
50   244-253
54   1501, 1505, 1512, 1548 und 1660
57   1093, 1098, 1290, 1520, 2487, 2547, 3008, 3031, 3057 und 3061
70   Nummern unbekannt
86   097
89   820, 822 und 828
91   1683
98   1002, 1003, 1005, 1006, 1009, 1101, 1110, 1116 und 1120
  4268 und 4282
VT 135   012, 030 und 031
VB 140   101, 102, 103 und 108
     
01.02.1942   Einstufung des Bw Plattling in die Rangklasse 1b
1942   Abgabe des gesamten 57er-Bestandes an die Ostfront
07.1943   Mit 52 6997-6999 tauchen die ersten Kriegslokomotiven diese Baureihe in den Plattlinger Beständen auf
1943/1944   Sukzessive Abgabe des gesamten 24er-Bestand an das Bw Graudenz, die nach und nach durch weitere 86er ersetzt werden
1944   Beheimatung der Fremdlokomotive 151 TB 207 der SNCF und der ehem. PKP-Lok 91 1002
25.12.1944   Erster schwere alliierter Luftangriff auf Plattling, deren weitere folgen werden
16.04.1945   Schwester Luftangriff mit etwa 200 alliierter Bomber – die Bilanz:
Etwa 500 Tote, 2.000 Verletzte, 45 Lokomotiven und 1458 Waggons schwer beschädigt, der östliche Ringlokschuppen (1) völlig
und der Schuppen 2 erheblich zerstört, alle anderen Bw-Hochbauten weisen erhebliche Zerstörungen auf
ab 03.05.1945   Beginn der planmäßigen Aufbauarbeiten der Bahnhofs- und Bw-Anlagen:
Der Ringlokschuppen I wird abgetragen und nicht wieder aufgabaut, während der Schuppen II wieder nun mit schlichtverputzten
Wänden und an den nüchternen rechteckigen Fensterformen erkennbar aufgebaut und um sechs auf 26 Stände erweitert
    Die Wirren der letzten Wochen und Monate des Krieges hatten dem Bw Plattling zahlreiche, meist betriebsuntaugliche Lokomotiven
unterschiedlichster Baureihen beschert, die in und um Plattling herum die Abstellgleise "bevölkern", deren Erfassung sich bis weit
nach 1947 hinzog. Viele dieser Lokomotiven wurden anschließend auf die ED Frankfurt, Karlsruhe und Nürnberg verteilt
     
31.12.1945   Triebfahrzeugbestand
 
38   420, 427, 438, 447, 448, 451 452, 454, 1958, 2515, 3081, 3846 und 3998
44   382 und 422
52   231, 1532-1535, 1550, 1680, 2213, 3155, 3527, 3529, 5273, 5431,
5815, 6126, 6263, 6317, 6807, 6887, 6987, 6998,7524 und 7600
54   1505, 1512, 1532, 1568, 1578, 1614, 1646, 1664 und 1703
57   1243, 1379, 1749, 1766, 1810, 1866, 1948, 2039, 2235,
2337, 3071, 3165, 3227, 3249 und 3391
58   1197, 1451, 1686 und 1884
64   232
70   081
86   169, 190-192, 301, 302, 625 und 720
91   1002 und 1193
92   2018, 2020, 2021, 2042 und 2043
98   847, 1101, 1103, 1109, 1110, 1116, 1119-1121 und 1128
  4268 und 4278
     
    Frendlokomotiven 151 TB 207 der SNCF, AL 5551 und EST 3332
     
    Das Bw Plattling war in der ED Regensburg auch für das Sammlen und Rückführen von Lokomotiven für die
Staaten Frankreich, Ungarn und Rumänien zuständig
     
31.12.1947   Triebfahrzeugbestand
 
38   419*, 420*, 423*-425*, 427*, 428*, 430, 438*, 440*, 442*, 446*, 447, 448*,
450, 451*, 454, 455*, 464, 475*, 480*, 1807, 2212, 3329, 2515* und 3514*
50   792, 960, 1143, 1376, 1392, 1908,2235, 2381 und 2673
52   231, 542, 1550, 1680, 2209, 2213, 3131, 3155, 6126, 6263, 6687 und 7600
54   1512, 1532, 1568, 1621, 1646, 1647, 1664 und 1703
57   1379, 1749, 1866, 1948, 2235, 3165, 3227, 3249* und 3391
64   232 und 468*
70   065, 081, 098, 1101, 1103, 1109, 1110, 1116, 1119-1121 und 1128
VT 75   904-907
    * z-gestellt


