Bahnbetriebswerk Rosenheim
Zeittafel: Bauliche Anlagen Bezeichnungen Beheimatungen

1836   Projektierung einer Bahnstrecke von München über Rosenheim nach Salzburg durch die Müchen-Salzburger Eisenbahn-Gesellschaft, die
jedoch das erforderliche Kapital nicht aufbringen werden können
1850   Der vom Lokfabrikanten Maffei gegründete Verein hegt die gleichen Ambitionen und scheitert ebenfalls, diese Projekt zu realisieren
24.10.1857   Inbetriebnahme einer provisorischen Werkstätte im Zuge der Eröffnung der Bayerischen Maximiliansbahn, auch Mangfalltalbahn, von
Großhesselohe – Deisenhofen – Holzkirchen – Bad Aibling – Rosenheim zum 01.11.1857
05.08.1958   Feierliche Eröffnung der Bahnstrecke Rosenheim – Grenze zu Österreich – Kufstein
11.1858   Inbetriebnahme der Betriebswerkstätte Rosenheim mit einem 19-standigen Ringlokschuppen mit Werkstattanbauten an den Kopfseiten,
vorgelagerter Drehscheibe und ein Wasserhaus gegenüber dem Empfangsgebäude
07.05.1860   Eröffnung der ersten Teilstrecke der nach Salzburg, Rosenheim – Endorf – Prien – Übersee – Traunstein durch den Bayerischen Staat
12.08.1860   Feierliche Einweihung der letzten Teistrecke Traunstein – Freilassing – Grenze zu Österreich – Salzburg
durch den bayer. König und des österr. Kaiser
1872-1874   Mit dem ständig steigenden Verkehrsaufkommen und der Eröffnung der Strecke Müchen Ostbf – Grafing – Rosenheim entsteht außerhalb
der Stadtgrenze ein neuer Bahnhof, samt Betriebswerkstätte. Das Kernstück dieser großzügige Anlage besteht aus zwei Ringlokschuppen
mit 26 und 28 Lokomotivständen, mit einem "Torf- und Kohlenladepodium" in Höhe des später errichteten Rechteckschuppen, sowie mit
Werkstatt- und Verwaltungsbebäude und angebautem Wasserhaus.
    Bespannung der Schnellzüge von Lokomotiven der Gattungen B V und BVI der Bwst Rosenheim – im Güterdienst herrscht die Dreikuppler
der Gattung C III vor. Dem Rangier- und Lokalbahndienst stehen die Gattungen D I, DIV, D VI, D VII, und D IX zur Verfügung
01.01.1876   Mit der Umbenennung des Bahnamt in das Oberbahnamt Rosenheim untersteht die Bwst Rosenheim fortan dem Oberbahnamt Rosenheim
01.05.1876   Durch die Eröffnung der 61,69 km langen Inntalbahn nach Mühldorf steigt das Verkehrsaufkommen weiter stark an – zeitnah werden die
alten Anlagen stillgelegt und die Gleisanlagen abgebrochen. Das Empfangsgebaüde wird später als Rathaus genutzt und der imposante
Ringlokschuppen wird in den folgenden Jahrzehnten unter anderem als Lagerhaus, Bibliothek, Stadtarchiv, Turnhalle und letztendlich
seit 1988 als "Lokschuppen Museum" weitere Verwendungen finden werden, wobei er ab 1983 genkmalgeschützt ist
     
    Triebfahrzeugbestand im Jahre 1902 nach Gattungen
 
B VI B IX C III D I D IV D VI D VII D XI  
     
12.11.1899   Eröffnung der Strecke Grafing – Ebersberg
07.09.1901   Mit der Umbenennung des Oberbahnamt in eine Eisenbahnbetriebsdirektion Rosenheim untersteht die Bwst Rosenheim fortan dieser
24.12.1902   Inbetriebnahme der Strecke Wasserburg (Inn) Bf – Wasserburg (Inn) Stadt
01.10.1905   Eröffnung der Strecke Ebersberg – Wasserburg (Inn) Bf
01.04.1907   Einstufung der K.BwSt. Rosenheim als Betriebswerkstätte der Klasse II, die anstelle des Eisenbahnbetriebsdiektion Rosenheim nun der
Maschineninspection München der neueingerichteten "Königlich Bayerischen" Eisenbahndirektion (ED) München unterstellt ist
15.10.1908   Eröffnung der Chiemgauer Lokalbahn Endorf (Oberbay) – Obing
    Auf den zahlreich zu bedienenden Lokalbahnen ist eine breite Palette von bayer. Lokomotivkonstruktion der Bwst Rosenheim vertreten
     
