| Bahnbetriebswerk
Wriezen Zeittafel: Bauliche Anlagen – Bezeichnungen – Beheimatungen |
| 09.11.1865 | Das Direktorium der Berlin-Stettiner Eisenbahn-Gesellschaft wird ermächtigt, die Strecke von Neustadt (späteres Eberswalde) nach Wriezen unter Zahlung von 79.713 Talern zu bauen |
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| 01.01.1867 | Mit der feierlichen Eröffnung der eingleisigen Strecke Neustadt (späteres Eberswalde) – Freienwalde – Wriezen wird am Endpunkt auch eine kleine Maschinenstation in Betrieb genommen |
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| 01.01.1877 | Inbetriebnahme der 55,6 km langen Streckenverlängerung Wriezen – Frankfurt an der Oder | ||||||||||||||||||||||||||||
| 01.01.1880 | Nach Verstaatlichung der Berlin-Stettiner Eisenbahn-Gesellschaft und Gründung der "Königlichen Direktion der Berlin-Stettiner Eisenbahn" wird die Maschinenstation Wriezen der KED Berlin, Betriebsamt Berlin-Stettin in Stettin unterstellt |
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| um 1890 | Die Lokstation Freienwalde mit seinem zweiständigen Lokschuppen und den bescheidenen Behandlungsanlagen wird der Bwst Wriezen unterstellt |
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| 01.07.1892 | Triebfahrzeugbestand
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| 20.12.1892 | Feierliche Eröffnung der 34 km langen Streckenach nach Jädickendorf | ||||||||||||||||||||||||||||
| 01.04.1895 | Die Maschinenstation Wriezen wechselt zur Maschineninspection Eberswalde der KED Stettin | ||||||||||||||||||||||||||||
| 15.10.1898 | Mit der Inbetriebnahme des letzten Teilstücks der Wriezener Bahn von Werneuchen nach Wriezen entwickelt sich das Wriezener Netz zum Bahnknoten, hierbei werden die Anlagen der Betriebswerkstätte erweitert: Errichtung eines Ringlokschuppen mit einer kleinen vorgelagerten Drehscheibe und zunächst zehn Lokomotivständen, Werkstatt, Verwaltung, und ein oktonalen Wasserturm, sowie Vergrößerung der Bekohlungsanlage |
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| 1910 | Beginn der umfangreichen Erweiterungsmaßnahmen in der Lokstation Freienwalde: Errichtung eines kleinen Ringlokschuppen mit vorgelagerter Drehscheibe un den üblichen Behandlungsanlagen |
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| 1913 | Mit Abschluss der Erweiterungsarbeiten wird die Lokstation Freienwalde zur selbständigen Bwst Freienwalde erhoben | ||||||||||||||||||||||||||||
| 1918 | Der Bwst Wriezen geht die erste Heißdampflokomotive der Gattung G 10 in Form der fabrikneuen "5435 Stettin" (Hanomag 8673/1918) zu | ||||||||||||||||||||||||||||
| ab 1919 | Mit dem Ende des I. Weltkrieges werden viele Eisenbahner aus den abgetretenen Ostgebieten in der Bwst Wriezen eingestellt, Aufnahme der Wagenreparatur im Zwei-Schichtbetrieb mit einem Vorschlosser, zehn Schlosser, einen Werkhelfer und einem Tischler |
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| Anfang 1920er | Der Lokomotivpark setzt sich aus Lokomotiven der preuß. P 42 für den Personenzug-, preuß. G 52 und G 10 für den Güterzug-, sowie preuß. T 11 für den Rangierdienst zusammen |
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| 1921 | Die Lokomotiven "5498 Halle" (Borsig 10994/1921, spätere 57 2450) und "5499 Halle" (Borsig/10995/1921, spätere 57 2451) werden in der Altoderstadt heimich |
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| 20.03.1922 | Mit ministerieller Verfügung werden anstelle der Bezeichnungen Betriebswerkmeisterei (Bwm) und Wagenwerkmeisterei (Wwm) die Bezeichnungen Bahnbetriebswerk (Bw) bzw. Bahnbetriebswagenwerk (Bww) eingeführt, Fortan firmieren die Bwst Bad Freienwalde und Bwst Wriezen als Bw Bad Freienwalde bzw. Bw Wriezen |
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| 1923 | Die preuß. Gattung T 18 (spätere BR 78) bereichert erstmals den Wriezener Fahrzeugbestand | ||||||||||||||||||||||||||||
| 10.1925 | Die "4024 Stettin" (Hanomag 3756/1901, spätere 54 343) und "4084 Stettin" (Graffenstaden 5544/1905, spätere 54 373) werden im Bw Wriezen beheimatet |
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| 31.10.1925 | Triebfahrzeugbestand
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| 1926 | Der Ringlokschuppen wird um ein Lokomotivstand mit Achssenke erweitert | ||||||||||||||||||||||||||||