Zusätzlich geführte Dampflokomotiven
 
13   536 (ex Pd 5-59 PKP)
35   108 ( ex 329 30), 356, 364 und 820 (österr. Herkunft)
37   403 (ex Oi 101-3 PKP)
52   195, 1182, 1532, 1533, 1535, 2527, 3298, 3396, 3527, 3529, 5266,
5273, 5431, 5833, 5902, 6317, 6685, 6997, 7524 und 7600
53   7165
55   190, 5832, 5861 (ex Tp 15-217 PKP) und 5862 (ex Tp 15-6 PKP)
56   210, 228, 237, 274, 379, 583, 587, 730, 736, 739, 762, 876, 2053, 2094, 2361, 2415,
2701, 2885, 3143, 3172, 3185, 3216, 3348, 3374, 3512 und 3767 (poln. Herkunft)
57   338
58   1197, 1793, 2519 (poln. Herkunft) und 2912 (poln. Herkunft)
70   103
75   280
86   169, 191, 192, 301, 302 und 625
92   2018, 2021, 2042 und 2203
94   698 und 1522
     
    Die Lokomotiven sind alle z-gestellt und in Bahnhöfen der Regionabgestellt – die der Baureihen 50 und 562-8 in Plattling
     
     
31.12.1947   Nicht umgezeichnete Fremdlokomotiven, die dem Bw Plattling zugeordnet werden
 
AL   5551 und 5552
CFR   140.291 und 375.398 und 375.476
FS   729.103
MAV   22.031, 097 und 098, 220.165, 321.003, 322.030, 321.003, 322.030, 324.335, 325.133, 326.192,
328.615, 328.670, 333.005, 375.349, 375.569, 375.576, 376.251, 376.447, 420.042, 424.036,
424.074, 424.085, 424.130, 424.141, 424.162, 424.193, 424.211 und 431.016  (alle 1952 zurück zur MAV)
PKP   TW 12-135  (1952 zerlegt)
SNCF  

140 D 617, 151 TB 207, 231 G 48, 231 K 42 und 242 TA 27  (alle 1950 zurück zur SNCF)

     
1948   Alle 9811 werden in die ED Nürnberg umbeheimatet,
Die Kirchenlaibacher 56 316, 334 und 733 finden in Plattling eine neue Heimat
1948 / 1949   Die Lokbahnhöfe Bayerisch Eisenstein und Zwiesel werden aufgelöst
27.10.1950   Mit der V 36 118 (DWK 2004/1944) zieht zum erstemal eine ehem. Wehrmachtsdiesellokomotive in die Bestandslisten ein
31.12.1950   z-Stellung der zehn Plattlinger der Gattung P 3/5 H, Baureihe 384,
die zwischzeitlich 40 beheimateten 52er sind z-gestellt
1951   Die 52 542, 2209, 2213, 6126 und 6263 werden nach Jugoslawien verkauft – es werden in den Folgejahren weitere folgen,
Zwei Münchener V 20 lösen die zwei V 36 in Plattling ab
19.05.1952   Umbezeichnung der Lokbahnhöfe (Lokbf) in Bw-Außenstellen (Ast.)
19.12.1953   Mit dem fabrikneuen VT 95 9304 (Uerdingen 58373/1953) wird der erste Schienenbus im Bw Plattling beheimatet
16.01.1954   Mit der Landshuter 38 1553 (Humboldt 934/1913) kommt wieder die preuß. P 8 von bis zu neun gleichzeitig stationierten
Lokomotiven dieser Baureihe nach Plattling, die bis 1970 beleiben werden, die zusammen die letzten 92er ablösen werden
18.10.1954   Das Ende der Beheimatung der Kriegslokomotiven der Baureihe 52 infolge von Ausmusterungen, bis auf 52 5273 und 7524,
die nach Regensburg gehen
04.08.1955   Die abgestellten ehem. ČSD-Triebwagen VT 136 098, 115, 259 und 261 werden per Verfügung HVB Fau 48 ausgemustert
12.1956   Mit den VT 98 9669-9671 samt Bei- und Steuerwagen erweitern den Plattlinger Schienenbusbestand
06.02.1957   Erstmalige Beheimatungvon Rangierlokomotven der Baureihe V 60 mit den fabrikneuen V 60 222 (Henschel 29302/1957) und
V 60 223 (Henschel 29303/1957) – zum 28.05. wird die V 60 249 (Henschel 29329/1957) folgen
1959   Übernahme des gesamten Lokomotivbestand der Baureihen 3810, 50 und 64 vom Bw Landshut (Bay) und den Bestand der
Baureihe 9810 vom Bw Straubing,
Größere Bestandsrochaden werden bei den Schienebusse der Baureihe VT 98 samt Bei- und Steuerwagen durchgeführt
26.05.1959   Mit der Elektrifizierung der letzten 110 km lange Teilstrecke Obertraubling – Plattling – Passau der zu elektrifizierenden
zweigleisigen Hauptbahn von Frankfurt (Main) Hbf nach Wien Westbf hält auch im Bw Plattling die Elektrotraktion Einzug
01.08.1959   Einrichtung einer neuen Bahndienststelle in Plattling, der Fahrleitungsmeisterei (Flm) Plattling In der Werkstraße, neben dem
Unterwerk, entstand ein stattlicher Neubau für eine Fahrleitungsmeisterei. Eine geräumige Fahrzeughalle, die einen Turmtrieb-
wagen aufnehmen wird, gehörte zum Gebäudekomplex. Die Fahrleitungsmeisterei beschäftigt fortan ca. 70 Eisenbahner
     