    Triebfahrzeugbestand im Jahre 1914 nach Gattungen
 
B IX   5x, Zwilling 13x, Verbund 3x    
C III   18x D XI   4x
C IV   5x PtL 2/2   6x
D IV   7x PtL 3/3   1x
D VI   2x PtL 3/4   2x
D VII   3x R 3/3   1x
     
1921-1922   Mit Gründung der Reichsbahn vollzieht sich zu Beginn der zwanziger Jahre ein rasanter Strukturwandel auf dem Triebwagensektor,
dem die bayer. Gattungen B IX, B XI C III und C IV sehr schnell zum Ofer fallen werden – aus Neuanlieferungen gehen Rosenheim
die P 3/5H zu, der späteren Baureihe 384
1921   Für den Rangier- und leichten Nebenbahndienst kommen die ersten Lokomotiven der Gattung 3/3, spätere BR 898, nach Rosenheim
11.1922   Die den ersten fabrikneuen Lokomotiven der neue Gattung G 3/4H (später BR 54) wird in Rosenheim heimisch
bis 1923   Die preuß. Gattungen G 10 (spätere 5710) bereichern mit 36 Maschinen und die G 12 (spätere 5810) mit 16 Maschinen die Bestands-
listen, die teilweise leihweise bei den Bundesbahn Österreichs im Einsatz stehen werden
     
31.10.1925   Triebfahrzeugbestand
 
36   778, 772, 782, 792, 796, 813 und 814
38   417, 429 und 430
54   1700 und 1703
57   2549-2558
70   002-004 und 066-068
71   203, 204 und 206
88   7104, 7105, 716 und 7135
89   702, 809, 813 und 814
98   873, 874, 7503, 7504, 7516, 7517, 7601, 7604,
7646, 7652-7654, 7665, 7768, 7769 und 7675
     
04.01.1927   Mit der 18 426 (Maffei 3440/1914) zieht das erste Exemplar dieser legendären Gattung S 3/6 kurzzeitig in das Bw Rosenheim ein
     
31.01.1927   Der Elektrisierung beginnt
Für Schulungszwecke trifft die erste Elektrolokomotive Münchener ES 1 21 003, der späteren E 16 03 (KM 8168 | BBC 5041/1926)
in Rosenheim ein
12.04.1927   Durch das Elektrifizierungsprogramm der Reichsbahn erreicht der elektrische Fahrdraht von München und am 15.07.1927 von Kufstein
die Bahnanlagen in Rosenheim. Damit einhergehend halbiert sich der Dampfklokbestand – die Bestände der Baureihe 5710 verringern
sich auf zwölf Maschinen
29.04.1927   Mit der Münchener 78 489 (Vulcan 3951/1923) erscheint die erste preuß. T 18 im Rosenheimer Bestand, weitere werden folgen und
ersetzen die letzten der Baureihe 730 der ehem. bayer. Gattung D XII
27.11.1927   Die fabrikneuen E 91 15 (Krauss 8164 | SSW 2093/1924) und E 91 16 (Krauss 8165 | SSW 2094/1924) bereichern als zweite Elektro-
lokomotivbaureihe den Rosenheimer Bestand
1927/1928   Die östliche Drehscheibe mit zugehörigen Ringlokschuppen im Zuge der Streckenelektrifizierungen rund um Rosenheim werden mit
Fahrdraht überspannt
06.1928   Für den Rangierdienst erhält das Bw Rosenheim die fabrikneue E 60 04 (AEG 3864/1928) als erste ihrer Art, im August folgt die E 60 05
    Als vierte Elektrobaureihe werden mit der E 32 07 (Maffei 5459 | BBC 5021/1924) und E 32 14 (Maffei 5466 | BBC 5028/1924) in
Rosenheim heimisch
    Ein kurzes Beheimatungsgastspiel gibt die Freilassinger E 70 21 (Krauss 36 | BBC 942/1919) zwischen 12.1928 und 02.1929, sowie
zwischen 08.1929 und 01.1930
03.1933   Die Münchener E 52 03 (Maffei 5512 | AEG 2922/1924), 08 (Maffei 5524 | AEG 2927/1925) und 09 (Maffei 5525 | AEG 2928/1925)
werden als erste ihrer Baureihe im Bw Rosenheim beheimatet
30.03.1933   Mit der Augsburger 64 152 (Esslingen 4193/1928) erhält das Bw Rosenheim sin ersten "Bubikopf" – weitere Einheitslokomotiven werden
im Juni und Juli durch die fabrikneuen 64 252-254 folgen, für Reisezugeinsätze nach Holzkirchen, München und Mühldorf und lösen die
letzten vier preuß. T 93 ab
     