| 02.1928 | Mit der fabrikneuen 24 001 (Schichau 3116/19287) wird die erste Einheits-Personenzuglokomotive ihrer Art der Bwst Wriezen zugeteilt – ihr folgen in den nächsten Wochen die ebenfalls nagelneuen 64 002 bis 64 005 |
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| Anfang 1930er | Erweiterung des Ringlokschuppens um weitere zwei Stände | ||||||||||||||||||||||||||||
| 05.10.1930 | Mit der Eröffnung der Teilstrecke Hohenwutzen
– Zehden wird der Gesamtverkehr auf 17,55 km langen der Kleinbahn Freienwalde – Zehden aufgenommen |
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| 1931 | Abgabe aller Lokomotiven der Baureihe 78 | ||||||||||||||||||||||||||||
| 01.02.1932 | Triebfahrzeugbestand
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| Mitte 1932 | Die Baureihe 78 kehrt wieder Wriezener in die Bestandslisten zurück | ||||||||||||||||||||||||||||
| Mitte 1934 | Das aufgelöste und seit 1926 als Bw Bad Freienwalde firmierende selbständige Dienststelle wird wieder dem Bw Wriezen als Lokbahnhof (Lokbf) unterstellt |
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| 1935 | Die Dieseltraktion hält Einzug Mit der fabrikneuen Kö 0123 (Gmeinder 1166/1935) wird die erste Dieselkleinlokomtive dem Bw Wriezen zugeteilt und fortan auf dem nahegelegenen Bf Neutrebbin eingesetzt |
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| 16.11.1940 | Zwischen Eberswalde und Frankfurt (Oder) stösst bei Garzig ein Durchgangsgüterzug mit einem Persomemzug frontal zusammen – der Wriezener Lokomotivführer mit der 57 2450 bespannten Güterzuges hat das im dichten Nebel "Halt" zeigende Ausfahrsignal nicht beachtet. Dieser Eisenbahnunfall fordert neun Tote und 21 Verletzte |
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| 16.12.1942 | Mit der 50 1607 (Jung 9830/1941) des Bw Stettin Gbf wird die erste Einheits-Güterzugblokomotive ihrer Art im Bw Wriezen übernommen | ||||||||||||||||||||||||||||
| 01.08.1943 | Die erste preuß. P 8 in Form von 38 3657 (AEG 2318/1922) vom Bw Breslau Hbf wird in der Stadt an der Alt-Oder heimisch und am 30. des gleichen Monats an das Bw Schlesischer Bf weitergereicht |
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| 12.02.1944 | Triebfahrzeugbestand
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| 04.1945 | Mit fortschreitender Front wird Wriezen durch die Rote Armee bombardiert und der Zugverkehr zwischen Rüdnitz und Jädickendorf eingestellt | ||||||||||||||||||||||||||||
| 16.04.1945 | Das Bw Wriezen wird bis auf die im Schuppen stehenden 78 006 und 78 109 komplett in Richtung Berlin geräumt | ||||||||||||||||||||||||||||
| 19.04.1945 | Die Stadt Wriezen ist bis zu 85 % zerstört, wie auch das Bahnbetriebswerk | ||||||||||||||||||||||||||||
| 31.08.1945 | Ende der ersten Selbständigkeit Auf Grund der massiven Zerstörungen der Bw-Anlagen wird das Bw Wriezen aufgelöst und als Lokbf dem Bw Eberswalde zunächst der RBD Pasewalk unterstellt – der Lokbf Bad Freienwalde wechselt ebenfalls zum Bw Eberswalde |
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| 09.1945 | Zuteilung einer Rangierlokomotive, die neben den stark beschädigten 78 006 und 78 109 die einzige betriebsfähige Lokomotive vor Ort ist | ||||||||||||||||||||||||||||
| 1948 | Demontage der Rangieranlagen in Bad Freienwalde und Abtransport als Reparationsgüter in die Sowjetunion | ||||||||||||||||||||||||||||
| 01.01.1950 | Im Zuge der Verstaatlichung der Oderbruchbahn wird deren Lokpark dem Bw Frankfurt (Oder) Pbf zugeteilt | ||||||||||||||||||||||||||||
| 01.01.1954 | Nach Neuabgrenzungen zwischen den Reichsbahndirektionen Berlin und Greifswald wechselt der Lokbf Wriezen zur Rbd Berlin und wird dem Bw Frankfurt (Oder) Pbf unterstellt |
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| 31.03.1954 | Mit der 52 629 (Schichau 4030/1944) des Bw Frankfurt (Oder) Vbf wird die erste Kriegs- und und ehem. Kolonnenlokomotive zugeteilt | ||||||||||||||||||||||||||||
| 11.1954 | Die ersten Maschinen der Baureige 89 werden dem Lokbf Wriezen zugeteilt | ||||||||||||||||||||||||||||
| 01.04.1955 | Der Lokbf wird erneut zur selbständigen Dienststelle Bw Wriezen erhoben und übernimmt den Lokbahnhof Kietz vom Bw Frankfurt (Oder) Vbf und die Lokbahnhöfe Beeskow, Dolgelin, Fürstenwalde (Spree), Groß Neuendorf und Müncheberg (Mark) vom Bw Frankfurt (Oder) Pbf |