    Triebfahrzeugbestand im Jahre 1959
 
38   1467, 1553*, 1593, 2294, 2805, 2826, 3256, 3571*, 3770 und 3817
50   186, 411, 596, 792, 827, 960, 1671, 2457, 2841, 3000, 3057 und 3086
57   1336, 1882*, 2035, 2212, 2524, 2700,3027 und 3391
64   040, 096, 142, 249, 292, 294, 414, 439, 472, 496, 505, 506 und 512
70   042
86   351, 352, 397, 625, 768, 814 und 815
89   830*
92   2018 und 2022*
98   1004, 1010, 1015, 1038, 1040 und 1041
Köf   6232, 6273, 6334 und 6384
V 20   021
V 60   222, 223 und 249
VT 95   9153-9157
VT 98   9517-95232,9526, 9563, 9564, 9588, 9593, 9635, 9646, 9647, 9669, 9670 und 9676
VB 141   249
VB 142   039-041 und weitere
VB 98   052, 114-121, 226-229, 316 und 317
VS 98   033, 036, 040, 118-123, 158, 160, 161, 192-194, 211, 212 und 215
TVT   6353 Reg
Heizlok   357
    * z-gestellt
     
22.06.1960   Das Bw Straubing wird in eine Bw-Außenstelle umgewandelt und dem Bw Plattling unterstellt
07.04.1962   Mit den fabrikneuen V 100 1277 (KM 18873/1962), V 100 1278 (KM 18874/1962) und V 100 1279 (KM 18875/1962) tauchen die
ersten Vertreterinnen Ihrer Baureihe im Bw Plattling auf, was die teilwise Abgabe, z-Stellung und Ausmusterung von Lokomotiven
der Baureihen 38 und 64 nach sich ziehen werden
09.1963   Erstmalige Beheimatung der Baureihe V 10020 in Form der V 100 2216 (KHD 57585/1963) in Plattling
1964   Die zur Heizlok umgebaute, ehem. Hofer 18 444 (Maffei 3308/1912) löst in der Triebwagenhalle die Heizlok 357 ab
1965   Mit Einstellung der Damplokomotivunterhaltung beim Bw Passau übernimmt das Bw Plattling dessen Dampflokomotivbestand:
64 042, 216 (z), 227 und 233, sowie 86 103, 190, 192, 209, 212, 233, 260 und 261 – im Gegenzug gehen die V 100 1277-1279
an das Bw Passau, die wieder durch Neuanlieferungen von V 100 2237-2239 ersetzt werden
     
01.10.1965   Der Beginn des Niedergangs
Schließung der Plattlinger Ast. Arnstorf (Niederbay), nach Einstellung des Personenverkehr am 27.09.1964 auf der Strecke dorthin
1968   Auflösung der Bw-Außenstelle Ast. Bodenmais,
Im Laufe des Jahres finden zahlreiche Ausmusterungen von Lokomotiven der Baureihen 038, 064 und 086 statt
     
    Triebfahrzeugbestand
 
038   084, 193, 253, 361, 383, 805 und 813
050   484, 487* und 862
051   251, 321,671 und 841
052   391
053   003, 063, 070 und 101
064   097, 225*, 244*, 299, 344*, 355, 424, 453, 499,
086   169, 212*, 250, 260, 262, 352*, 371*, 398 und 842
211   283
212   216-220, 237-239 und 327-331
260   173-175 und 219
311   224
323   520, 540, 589, 719, 730, 731 und 875
332   076 und 209
701   030
798   521, 526, 563, 564, 588, 593, 635, 646, 647, 668-671, 676,
677, 679, 686, 687 und 736
998   052, 114-121, 226-229, 316, 317,633, 636, 640, 718-723,
757, 758, 760, 761, 792-794, 811, 812 und 815
Klv-51   9012 und 9031
    * z-gestellt
     