05.04.1934   Die Dieseltraktion erhält Einzug
Die ersten beiden fabrikneuen Kleinlokomotiven Kö 4275 (Krauss 15411/1934) und Kö 4276 (Krauss 15412/1934) werden für die Einsätze
im Bf Aibling bzw. im Bf Bruckmühl beheimatet – im Juli folgen noch die Kö 4301 (Krauss 15437/1934) und 4303 (Krauss 15439/1934) für
die Bahnhöfe Fischbach bzw. Bf Raubling
01.04.1934   Mit der letzten preuß. T 18, die 78 155 (Vulcan 3522/1919) verlässt vorübergehend diese Baureihe dieses bayerische Bahnbetriebswerk
zum Bw Simbach (Inn), ehe sie ab 1944 wieder heimisch werden
     
15.05.1935   Triebfahrzeugbestand
 
54   1574
57   2553, 2554, 3026 und 3166
64   152, 158 und 252-254
70   001-003, 006, 012, 020, 034, 047 und 066-068
71   203 und 206
89   809, 810, 913 und 814
98   306 und 309
  4275, 4276, 4301 und 4303
E 16   01-05, 07, 10, 12 und 15
E 32   10
E 52   03, 08, 19 und 22
E 60   05 und 11
E 91   15-17
     
     
1936   Die ersten beiden Allimilator-Kleinlokomotiven Ks 4869 (Windhoff 351 | SSW 3145/1936) und Ka 4869 (Windhoff 352 | SSW 3146/1936)
treffen in Rosenheim ein und werden in deb Bf Kirchseon und Bf Grafing eingesetzt
     
01.08.1938   Die Triebwagen kommen
Mit der Verstaatlichung der Lokalbahn AG übernimmt das Bw Rosenheim die kleine Werkstatt in Bad Aibling als Lokbahnhof und die nun
als ET 186 11, 12 und ET 194 891 dessen Triebwagen-Bestand
12.1938   Übernahme der 57 565, 581, 587 und 588 vom Bw Rosenheim
1939   Übernahme der elektrischen Triebwagen ET 186 01 (ex LAG 761), 02 (ex LAG 762) und ET 194 11 (ex LAG 895), nachdem die der ehem.
LAG-Strecke Türkheim – Bad Wörishofen wieder auf Dampfbetrieb umgestellt wurde
04.1936   Das erste Krokodil in Form der Wahrener E 93 16 (AEG 5051/1939) trifft leihweise in Rosenheim ein, die 12/1939 wieder abgezogen wird
1940   Errichtung einer Großbekohlungsanlage mit einem elektrischen Brückenkran und einer dritten ø 26 m Drehscheibe in der westlichen Ecke,
um die hier zu stationierenden Kriegslokomotiven der Baureihe 52 drehen zu können
03.07.1940   Die E 75 12 (Maffei 5742/1928) gibt bis 05.11.1941 ein 1½ jähriges "Gastspiel" in Rosenheim, ehe sie am 03.04.1946 wiederkehren wird
09.1941   Mit der E 32 10 (Maffei 5462 | BBC 5024/1925) verlässt die letzte Vertreterin Ihrer Baureihe das Bw Rosenheim
1941/1942   Beheimatung von mehreren Rangierlokomotiven der Baureihe 94 vom Bw München Ost, die bis Sommer 1944 wieder abziehen
bis 1942   Abgabe sätlicher 57er an Bahnbetriebswerke an der Ostfront
04.02.1942   Mit der E 94 023 (AEG 5265/1941) wird das erste eigene "Krokodil" beheimatet – die E 94 014, 022, 024, 025 und 060-064 werden folgen,
die für Einsätze ausschließlich nach Salzburg und Attnang-Puchheim vorbehalten sind
05.1943   Als letzter Vertreter seiner Art verlässt die E 91 16 (Krauss 8165 | SSW 2094/1924) das Bw in Richtung Regensburg, lediglich die schwer
beschädigte und z-gestellte E 91 17 (Krauss 8324verbleibt bis zu ihrer Ausmusterung am 27.10.1944 im Bw Rosenheim
     
15.07.1943   Triebfahrzeugbestand
 
57   565, 581, 587 und 588
64   151, 214, 252-254 und 344
70   001-005, 012, 020, 031, 047 und 066-068
89   809, 810, 813, 814 und 835
94   638, 1053, 1136, 1204 und 1511
98   806, 807, 823, 839 und 7202 (ex LAG 43)
E 16   01-05, 07, 10, 12 und 15
E 52   03, 04, 08 und 09
E 60   04, 05, 10 und 11
E 91   17*
E 94   023-025 und 060-064
ET 186   01, 02, 11 und 12
ET 194   11 und 21
Ks   4869, 4870, 4989 und 4903-4908
E 60   04, 05, 10 und 11
     