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Triebfahrzeugbestand
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| 1958 | Auflösung der Est. Beeskow und Fürstenwalde | ||||||||||||||||||||||||||||
| 27.11.1959 | Mit der Lichtenberger 38 1320 (Borsig 8139/1912) wird die P 8 in Wriezen wieder heimisch – ihr werden in den nächsten Monaten weitere folgen | ||||||||||||||||||||||||||||
| 01.01.1961 | Triebfahrzeugbestand
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| 1962 | Der seit 1950 nicht mehr genutzte Lokschuppen der Oderbruchbahn wird abgerissen | ||||||||||||||||||||||||||||
| 13.03.1962 | Ein kurzes Gastspiel gibt die 56 217 (Vulcan 3557/1919), die zum 13.06.1962 wieder abgegeben werden wird | ||||||||||||||||||||||||||||
| 1962/1963 | Die Drehscheibe wird auf ø 23 m verlängert | ||||||||||||||||||||||||||||
| 1965 | Durch die Einstellung des Gesamtverkehrs nach Hohenwutzen wird der Lokbf Bad Freienwalde aufgelöst | ||||||||||||||||||||||||||||
| 25.09.1966 | Mit Einstellung des Betriebes auf der Oderbruchbahn ist ein Großteil der Zugleistungen des Bw Wriezen abgängig, der zahlreiche Abgaben von Lokomotiven an andere Bahnbetriebswerke bzw. z-Stellungen zur Folge haben wird, Auflösung der Est. Zechin und der Bekohlungsstation Dolgelin |
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| 12.11.1966 | Die ehem. Tenderlokomotive T3 und 1953 mit einem Schlepptender versehene spätere Traditionslokomotive 89 6009 (Humboldt 135/1902) verlässt das Bw Wriezen in Richtung Salzwedel |
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| 22.11.1967 | Mit der Seddiner 52 5639 (Schichau 3903/1943) wird es der letzte Zugang einer Lokomotive im Bw Wriezen sein | ||||||||||||||||||||||||||||
| 1967 | Auflösung der Est. Groß Neuendorf, Kietz und Müncheberg Stadt | ||||||||||||||||||||||||||||
| 12.04.1967 | Die 55 4602 (Vulcan 3233/1917) verlässt als letzte Ihrer Baureihe das Bw Wriezen zum Bw Berlin-Lichtenberg | ||||||||||||||||||||||||||||
| 12.12.1967 | Mit der Ausmusterung der 89 6034 (Henschel 12307/1913) scheidet die letzte übernommene Schlepptenderlokomotive ihrer Art aus | ||||||||||||||||||||||||||||
| 31.12.1967 | Triebfahrzeugbestand
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| 01.01.1968 | Der endgültige Abgesang beginnt Mit der Zusammenlegung des Bw Frankfurt (Oder) Pbf, Bw Frankfurt (Oder) Vbf und Bw Wriezen zur Komplex-Dienststelle Bw Frankfurt (Oder), fungiert das Bw Wriezen fortan nur noch als Einsatzstelle dem Bw Frankfurt (Oder) |
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| 1969 | Durch den Abzug sämtlicher 38er wird als Ersatz die Baureihe 6510 in Wriezen zugeteilt | ||||||||||||||||||||||||||||
| 1970 | Der dreiteilige Lokschuppen der ehem. Est Bad Freienwalde geht dem Oberbauwerk Eberswalde als Gleisbaumaschinenstation (Gbs) zu, Einige Lokomotiven der Baureihe 62 werden der Einsatzstelle Wriezen zugeteilt |
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| 03.1975 | MIt 118 044 (LKM 275044/1964) wird die erste V 180 in Wriezen zugeteilt, die jedoch recht bald durch die Baureihe 130 abgelöst werden wird | ||||||||||||||||||||||||||||
| 1979-1981 | Nur die 52 2195, 2723, 4926, 8017, 8029, 8050, 8082, 8095 und 8117 sind von der Est Wriezen noch im Einsatz | ||||||||||||||||||||||||||||
| 04.08.1981 | Abschied von der Dampfloktraktion MIt der 52 8029 (Babelsberg 14103/1944) endet der planmäßige Dampflokomotiveinsatz in der Est Wriezen – bis zum Frühjahr 1991 werden nur noch Heizlokdienste abgeleistet |
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| 1990 | Abgabe der Lokunterhaltung und Wartung an das Mutter-Bw Frankfurt (Oder) und anschließender Verkauf / Vermietung des Lokschuppens an eine Privatperson, der eine Kleinloksammlung unterstellen möchte |
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| ab 09.1993 | Nur noch drei V 100 für den Regionalverkehr nach Berlin und eine V 60 für den Rangierdienst werden von der inzwischen denkmalgeschützen und zum Stützpunkt degradietren Dienststelle aus eingesetzt |
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Statistische Erhebungen jeweils im Rechnungsjahr
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| Wrz | bahnamtliches Bezeichnungskürzel |
| Bahnbetriebswerke | RBD Stettin | Rbd Greifswald | Rbd Berlin | Quellenangaben |