1969   Die Lokomotiven 038 193, 038 361, 086 260 und 086 398 werden ausgemustert,
Beheimatung weiterer Rangierlokomotiven der Baureihe V 60 im Bw Plattling, auch die 212 358 gab 1970 ein kurzes Gastspiel
01.04.1970   Mit Ausmusterung der Plattlinger 038 813-2 endet die 46-jährige Beheimatung der preuß. Gattung P 8 in der BD Regensburg, dessen
Leistungen von Mühldorfer Lokomotiven der Baureihen 215 und 216 übernommen werden
22.04.1971   z-Stellung der letzten hier staionierten 86er, der 086 843 (Deutsche Waffen- und Munitionsfabrik, Werk Posen 481/1943), die mit
Verfügung vom 02.06.1971 zum 15.06.1971 ausgemustert werden wird
17.11.1972   Mit Abgabe der 064 097 nach Weiden (Opf) endet die Ära der "Steppenpferde" in Plattling, die durch die Beheimatung der Passauer
211 098 (MaK 1000116/1962) bereits am 01.10.1972 ersetzt wurde
1973   Für die herbstliche Zuckerrübenkampagne erhält das Bw Plattling noch einmal Zuwachs in Form von zwei 50er aus Schwandorf und
Weiden (Opf), im Januar 1974 in ihre angestammte Heimat zurückkehren werden,
Anschließender Abgang der 051 241 und 053 070 als Vorhut der in der Folgezeit abnehmenden 50er-Bestandes
18.02.1974   Weitere zwei 50er werden zum Bw Schwandorf umbeheimatet
27.02.1974   An Aschermittwoch veranstalteten engagierte Eisenbahner arrangierten eine letztmalige Dampflokparade um die Drehscheibe herum
28.02.1974   Zwei weitere 50er verlassen das Bw in Richtung Duisburg-Wedau
     
06.03.1974   Das Bw wird nach fast 100 Jahren dampffrei
Nach der unter großer Beteiligung von Eisenbahner und reger Beteiligung der örtlichen Bevölkerung stattfindenden Abschiedsfahrt
mit den Planleistungen N 2966/7 Plattling – Bayerisch Eisenstein u.z., wird die 053 063-4, ex 50 3063 ÜK (Babelsberg 14262/1943)
anschließend abgestellt und am 08.03.1974 zum Bw Weiden (Opf) umbeheimatet
23.12.1974   Der 1959 fabrikneue zum Bw Plattling beheimatete VT 98 9676 (ab 1968: 798 676-3) wird dieser in das Bahndienstfahrzeug 725 002-0
umgebaute Schienenbus wieder zugeteilt
31.05.1975   Infolge der Auflösung der BD Regensburg wechselt das MA Passau mit dem unterstellten Bw Plattling zur BD Nürnberg
     
01.01.1976   Triebfahrzeugbestand
 
211   098, 283, 312 und 319
212   216-220, 237-239 und 327-331
260   173-175, 219 und 221
322   136
323   589, 730 und 731
332   076
333   064
701   030
725   002
798   563, 564, 588, 593, 605, 646, 647, 668-671, 677, 679, 682, 687 und 736
998   114-121, 226-229, 317, 718-723, 757, 758, 760, 761, 792-794, 811 und 815
Klv-51   9012 und 9031
     
03.05.1985   Verkündung der Schließung des Bahnbetriebswerk Plattling und Abriss des Lokschuppens zum 31.05.1985 durch Verfügung der DB
22.05.1985   Im Zuge eines Dia-Vortrags über die Eisenbahnerstadt Plattling und dem zugehörigen Bahnbetriebswerk, der auf große Resonanz in der
örtlichen Bevölkerung stößt, wird von Reinhard Mattioni u. Max Albrecht die Gründung des "Historischen Eisenbahn-Verein Plattling e.V."
im September 1985 bekannt gegeben und setzen sich zusammen mit dem Bürgermeister von Plattling Josef Kiefls und Stadtrat Scholz
für den Erhalt des Lokschuppen ein
25.05.1985   Durch unermüdlichen Einsatz der vier o.a. Herren und weiteren Mitstreitern konnte der geplanten Abbruch des Lokschuppens verhindert
und als Teilerfolg erzielt werden. Die geplante Schließung bleibt davon unberührt
     