*   z-gestellt
     
02.10.1943   Die erste Kriegslokomotive in Form der fabrikneuen 52 3593 (KM 16730/1943) bereichert die Rosenheimer Bestandslisten, denen bis
1944 weitere folgen sollen, die ihrerseits die 575 ablösen werden. Sie gehen geschlossen zum Bw Regensburg
05.1944   Übernahme der 78 045, 151, 152, 154, 155 und 158 vom Bw Münchener Hbf
Frühjahr 1945   Völlige Zerstörung der Bahnanlagen im Bahnhof und Bahnbetriebswerk in Folge mehrmaliger, schwerster, alliierter Luftangriffe –
der improvisierte Wiederaufbau erfolgt bis 1949 mit nur mehr des zum Teil wiederaufgebauten Ringliokschuppens für E-Loks und
die Modernisierung der Bahnanlagen wird bis 1964 erfolgen
    Die Wirren der letzten Wochen und Monate des Krieges hatten dem Bw Rosenheim zahlreiche, meist betriebsuntaugliche Lokomotiven
unterschiedlichster Baureihen beschert, die in und um Rosenheim herum die Abstellgleise "bevölkern"
31.05.1945   Abgabe der letzte E 52, der E 52 03 wieder zurück zum Bw München Hbf
     
    Damplokomotivbestand vom 17.12.1945
 
52   1868, 3129, 3538, 5790, 5889, 6186, 6242, 6245 und 7906
64   254 und 343
70   001-005, 012, 020, 031, 047 und 066-068
71   510, 511, 515, 517 und 518
78   152-155
89   809, 810 und 812-814
98   806, 807, 823 und 839
     
03.07.1946   Beheimatung der E 75 08, 12, 51 und 64 aus verschiedenen bayer. Bahnbetriebswerken
27.09.1947   Mit der Kemptner 86 255 (Henschel 22938/1936) erhält Rosenheim die erste Einheitslokomotive dieser Art
Herbst 1947   Die neu beim Bw Rosenheim beheimateten 57 2575, 2611, 3047, 3287 und 3468 werden nach und nach die Kriegslokomotiven ablösen
06.1948   Als letzte iher Art verlässt die 78 155 (Borsig 14483/1934) das Bw Rosenheim in Richtung München Hbf
17.08.1948   Abstellung der letzten betriebsfähigen Kriegslokomotive, der 52 1640 (Graffenstaden 7907/1943) – lediglich die beiden Heizlokomotiven
München 63 (ex 52 1898) und 64 (ex 52 1893) bleiben in dieser Fuktion bis 1962/1963 im Einsatz
ab 05.1949   Übernahme der preuß. P 8, der 38 1650, 1748, 2812,30,29 und 3248 vom Bw Ingolstadt
ab 03.1950   Die ersten Lokomotiven der Baureihe E 44 bereichern die Rosenheimer Bestandslisten
14.09.1950   Zuteilung des ETA 180 107a/b, der im Oktober durch den ETA 180 104a/b und im November 1951 durch den ETA 179 104a/b, der dann
im Februar 1952 selbst durch den ETA 179 103a/b getauscht werden wird, die allesamt hauptsächlich auf der Strecke nach Bruckmühl
eingesetzt werden sollten
19.10.1950   Inbetriebnahme einer Werkabteilung Rosenheim des weitgehend zerstörte Aw München-Freimann auf dem Gelände der sog. Sanierungs-
analge Sana), welche ursprünglich 1916 zur Entlausung und „Sanierung“ von Lazarettzügen und Armee-Einheiten an der Strecke nach
Holzkirchen diente, für die Grundmodernisierungen verschlissener Vorkriegs-Elektrolokomotiven zumeist der bayerischen Bauarten E 16,
E 32 und E 52 – eine vollständige Fertigstellung der Anlagen wird erst 1951 erfolgen
     
01.01.1951   Triebfahrzeugbestand
 
38   1639, 1650, 1748, 2812, 3029 und 4571*
52   222*, 732*, 838*, 1561*, 1586*, 1669*, 1671*, 1893**, 1898**,
2212*, 3283*, 3377*, 3684*, 5790*, 5798*, 6024*, 6245*,
5713*, 7025*, 7298*, 7589*, 7591* und 7645*
55   3121*
57   2575, 2611, 3047, 3287 und 3468
64   022, 025, 152, 202, 253, 433, 434, 513 und 518-520
70   003, 012, 018, 020, 023, 047, 064, 066-068 und 091
89   809, 810 und 812-814
98   1601 und 1602
E 16   01-08
E 44   004, 064, 119 und 150
E 60   02 und 03
E 75   12 und 51
E 94   071, 072, 084, 092, 119, 120, 151, 152 und 155
ET 183   04
ET 186   01, 02 und 12
ET 194   11 und 21
ETA 180   104a/b
  4298-4300 und 4303
Ks   4903-4907
     
    und die Fremdlokomotiven
50   362* der CFR
140   272*, 282*, 288* und 314* derCFR,
123*, 251* und 665* aus Litauen
324   806*, 826*, 1007* und 1528* der MAV
403   501* der MAV
424   064*, 082* und 100* der MAV
N 35   eien ungarische Privatbahnlok
Tp 2   211* (PKP)
     
*   z-gestellt
**   Heizlok
     
05.1951   Abgabe der letzten beiden 86er, 86 702 und 703 zum Bw Kaiserslautern
bis 05.1952   Die hier abgestellten Fremdlokomotiven werden entweder in ihre jeweiligen Herkunftsländer zurückgegeben oder
nach Müchen zur Verschrottung zugeführt
     
30.09.1952   Die Schienenbus-Ära beginnt
Mit dem einmotorigen VT 95 9246 (Uerdingen 57625/1952) ist der erste Schienenbus vom Bw Kempten leihweise überstellt,
weitere Schienebusse treffen ab 13.03.1953 mit dem VT 95 9211 (Uerdingen 57379/1952) als erster eigener aus Nördlingen ein
31.12.1952   Mit der Rückführung der z-gestellten Linzer 03 113 (Henschel 22164/1933) aus Österreich beheimatet das Bw Rosenheim
erstmals eine Schnellzuglokomotive dieser Baureihe
01.01.1953   Schließung der Werkabteilung "Sana" nach Wiederherstellung des Aw München-Freimann und aus Rationalisierungsgründen nach
nur 1¼ Jahren Betriebszeit – die hier eingesetzte Freimanner V 20 015 als Werklok wechselt am 22.07.1953 zu MaK nach Kiel,
um als V 20 060 am 10.02.1964 beim Bw Ansbach wieder in Betrieb genommen zu werden.
Das Personal und Werkzeugmaschien werden zum Aw München-Freimann umgesetzt
24.03.1953   Beheimatung der ehem. Wehrmachtslokomotive V 36 120 (O&K 21343/1940) vom Bw München Hbf – ihr wird die mit einem
Hochführerstand ausgerüstete V 36 123 (BMAG 11382/1940) am 27.02.1954 vom Bww München-Pasing folgen
24.05.1955   Ein kurzes Gastspiel geben die E 69 03 (Krauss 8108 | SSW 1912) und ab 20.06.1955 die E 69 04 (VdZ 70418 | SSW 1922),
die hier als Rangierlokomotiven eingesetzt werden. Sie ziehen im Juli nach Heidelberg bzw. Garmisch weiter
ab 08.1955   Die ersten zweimotorigen Schienenbusse in Form der fabrikneuen VT 98 9505-9510treffen in Rosenheim ein
11.1955   Übernahme des Reichsbahntriebwagen VT 70 920 (LHB 4/1937) vom Bw Simbach (Inn), der seine Heimat am 31.07.1957
wieder in Richtung Mühldorf verlassen wird
     
01.01.1956   Triebfahrzeugbestand
 
38   1639 und 3029
44   519* und 542*
52   864*, 1898** und 1898**
57   1684, 2575, 2611*, 3047, 3287 und 3444
64   022, 025, 152, 202, 253, 433, 434, 442, 518 und 520
70   012, 036, 047, 066*, 067* und 078*
89   809*, 810*, 812, 813 und 816
98   1601 und 1602
E 16   09, 10, 12, 14-17 und 20
E 60   02 und 03
E 75   12, 51 und 52
E 94   071, 084, 120, 141, 151, 156 und 270
ET 85   22
ET 183   03 und 04
ET 186   02
ETA 179   103
V 36   120 und 123
VT 70   920
VT 95   9211, 9316, 9327, 9238 und 9645
VT 98   9505-9509
  4298-4300 und 4303
Köf   6212
Ks   4869, 4870, 49-4907 und 4909
     