31.05.1985   Das Ende einer niederbayerischen Eisenbahngeschichte
Das Bw Plattling gibt seine Selbständigkeit auf und wird als Bw-Außenstelle dem Bw Passau unterstellt
     
    Triebfahrzeugbestand
 
211   032-036 und 293-297 – Abgabe an das Bw Hof
323   589 – Abgabe an das Bw Regensburg
332   062 und 076 – Abgabe an das Bw Passau
333   064 – Abgabe an das Bw Regensburg
360   174, 203, 204, 209, 219-221, 224 und 250 – Abgabe an das Bw Regensburg
701   001, 030 und 031 – Abgabe an das Bw Regensburg
702   138 – Abgabe an das Bw Regensburg
798   670, 671, 679, 681, 682, 687, 736 und 817 – Abgabe an das Bw Hof
998   120, 121, 198, 225, 227, 229 und 317 – Abgabe an das Bw Hof
757, 761, 792, 815, 833 und 881 – Abgabe an das Bw Hof
     
08.1985   Der Lokschuppen wird von der Deutschen Bundesbahn für baufällig erklärt und die letzten verbliebenen von hier aus eingesetzten
Diesellokomotiven dürfen fortan nur noch auf den Strahlengleisen vor dem Lokomotivschuppen abgestellt werden
01.01.1986   Das gesamte Bahnbetriebswerk mit Ringlokschuppen, Drehscheibe, Stellwerke, Wasserkran und Betriebsgebäuden
erscheint auf der Liste des Bayerischen Landesamtes für Denkmalspflege
1986  

Als die Museums- und Kaufverhandlungen durch die Stadt Plattling aufgrund der zu hohen Preisvorstellungen der DB gescheitert waren,
übernimmt die Firma Michael Hacker unter Mithilfe des Historischen Eisenbahn-Verein Plattling den Ringlokschuppen als Lagerhalle,
Michael Hacker war es auch, der den Ausbau und die Verschrottung der Drehscheibe in Auftrag gab. Daraufhin entfernte die DB die
Drehscheibe und deren Zufahrtsgleise – der 4.300 m² große Lokschuppen ist fortan nur noch eine Lagerhalle, in der fortan Holzbriketts,
Papierrollen und andere Brennstoffe gelagert werden

29.09.1985   Ab dem Winterfahrplan werden die Bw-Anlagen nicht mehr genutzt. Die Einrichtung eines Eisenbahnmuseum scheiterte bis dahin
01.06.1986   Umwandlung der Außenstelle in einen Stützpunkt des Bw Passau
11.1986   Übernahme der Denkmallokomotiven 64 344 am Bf Waldkirchen durch den HEV Plattling, der sie im ehem. Bw Plattling aufstellen lässt
    Seit 1994 betreibt der Bayerische Localbahn Verein e.V. das Localbahnmuseum im ehem. Lokbahnhof Bayerisch Eisenstein
     
02.06.2008   Der einst größte Lokomotivschuppen mit 26 Ständen in Niederbayern fällt in der Nacht zum 03.06. durch einen Großbrand bis
auf die Grundmauern zum Opfer, einzig die ehem. Verwaltung bleibt verschont – Brandursache ungeklärt
07.11.2009   Der Verein Passauer Eisenbahnfreunde übernimmt die 64 344 samt Leihvertrag des DB Museum – eine betriebliche Aufarbeitung
wird angestrebt, wurde aber (Stand Juni 2023) noch nicht in Angriff genommen
     
     
    Statistische Erhebungen jeweils im Rechnungsjahr

Stand Jahr ø Zahl der
Bediensteten
Bemerkungen
  1897   78 zusätzlich Lokstation Grafenau 13 Köpfe
01.04. 1907 357 zusätzlich Lokstation Grafenau 7 Köpfe
zusätzlich Lokstation Eisenstein 20 Köpfe
zusätzlich Lokstation Arnstorf 4 Köpfe
01.04. 1941 420  
  1943   davon xxx Fremdarbeiter
Herbst 1949 567  
31.12. 1985 187 davon 38 Auszubildene
     
     
   
Gleisplan  
     
     
Pl   bahnamtliches Bezeichnungskürzel
NPL   letztes bahnamtliches Bezeichnungskürzel



Bahnbetriebswerke BD Regensburg   Quellenangaben