*   z-gestellt
**   Heizlokomotiven
     
22.02.1956   Als letzte ihrer Art verlässt die 38 1639 (Henschel 12650/1914) die oberbayerische Metropole zum Bw Mühldorf
23.03.1957   Mit der V 60 132 (MaK 600052/1957) trifft die erste Rangierlokomotive aus dem Neubaupromm ein, die mit weiteren Zugängen
von V 60 das Einsatzende der Baureihe 98 einläuten werden – Als letzte wird die 98 1602 am 01.08.1958 z-gestellt
01.03.1958   Ein kurzes Gastspiel gibt die Münchener 54 1641 (Krauss 7726/1920) leihweise bis zum 06.10.1958
28.03.1958   Der Einzelgänger ETA 179 103 wird zum Bw München Ost umbeheimatet
05.05.1958   Erstmalige Beheimatung von den modernisierten ET 26 001-004 vom Bww München-Pasing, die am 13.12.1961 weiter zum
Bw München Ost weitergereicht werden
28.09.1958   Zum Winterfahrplan wechselt der gesamte E 16-Bestand zum Bw Freilassing
04.1959   Abstellung der ehem. LAG-Triebwagen ET 183 03 und 04, die zusammen mit den ET 186 02 am 12.06.1959 ausgemustert werden
08.05.1959   Beheimatung des ersten vom Bw München Ost übernommene ET/ES 85 30 als Ersatz für die ehem. LAG-Triebwagen, deren Ein-
satzgebiet durch Umstellung der Strecke Feilnbach – Bad Aibling auf Wechselstrom zum 31.05.1959 wegfallen wird
10.03.1960   Als letzte ihrer Art verlässt die V 36 122 (KHD 55100/1944) in Richtung München Hbf
16.05.1960   Der vom Bw Garmisch übernommen ET 90 02 (MAN 123195/1927) löst den ET/ES 85 30
09.06.1960   Ausmusterung der 44 519 und 542 die seit 1952 von der BBÖ überstellten und z-gestellt auf dem "Sana"-Gelände abgestellt waren
13.09.1960   Mit der z-Stellung der 70 047 verabschiedet sich die viele Jahrzehnte hier beheimatete bayer. Pt 2/3
11.10.1961  

Die fabrikneue V 100 1027 (Jung 13301/1961) wird als erste Diesellokomotive des Neubaupramms zu Schulungszwecken
an das Bw Rosenheim übergeben, die am 12.11.1961 an das Bw Passau weiter gereicht werden wird

     
ab 11.1961   Das Ende der Dampflokomotiven naht
V 100 1021-1026, 1033-1039 und 1121 werden die Rosenheimer Bestände auffüllen und lösen den verbliebenen preuß.G 10 ab
     
01.01.1962   Triebfahrzeugbestand
 
52   1893** und 1898**
57   1090, 1684, 3047 und 3444
64   022, 152, 202, 253, 385, 434, 442 und 469
E 60   02
E 75   08, 11, 12, 51, 67, 68 und 69
E 94   053, 054, 071, 084, 120, 151, 156, 158 und 284
ET 90   02
V 60   132, 143, 858 und 875
V 100   1021, 1022 und 1024
  4298-4300 und 4303
Köf   6212
Ks   4869, 4870, 49-4907 und 4909
VT 95   9327, 938 und 9645
VT 98   9605, 9637, 9638, 9640, 9651, 9665, 9674,
9675, 9692, 9784 und 9785
     
*   z-gestellt
**   Heizlokomotiven
     
06.03.1957   Die letzten zwei preuß. G 10 verlassen Rosenheim – die 57 1684 (Borsig 10507/19129) zum Bw Saarbrücken und
57 3047 (Borsig 11375/1922) zum Bw St. Wendel
21.03.1962   Noch eine Dampflokbaureihe nimmt Abschied aus Rosenheim, die 64 152 (Esslingen 4193/1928) zum Bw Simbach (Inn)
und einen Tag später die 64 385 (KM 15575/1936) zum Bw Aulendorf
    Wenig später wird die Wärmeversorgung des Bahnhofs, in der Lehrlingswerkstatt, für rund 90 Weichenheizungen, sowie das Vorheizen
von Reisezugwagen mittels der seit dem 30.09.1950 ausgemusterten 52 1893 und 1898 aufgegeben.
Diese Aufgaben übernimmt das neuerrichtete Heizhaus mit zwei kohlebefeuerten Wasserrohr-Strahlungskessel mit je 5 t Dampfleistung
pro Stunde im Bahnbetriebswerk. Die Beschickung erfolgt mittels desselben Greiferkran von 1940
    Nach Abriss des verbliebenen Ringlokschuppen, verbleiben nur noch die ø 22 m Drehscheibe mit ihren Strahlengleisen
für die Abstellung von Elektrolokomotiven
ab 05.1962   Mit den Münchener E 44 089, 090 und der Freilassinger E 44 093 abermals diese Lokomotivbaureihe zugewiesen, weitere werden folgen
für die Bespannung von Wendezügen auf den immer mehr elektrifizierten Strecken in Oberbayern
02.04.1963   Als letzte ihrer Art verlässt die E 75 11 (Maffei 5741/1928) zum Bw Ingolstadt das Bw Rosenheim, wo auch der Großteil
der Schwestermaschinen zuvor ein neues Zuhause gefunden hatten
ab 1964   Kernstück des neuen Bahnbetriebswerk ist die 200 m weiter westlich gelegene, fünfgleisige Rechteckhalle mit Verwaltungs- und
zweigleisigen Werkstattanbau und der neuen am westlichen Rand liegende ø 26 m Drehscheibe,
Die Lokbahnhöfe Aschau, Bad Aibling, Obing und Wasserburg sind dem Bw Rosenheim unterstellt
     
   
 
     
     
26.09.1965   Zum Winterfahrplan verabschieden sich die legendären Güterzuglokomotiven der Baureihe E 94 in Richtung Ingolstadt,
die dort den Grundstock für den später letzten Bw-Standortort der 194er bilden
21.09.1966   Der durch die Stilllegung der Königseebahn freigewordene Freilassinger ET 90 03 findet in Rosenheim eine neue Heimat
25.09.1966   Übernahme des Freilassinger E 445-Bestandes E 44 502-509, sowie zahlreicher E 44er vom Bw München Hbf und Bw München Ost,
damit die Rosenheimer Werkstattkapazitäten ausgelastet sind
     
26.05.1968   Einsetzende Rationalisierungsmaßnahmen
Abgabe des gesamt E 445-Bestandes E 44 502-509 zurück zum Bw Freilassing
27.05.1968   Die letzen einmotorigen Schienenbusse 795 327 (Uerdingen 59108/1954) und 795 645 (MAN 141731/1955) verlassen die
oberbayrische Heimat in Richtung Kempten bzw. Ingolstadt und übernimmt im Gegenzug die Freilassinger 798 760-764
     
01.08.1968   Triebfahrzeugbestand
 
144   086, 089, 090, 093, 096, 098 und 184-187
160   002
211   348-351
212   348-350
260   132, 135 und 875
261   136 und 137
321   176 und 609
323   679, 687 und 712
332   071
381   008, 010, 014 und 201
490   001*, 002 und 003
798   605, 638, 651, 674, 675, 692, 739, 760-764 und 784-786
     
*   z-gestellt
     
10.1968   Der auf der Strecke Bad Aibling -– Feilnbach eingesetzte 490 002 wird z-gestellt und durch den aus Müchen Ost übernommenen 485 028
bis zum 31.05.1969, um beim Bw Koblenz-Mosel seinen Lebensabend verbringen werden wird
02.04.1969   Mit der Ausmusterung der 381 014 (Windhoff 408 | SSW 3380/1938) endet die Einsatzgeschichte beim Bw Rosenheim
01.06.1969   Abgabe des gesamten V 100-Bestandes:
Die 211 024 und 348-351 werden zum Bw Müchnen Ost, sowie die 212 348-350 zum Bw Mühldorf umbeheimatet
ab 06.1970   Mit der Regensburger 140 086 (Krupp 3845 | AEG 7616/1959) wird die erste E 40 in Rosenheim heimisch –
ihr folgen die 140 086, 398 und 608, die bis 24.05.1971 wieder verschwinden werden
01.06.1972   Der letzte ET 90, 490 003 wird z-gestellt auf Grund der Einstellung des elektrischen Betriebes auf der ehem. LAG-Strecke nach Feilbach,
die zum 29.09.1973 stillgelegtwerden wird und bis dahin von Rosenheimer 798/998er bedient wird
30.09.1974   Die seit 1941 in Rosenheim beheimatete und nun letzte elektrische Rangierlokomotive 160 002 (AEG 3470/1927) verlässt das
oberbayerische Heimat-Bw in Richtung Garmisch-Partenkirchen
     
01.10.1974   Triebfahrzeugbestand
 
144   077-079, 086, 090, 091, 093, 094, 096, 098, 160,
165, 175, 179 und 182-188
260   114, 115, 132, 143, 844 und 855
261   131, 132, 135 und 136
322   181
323   581, 679, 687, 712, 716, 875 und 959
332   068 und 071
701   028
702   137
798   637, 638, 640, 651-653, 665, 674, 675, 688, 689,
690-692, 759, 762-764 und 782
     
1979   Errichtung eines neuen Sozialgebäudes, in der sich Lehrlingswerkstatt, Übungs- und Ausbildungsräume für den Betriebs- und Verkehrsdienst,
sowie eine neue Kantine befindet
     
01.10.1979   Triebfahrzeugbestand
 
144   025, 029, 040, 050, 078, 081, 082, 086, 089, 091, 093, 094, 096,
098, 111, 140, 145, 150, 165, 179, 182, 183 und 185-189
145   158, 162, 168, 170, 172, 176, 177 und 180
260   114, 114, 143, 805, 806, 844 und 855
261   131, 132, 135 und 136
323   687, 902 und 959*
332   071
701   028
702   137
798   522, 526, 595, 600, 627, 637, 638, 640, 651, 653, 665,
675, 688-692, 759, 760, 762-764, 782 und 786
     
*   z-gestellt
     
01.01.1982   Beginn des schleichenden Niedergangs
Zusammenlegung des Bahnbetriebswerk mit der Fahrleitungsmeisterei zum Betriebswerk Rosenheim,
Die Reisezugwagenunterhaltung wird zum Bw München 4 (Ost) abgegeben
08.01.1983   Der Umlauplan der 144/145er wird auf sechs Plantage reduziert, die ausschließlich aus dem Befördern von Leerreisezügen
zwischen München Hbf und Pasing West bestehen
05.1983   Mit der Abgabe der 145 155,162, 168,170 und 172 zum Bw Würzburg und der z-Stellungen der 144 025, 078, 086, 088, 091,
145, 158, 176, 177 und 187 ist die E 44-Ära beim Bw Rosenheim beendet
     
1984   Ausbau der ø 22 m Drehscheibe des ehem. 14-ständigen Ringlokschuppen, an der zuvor abgestellte 144/145er auf ihr Ende warteten
1986   Die zuständige K-Gruppe stellt die Unterhaltung von Kraftfahrzeugen und Lkw ein
01.04.1986   Einstellung der Güterwagenausbesserung
     
01.01.1987   Triebfahrzeugbestand
 
260   114, 115, 127, 143, 805 und 806
261   131 und 136
323   687
332   071
701   028
798   551, 652, 653, 665,675, 688, 690, 692, 712,
759, 760, 764, 765, 780, 781 und 784
     
28.09.1986   Eine zum Winterfahrplan geplante Auflösung des Werkes mit Abgabe aller Triebfahrzeuge zum Bw Mühldorf
konnte durch Einspruch des Betriebsrats vorerst verhindert werden
27.09.1987   Abgabe des gesamten verbliebenen Schienenbusbestand und des 701 028 an das Bw Mühldorf
     
30.11.1989   Das Ende einer traditionsreichen Dienststelle
Das selbständige Betriebswerk Rosenheim wird fortan Einsatzstelle des Bw Freilassing, später Stützpunkt und gibt seinen verbliebenen
Triebfahrzeugpark 323 687, 332 071 und die sechs V 60, 360 114, 115, 118, 127, 808 und 806 zum 01.12.1989 an das Bw Mühldorf ab
     
    Es beginnen die kontinuierlichen Abbauarbeiten der Hochbaute und Bahnanlagen bis auf die eine gute Bausubstanz besitzende Lokhalle,
die später als Lkw-Ausbesserungshalle einer Spedition dienen wird
    Das Heizhaus mit dem Portalkran samt Bekohlungsanlage von 1940 bleibt für die Dampferzeugung bis 1992 noch im Betrieb
    In den frühen 1990er-Jahren wird die ø 26 m Einheitsdrehscheibe stillgelegt und 2005 ausgebaut, um anschließened im österrr. Eisen-
bahnmuseum Ampfelwang wieder ihrer eigentlichen Bestimmung nachkommen kann
     
     
     
    Statistische Erhebungen jeweils im Rechnungsjahr

Stand Jahr ø Zahl der
Bediensteten
Bemerkungen
01.04. 1941 230  
  1949 479  
01.01. 1982 551  
01.01. 1986 447 davon 152 Lokführer und 92 Auszubildene
     
     
   
   
     
     
Rm   bahnamtliches Bezeichnungskürzel 1925 / 1932
Bw Rm   bahnamtliches Bezeichnungskürzel 1939
Rm   bahnamtliches Bezeichnungskürzel 1941
MRO   letztes bahnamtliches Bezeichnungskürzel



Bahnbetriebswerke BD München     Quellenangaben